Android-Apps auf Ubuntu

090527android-ubuntuApps. Nichts Neues, Widgets und Shareware-Programme gabs schon immer. Nur: Durch den iPhone-Hype sind „Apps“ jetzt Dinge, die man anfassen kann, Einzelfunktionen seines Fave-Gadgets, über die man mit seinen Kumpels redet. Oder mit welchen man erfolglos versucht, Chicks zu beeindrucken.

Ubuntu-Entwickler Canonical hat nun auf dem aktuellen Ubuntu Developer Summit in Barcelona angekündigt, die nicht viel weniger gehypten Android-Apps zu portieren. Klar, sind ja eigentlich nur zwei Linux-Dialekte (einfach formuliert), für unterschiedliche Anwendungsszenarien.

Erste Widgets/Apps laufen so bereits, wie breit die Welle wird, lässt sich wegen der sehr wohl vorhandenen kleinen Portierungsschwierigkeiten noch nicht absehen. Nur so viel ist jetzt schon klar: Linux wird zu etwas, das die ursprünglichen, der reinen Lehre aanhängenden Kommandozeilenritter hassen werden. Die heilige Kommandozeile verschwindet, sichtbar bleibt nur noch eine spielzeugbunte GUI. Und das ist gut so.

Was aus dem Linux-Ökosystem nämlich entsteht, ist etwas, das von den Vätern der Bewegung sehr wohl visioniert wurde: Eine vollständige Alternative zu proprietären Anwendungswelten. Windows Mobile, Solaris, Windows 7, Mac OS X – alles ersetzbar. (via arstechnica)

5 Kommentare

  1. […] This post was Twitted by cloroman – Real-url.org […]

    Gefällt mir

  2. Bitte? Sorry, aber die GUI unter Linux ist genau so ein haufen Müll, wie under anderen Betriebssystemen. Man kopiert immer wieder die gleichen von Grund auf schlechten Paradigmen. Bis herunter zu, „was möchten sie jetzt tun“-Dialog beim einlegen einer DVD.

    Der Vorteil der Shell liegt darin, dass sie die *einzige* Möglichkeit ist, den Computer für das zu benutzen wozu er gemacht ist, ohne richtig programmieren zu lernen: Automatisierung.
    Klar kann man das auch mit GUI realisieren, und das wäre das beste was es je gab. Aber dazu müsste man ja selber denken. Anstatt Microsoft zu imitieren, das Apple imitiert, das Xerox imitiert.

    Ein Beispiel. Kennst du die Werkzeuge aus Photoshop? Die Widgets aus anderen Programmen. Und die live-Eigenschaften-Paletten aus anderen Adobe-Programmen? Nun stell dir vor, es gäbe keine großen monolithischen Applikationen, sondern all diese Module wären frei kombinierbar. Und Dokumente wären durch Widgets hindurchpipebar, mit Werkzeugen veränderbar, mit Eigenschaften anpassbar, und in Viewern anzeigbar. Und Werkzeuge und Widgets wären auch wieder Dokumente, die wieder anpassbar wären. Alles grafisch. Und alles vollständig effizient mit der Tastatur (und wenn nötig der Maus) bedienbar. Mit immer verfügbarem XPath für Auswahlen und Cursor.

    DAS ist die Power der Shell. Dort geht das alles, nur ohne Grafik.
    Und deswegen ist die Shell unersetzlich für Leute, die ihren Computer wirklich benutzen. Zumindest bis sie grafisch wird.

    Naja. Ich kann verstehen, dass Leute die ihren Computer noch nie wirklich benutzt haben, und die Kraft hinter der Fähigkeit nicht kennen, denken das wär so OK mit aktuellen GUIs. Traurig. :(

    Ich werde derweil immer noch gerne Einzeiler schnell auf einen Shortcut legen, später was erweitern, und so langsam das System immer mehr auf mich anpassen, abstrahieren und automatisieren. :)

    Gefällt mir

    • bla, bla, blub

      Gefällt mir

    • 100 % Ack.

      Wenn man tatsächlich mit seinem Rechner arbeitet ist nichts effektiver als durchautomatisierte Prozesse. Diese wachsen über Jahre und ein Neueinsteiger versteht nur noch Bahnhof wenn er von einem alten Hasen mal gezeigt bekommt „wie es geht“ ;-)

      Beispiel numerische Simulation:
      Eingabedaten aufbereiten, Formate umwandeln, Rechenprozess anschieben, Ergebnisse umwandeln, Ergebnisse analysieren, bewerten und graphisch aufbereiten.
      Nur der letzte all dieser Schritte profitiert wirklich von einer graphischen Schnittstelle. Der Rest lässt sich mit prozessoptimierten Shell Kommandos deutlich effektiver lösen.

      Wenn man den Rechner nur nimmt um Tipp-Ex zu sparen oder als Rechenhilfe für Bilanztabellen, dann kann man auch mit einer rein graphischen Schnittstelle arbeiten. Die eigentliche Arbeit findet immer noch im Kopf oder auf dem Schreibtisch statt, der Rechner ist nur ein Hilfsmittel.

      Gefällt mir

  3. Das Schöne an Linux ist ja:
    Jeder hat die freie Wahl, wie er/sie es einsetzen will.

    Ich habe mich schon lange von Ubuntu verabschiedet.

    Meine Bedürfnisse sind etwas spezieller. Mit fvwm, xterm, vim und nedit kann ich schon mal arbeiten. Der Rest kommt im Laufe der Zeit hinzu.

    Wer weiss was er will und weiss wie es funktioniert nimmt Gentoo, Arch, *BSD, …

    Wer weiss was er will und sich nicht die Bohne interessiert wie es funktioniert nimmt MacOS.

    Der Rest nimmt Windows, *Ubuntu, Suse, Fedora, …

    Gefällt mir


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Kommentar schreiben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.