Big Music denkt über Aufführungs-Gebühren auf Klingeltöne nach

090622mobilephoneDie US-Verwertungsgesellschaft ASCAP denkt schon mal vor: Klingeltöne seien ja zumeist an irgendwelche Songs angelehnt, deswegen würden die Anbieter von Klingeltönen (also die Jambas dieser Welt) ja auch Tantiemen abführen, an die Komponisten und ihre Verlage. Aber das öffentliche Telefonklingeln sei eine Aufführung und müsse ab sofort extra bezahlt werden.

Die Idee ist übrigens Teil eines aktuell laufenden Justizkriegs der ASCAP gegen die Mobilfunkprovider.

Ja, aber, entgegnet die EFF, unkommerzielle öffentliche Wiedergabe ist extra aus dem Copyright ausgenommen, da gibt es keine Tantiemen, da darf man den Verbrauchern keine neuen Gebühren aufbrummen (Das ist auch hierzulande so.

Ja klar, winkt die ASCAP ab, das müssen ja auch die Mobilfunkanbieter bezahlen. Jetzt mal langsam: Die verdienen doch nur am Mobilfunkvertrag und am Download aufs Handy, nicht aber am Klingeln?

Da seht ihr, schreibt Mike Masnick im Techdirt Blog, so tickt der musikalisch-industrielle Komplex. Immer erfinden sie neue Gebühren, neue Rechte, die sie einfordern.

Mal ehrlich, vor 50 Jahren waren Copyright und Urheberrecht noch relativ unstressige Angelegenheiten, da waren Raubkopierer noch Konkurrenzverlage, und nicht etwa Verbraucher, die sich weigern für ein und die selben Sache immer noch mehr zu bezahlen.

( eff via techdirt) (pic flickr,cc)

3 Kommentare

  1. > …, da waren Raubkopierer noch Konkurrenzverlage, …

    Und dieses Unwort gab es auch noch nicht. Wäre auch netter, wenn du es nicht verwenden würdest, als wäre es ein Wort was eine physikalisch mögliche Bedeutung hat. ^^

    Mir ist übrigens aufgefallen, dass ich viel häufiger Kommentiere, wenn ich was zu kritisieren hab. Damit du also nicht denkst, ich würde das hier alles Mist finden, merk dir folgendes: 80% der Dinge die ich nicht Kommentiere, sind als eine Zustimmung zu bewerten, die keiner Worte bedarf. (Und 20% sind nicht interessant für mich. Aber du sollst dich ja nicht an mir orientieren. Der Blog ist da, um Orientierung zu bieten [denk ich jetzt mal], nicht um seinen Lesern nachzulaufen. :)

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    • „dass ich viel häufiger Kommentiere, wenn ich was zu kritisieren hab“ dito

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  2. Das mit dem häufer kommentieren oder überhaupt was zu machen wenn einem was nicht passt ist immer so. Das musste ich schon oft genug leuten erklrären die meinten das sie im internet über diese oder jene firma nicht gefunden hätten udn die dann wohl nicht so toll wäre.

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