Oralsex ist der neue Gutenachtkuss

090531sharleneazamEine Dokumentation der kanadischen Journalistin und Filmemacherin Sharlene Azam (pic) verstört gerade Nordamerika. Sie interviewte viele Teenage Girls über deren Sexualleben, und hörte lauter Dinge, von welchen typische Eltern nichts wissen. Und auch nicht wissen wollen. Nach insgesamt vier Jahren Recherche fasste sie zusammen: „Oralsex ist der neue Gutenachtkuss“, und „Prostition ist ganz normal“.

Mädels ab 11 Jahren verdienen sich ein Taschengeld dazu, indem sie mal eben auf einer Party strippen oder mit einem Typen Sex haben. Das sind aber nicht etwa arme Geschöpfe aus zerrütteten Familien, sondern die heranwachsenden Schönheiten aus der Mitte unserer Gesellschaft. Die Girls finden gar nichts besonderes dabei: „Wenn ich mit denen ins Bett gehe, weil sie gut aussehn, kann ich genauso gut auch Geld nehmen, oder?“

Übereinstimmend bestätigten die Teenies, sie würden niemals, niemals mit ihren Eltern über all das reden.

Sieht so aus, als würde sich unsere Gesellschaft weiterentwickeln, und immer jüngere Menschen ihr Privatleben selbst bestimmen. Und das ist nicht nur in Nordamerika so. Im freizügigeren Europa um so mehr. Wetten? (via abc)

11 Gedanken zu „Oralsex ist der neue Gutenachtkuss

  1. sorry dich entäuschen zu müssen aber. . . .

    . . . . das hat alles recht wenig mit einem „selbstbestimmten leben“ zu tun. eher ist es ausdruck einer (hauptsächlich durch private medien) ver-sexualisierten, neoliberal-verseuchten, totalitär-kapitlistischen gesellschaftsform in der alles und jedes zu einer bloßen ware degradiert bzw. zu einem gegenstand mit tauschobjekt-charakter de-klassifiziert wurde/wird! quasi einer gesellschafft in der menschen zu bloßen gegenständen des beliebigen gebrauchs stilisiert werden und deren wert sich alleine (und ausschließlich nur noch) dadurch bemisst für welch etwaige summe sie sich zu verkaufen bereit sind!

    im prinzip können wir dann gleich alle ethischen und moralischen werte komplett abschaffen und zB. kinderprostitution legalisieren. denn kinder (wie alles andere und alle anderen auch) sind ja nur noch geldwerte gegenstände. egal ob 18, 14, 11 oder 5 etc.! auch offen praktizierte und legalisierte sklaverei und leibeigenschaft wäre nun wieder möglich – und letzenendes auch solche szenarien in der man menschen für zB. geld töten und schlachten darf um zB. kannibalistische gelüste zu befriedigen. nat. nur sofern der sich selbst anbietende damit einverstanden erklärt (um zB. seine familie (weil sehr arm) finanziell zu unterstützen).

    ist das evtl. die gesellschaft der „selbstbestimmten“ welche dir so vorschwebt? na dann . . . .prost!

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  2. Meiner Meinung nach ist das auch kein erstrebenswerter Gesellschaftszustand. Denn ich denke gerade diese würdelosen, dummen und primitiven „Menschen“ (eher Affen menschlicher Gestalt) sind die Zustimmer der immer stärkeren Freiheitsberaubung. (Sie würden ja sich selbst für paar Euro verkaufen, also würden sie jeden Anderen sogar umsonst ausliefern!)

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  3. Ich kann mich meinen Vorrednern da nur anschließen – sowas kann man wohl kaum für erstrebenswert erachten. Natürlich ist das genaue Gegenteil auch nicht gerade der Weisheit letzter Schluß, aber sowas…neee, danke.

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  4. Ach wisst ihr: Es geht nicht darum, ob wir das gut finden. Es geht auch nicht darum, wie weit wir uns von der bourgeoisen Scheinmoral abgrenzen. Die oben beschriebenen Verhältnisse sind real, und wir sollten damit klarkommen. Ich bin nicht mal sicher, ob ich es verurteilen müsste, wenn eine 14jährige Schnitte von ihrem 15jährigen Verehrer Geld für nen Fick nimmt. Oder sich ne Hausarbeit schreiben lässt (wie im Quellenartikel beschrieben). Sex *ist* heute eine Ware. Nur aus der Sexindustrie sollte man die Kleinen raushalten. Von der kapitalistischen Werbewelt der Schein-Werte können wir die Teens dagegen nicht trennen. Und ein Sensationsartikel wie der im Stern bringt niemanden weiter.

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  5. Also kann man davon ausgehen das Du damit einverstanden waerst wenn Deine 11 jaehrige Tochter mit Typen fuer Geld schlaeft?
    Das dies nun die Realitaet sein soll schoen und gut aber deswegen ihr auch noch applaudieren oder wegschauen? Ist das jetzt die neue Generation in der jedem alles Scheiss Egal zu sein hat und jeder selbst Erfahrungen auf die harte Tour machen soll? Hausarbeiten abschreiben mit Sex gleichsetzen ist dann doch noch nen Stueck haerter.

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  6. Wir haben damals unseren Eltern auch bei weitem nicht alles erzählt. ;-)

    Das eigentliche Problem ist, dass die Jugendlichen heute zwangsläufig auf die harte Tour aufgeklärt werden. Wenn (/falls) die Eltern daran denken mit ihren Sprösslingen über Sex zu reden ist es meist zu spät.

    Über die Medien, Gespräche auf dem Schulhof, … werden unsere Kinder heute deutlich früher „aufgeklärt“ als zu unserer Zeit. Das Wissen zumindest der Gleichaltrigen beschränkt sich aber meist auf Beobachtungen von komerziellen Produktionen wo nur der mechanische Akt dargestellt wird.

    Die Verbindung Sex/Gefühl/Beziehung kann sich bei dieser Art der Aufklärung nur schwerlich entwickeln.

    Aber versucht mal den Eltern klar zu machen, dass sie ihre Erstklässler aufklären sollen weil sie auf dem Handy eines Schulkameraden schon Hardcore zu sehen bekommen könnten.

    Wieder mal muss ich mein Plädoyer für mehr „Medienkompetenz“ erneuern. Kinder die ohne Eltern unterwegs sind – im Internet oder im Realen Leben – sollten mit dem umgehen können was ihnen begegnet. Heutzutage also auch Sex und Gewaltvideos.

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