Deutscher Filmvertrieb führt Krieg gegen Filmfans

090510untergangConstantin, grösster deutscher Filmanbieter und Tochtergesellschaft der Schweizer Holding Highlight Communications AG, führt Krieg gegen die eigenen Kunden. Nach eigenen Angaben hat sich das Unternehmen 10.000 IP-Adressen von angeblichen Uploadern besorgt (durch ISPs wie die Tkom) und daraufhin an etwa 500 Filmfans Abmahnungen verschickt.

Diese werden darin bei Klageandrohung aufgefordert, eine Unterlassungserklärung (a.k.a. Schuldanerkenntnmis) zu unterzeichnen und einen vom Constantin-Chef als „symbolisch“ bezeichneten Schadensersatz in Höhe von 800 Euro zu bezahlen. Anwälte wie der von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung interviewte Christian Solmecke von der Kanzlei Wilde & Beuger in Köln halten das für „Wahnsinn“ und raten zum Widerstand.

Ich bin sicher, dass diese Aktion (von der übrigens Urheber und Künstler wie immer keinen Cent erhalten) nach hinten losgeht. Schliesslich muss man Constantin-Filme wie „Der Baader Meinhof Komplex“, „Die Welle“, „Der Untergang“, „Unbeugsam“, nicht unbedingt im Kino anschauen oder als DVD kaufen. Es gibt genug andere Unterhaltungsmöglichkeiten, und wenn ein Medien-Unternehmen seinen Ruf erst erfolgreich zerstört hat, schlägt der „Markt“ gerne mal unbarmherzig zu.

(faz via p2p-blog via techdirt)

3 Gedanken zu “Deutscher Filmvertrieb führt Krieg gegen Filmfans

  1. was ich hier nicht verstehe ist darf denn der ISP einfach so die IP adressen an unternehmen weitergeben? und wenn sie auch leute angeschrieben haben nicht nur die IP sondern auch deren Name und Adresse? Ich dachte grad letzters darf nur durch richterlichen beschluss rausgegeben werden?

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  2. ich warte ja nach wie vor immer noch auf so einen brief, damit ihc die ganze bande mal wegen diebstahl meine persönlichen daten anzeigen kann!
    und ja nur auf richt.beschl. darfdas rausgeben werden!
    aber wir wissen ja alle das richter auch nur menschen mit verbindungen zu dem einen oder anderen verein sind.

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  3. vor allem das mit dem „symbolischen schadensersatz“ dürfte ein Haken sein.
    Ein Euro als Symbolischen Schadensersatz kann man akzeptieren, aber das 40-fache des DVD-Werts…

    Ich hoffe mal das deren „Nachweis“ und die Art-und-Weise ausgehelbelt wird.

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