Moby: Verkaufen durch Verschenken

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Piraterie, der wichtigste Wirtschaftsfaktor des 21sten Jahrhunderts. Oder, in einfacheren Worten, die Aufmerksamkeitsökonomie funktioniert, wie wir an diesem Beispiel sehen. Der Musiker Moby verkauft sein neues Album auf iTunes wie geschnitten Brot, vor allem den Track „shot in the back of the head“.

Nur Michael Jackson verkauft zur Zeit mehr, hat aber nichts mehr davon.

Und jetzt die Pointe: Moby hat vor 2 Monaten den Song „shot in the back of the head“ zum kostenlosen Download freigegeben. Man kann das Stück nach wie vor umsonst haben (legal, falls jetzt einer blöd fragt). Obwohl der Song umsonst ist, verkauft er sich am besten?

Falsch. Weil. Weil er umsonst ist.

Sorry Leute, aber das Industriezeitalter ist vorbei, um mit ihm der Verkauf von abgepackten, massengefertigten Kulturdatenträgern. Das war gestern.

Heute ist das Informationszeitalter, in dem völlig andere Regeln gelten. Egal, ob man sie versteht oder nicht. Wer sie nicht versteht, kippt eben aus dem Wirtschaftskreislauf raus. Heute gilt: Leute bezahlen Geld für etwas, das ihnen ein gutes Gefühl gibt. Zum Beispiel, wenn sie es für bekannt halten. Und sei es deswegen, weil alle ihre Freunde diesen einen Moby-Song auf ihren MP3-Playern haben. Und weiterhin noch viel Spass mit der Gegenwart.

( via hypebot) (pic youtube)

3 Kommentare

  1. Gutes Album von Moby, kann ich selber nur empfehlen (kann man übrigens nicht nur bei Itunes als MP3 kaufen, auch bei der Amazone z.B.)!

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  2. Erinnert sich noch jemand an Audiogalaxy?

    Da habe ich so manchen guten Vorschlag bekommen, was mir noch gefallen könnte. Ich schätze mal dass ich etwa 90% meines Wissens über Bands nur habe, weil ich einen Vorschlag von Audiogalaxy gehört und mich weitergehend informiert habe. Resultat: >800 Original CDs

    Aber Filesharing ist ja böse und der Dienst wurde eingestellt. Nicht lange danach habe ich dann auch aufgehört neue Scheiben zu kaufen. Wegen der fehlenden Möglichkeit, mich vorher eingehend mit der Musik (nicht nur mit einer Rezension von irgendwelchen Möchtegernkritikern) zu befassen

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    • amazon gibt einem (natürlich in eigenem interesse) empfehlungen basierend auf dingen die man gekauft hat. da ich meine cds gerne bei amazon kaufe, habe ich schon einige – für mich gute – „entdeckungen“ gemacht …

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