Sarkozy hat seinen 1st Strike verbraucht

090429sarko1ststrikeMGMT hat gewonnen. Und der welt-glühendste Verfechter der 3-Strikes-Forderung, Nicolas Sarkozy, hat womöglich seinen ersten Strich am Pfosten bekommen. Vielleicht. Wahrscheinlich nicht. Für ihn gilt das Gesetz ja nicht, demzufolge die Contentindustrie P2P/Urheberrechtsbruch-Beschuldigungen an Internetnutzer verteilt und beim dritten Brief das Internet für ein Jahr abklemmt (Sehr bizarre Idee).

Sarkozys Partei „Union pour un Mouvement Populaire“ (UMT) hatte den beliebten Song „Kids“ der US-Elektrofolkband MGMT im Wahlkampf verwendet, ohne aber dafür anständig zu bezahlen (dazu 11k2 am 3. März). Als man erwischt wurde, bot man grosszügig einen symbolischen Euro Schadensersatz an. Haha. MGMT war nicht so ganz amüsiert, drohte mit Klage, die UMT bezahlte jetzt 30.000 Euro nach. Ist ja keine arme Partei. Das Geld gibt die Band an eine Organisation weiter, die sich für Rechte der Künstler einsetzt.

( reuters via techdirt)

7 Kommentare

  1. Heute ist das EU Telekom Paket abgesegnet worden.
    Demnach dürfen die Franzosen ihren 3 Strikes Schwachsinn einführen.
    Ist zwar bekannt, daß die fr. Nationalversammlung das Gesetz in der 1. Lesung
    abgelehnt hat, aber ich wette, die haben auch einen Vermittlungsausschuß.
    Am nächsten Mittwoch soll das Paket (Es geht haupsächlich um Netzmodernisierung und wer die Kosten trägt) vom EU Parlament abgenickt werden.
    Ist wohl nur noch eine Formalität.
    Denn welcher Abgeordnete bringt das große Ganze schon wegen so einem kleinen Detail zu Fall.
    Die Freiheit stirbt scheibchenweise.

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  2. Da fehlt doch was:
    > […] die UMT bezahlte jetzt 30.000 Euro nach. Ist ja keine arme Partei. Das Geld gibt die *Band* an eine Organisation weiter, die sich für Rechte der Künstler einsetzt.

    Die Band? Sieht die denn überhaupt was von dem, das *die Musikfirma* eingesteckt hat?

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    • Es handelt sich um eine aussergerichtliche Einigung zwischen der Band und der UMT. Selbst wenn letztere einfach bezahlt hätte (so dass Verwertungsgesellschaften eingesprungen wären), wären 60 % davon an die Band gegangen. Schliesslich hat P.K.Dick nicht das Dehbuch für das RL geschrieben. Und da bin ich froh drüber.

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  3. ..ist doch wie im echten leben (?!). die die am meisten rum schreien haben am meisten dreck am stecken. wie z.b. winzigweich die ne raubkopierte musik software für die windows sounds benutzt haben… ts ts ..die solten sich alle sowas von schämen und in ne ecke stellen anstatt rum zu polemisieren

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  4. …das raubkopiert nehm ich zurück. es heisst SCHWARZKOPIERT. wie der gute alte burroughs schon sagte. language is a virus. und es ist mittlereweile alles virenverseucht. es gibt keine killerspiele, keine raubkopien usw weil es absurd ist!

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  5. […] unlizensierten Abspielen des MGMT-Hits „Kids“ auf Wahlkampf-Veranstalungen (siehe 11k2) hat der beste Freund der Unterhaltungskonzerne eine weitere Kerbe im Lack: Die audiovisuelle […]

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  6. […] Sarkozy müsste nach seinen eigenen Regeln jetzt vom Internet abgeklemmt werden (Strike eins und zwei siehe […]

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