Timbaland vor Gericht. Musikpiraterie?

Der US-Musikproduzent Timbaland hat wirklich ein paar coole Sachen gemacht und für eine ganze Reihe von US-Rappern die richtigen Tracks gemischt. Für das Lied „Do it“ auf der 2006er Nelly-Furtado-Scheibe hat er wohl zu tief in die Trickkiste anderer Leute gegriffen: Wie auf dem Youtube-Video oben schön demonstriert wird, ist der Track eigentlich komplett vom finnischen Pixelartisten und Computermusiker Janne Suni, und heisst „Acidjazzed Evening“.

Timbaland hat ein paar Sounds und die Stimme von Nelly drübergemischt. Die Sache ist jetzt in den USA vor Gericht.

Womöglich hat Timbaland da mehr zu sagen als: „Das stammt aus einem Videogame, Idiot!“ und „Sampling und Stehlen sind zwei verschiedene Sachen. Stehlen ist, wenn ich in dein Haus gehe, dir dabei zusehe, wie du’s komponierst, deine Daten nehme, nach Hause gehe und Nelly erzähle, hey, ich hab da einen tolle Song für dich. Sampling ist, wenn du irgendwo was hörst, und du samplest es. Vielleicht weisst du nicht, von wem es ist, weil da keine Credits dabei standen“ (Radio-Interview unten).

Ah, so einfach ist das. Merke: Musikpiraterie ist es nur, wenn es andere tun. Timbaland wird übrigens von seinem Label Universal, dem Vorreiter im Kampf gegen Musikpiraterie unterstützt. Niemand hat Janne jemals gefragt, ob man sein Stück verwenden dürfe, niemand hat ihm irgendwelches Geld angeboten. Und da wundert sich jemand, dass junge Menschen völlig ohne Schuldbewusstsein Musik aus dem Internet herunterladen? Yarr? (music radar via bbgadgets)

10 Kommentare

  1. Erstes Video geht nicht, ungültige Parameter.

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    • bei mir gehts, versuchs nochmal, youtube spinnt manchmal.

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      • Jetzt ja, nachdem ich es mir über deine Quelle angeschaut habe. Davon abgesehen, Schweinerei, der Finne wird wahrscheinlich auch mit 5000$ abgespeist und klein beigeben muessen, während Timbaland genau wie im zweiten Video in einem Ledersessel sitzt und sich die Hände reibt… traurig.

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  2. Ist doch great FUCKING Timbaland, altaaaa ey! Verstehste???

    So, Spaß bei Seite.. er ist 1. Ami, 2. ist er Eigentum von Universal und 3. ist er eine riesengroße Einnahmequelle für die unter 2. genannte Firma.. und warum? Richtig, weil debile Idioten, die keine Ahnung von GUTER, ANSPRUCHSVOLLER Musik haben, diese Tonträger kaufen ;) Und weil es von diesen debilen Idioten leider Gottes Millionen auf diesem diesen extrem bizarren, aber unterhaltsamen Planeten gibt, darf Timbaland altaaaaa ey! kein Verbrecher sein und wird es auch nicht sein, da Universal dadurch seine letzten 100 Euro Einnahmen pro Monat verlieren würde..

    Ihr wisst ja, 99% ihres Umsatzes haben sie ja wegen der bösen Raubmordkopierer verloren.. ach, diese miesen P2P-Schweine, steckt sie endlich in KZs *mit dem finger droh*!

    Achso, da war noch dieser Niemand aus Nirgendwo.. aaach, der ist unwichtig, der hat keine Kohle und ist nicht bekannt.. und merke: Recht =/= Gerechtigkeit, Recht=Geld Alles klar :> ?

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  3. Ich sag’s ja immer wieder: Alles ausserhalb vom Faustrecht* ist reine Theorie, und hat in der Praxis keine Bedeutung.

    * Enthält auch „Geldrecht“.

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  4. da stimme ich BAReFOOt zu alles nur utopie hat mit der realität nix zu tun

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  5. hey Janne, don’t go ta court – do it it like da crips & bloods, o‘ any otha descent back-street mobster: smoke da son of a mutthafuckin‘ biatch nigga. . . incl. his fuckin‘ lawers – an‘ all da goddamn mutthafuckin‘ homo company execs behind his ass!
    ;-)

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  6. ich habe von timbaland noch nie viel gehalten und diese aktion bestätigt es
    vor allem aber
    hey hip hop und rap sind nur geklaute samples und pattern die zusammen gemischt werden

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  7. Früher hätte jeder A&R Timbaland als ne Null verrissen, der untighte Songs mit flam-Drums zusammenorgelt. Nur weil er’s jetzt an ner Millionen-Dollar SSL Mischkonsole macht, finden’s die Amis plötzlich arschgeil. Ami’s halt.

    Und was soll eigentlich der Spruch im Interview? Sampling is wenn ich was nehme, wo keine Credits beistehen.

    Aha, also ist Sampling erlaubtes Stehlen, weil keine Credits mit dabei. Weil man zu faul für ne Recherche war. Oder mal Shazam zur Song Identifikation zu starten. Hoffentlich pinkelt der oberste Court ihm dafür mal richtig ans Bein. Aber da er ja reich ist, wird’s mit nem Vergleich enden, wo Janne am Ende wohl auch noch seine Schuld anerkennen muss – für einen entsprechenden Betrag zumindest…

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  8. Ausserdem sagt er „walk in your house, take your ProTools“, das wäre ja noch physischer Klau… nicht nur etwas „abhören“ und es zu Hause nachbauen…

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