Google Chrome OS – Gimmick oder Windows-Killer?

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Aha. Gestern Nacht veröffentlichten die Google-Ober-Manager ( wie Sundar Pichai, VP Product Management and Linus Upson, Engineering Director) die Nachricht, dass schon Ende 09 der Source Code für das kommende Google Betriebssystem und in der ersten Hälfte 2010 Netbooks mit Google Chrome OS verfügbar werden.

Zunächst, schreiben die Google-Männer, soll es auf Netbooks laufen. Und morgen die ganze Welt?

Untendrin ist natürlich ein Linux-Kernel, wie bei Android, und drüber dann eine möglichst schlanke, schnelle Plattform mit möglichst wenig Eigenschaften. Klar, Anwendungen laufen ja heutzutage im Browser, nicht wahr? Chromeos (so könnte man es auch schreiben) läuft vom Start weg sowohl auf x86 ( a.k.a. „normale“ PC-Prozessoren) als auch auf ARM ( a.k.a. Smartphone-Chips) und die Apps dafür sollen auch parallel auf Windows, Linux Mac OS X funktionieren. Und die Open Source Community soll sich bitte engagieren.

Ja, natürlich ist das eine grosse Sache. Grösser als Android, grösser als Ubuntu, grösser als OS X. Und selbst wenn sich die Marktanteile auf mittlere Sicht in Grenzen halten, wird Microsoft trotzdem von Stund‘ an in Todesangst leben, weil Google seiner Marktmacht wegen in der Lage ist, eine echte Konkurrenzsituation für Windows zu schaffen.

Das wird, sehr, sehr spannend.

( googleblog)

Siehe auch 11tech: Microsoft, du musst nun sterben!

12 Kommentare

  1. ich sage nur SPIELE!

    laufen die SPIELE (am besten absolut fehlerfrei, in höchster auflösung und flutschigbunt ) – dann läuft der rest von ganz alleine. . . .

    . . . . und die von MS? die müssten sich so warm anziehen als ob sie in der antarktis statt in redmond zuhause wären!

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    • Ja, Spiele. Damit steht und fällt alles. Notfalls pumpt Google ein paar Mio. ins Wine-Project, dann klappt das auch.

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    • GENAU das wollte ich auch gerade sagen. Wenn die Spiele laufen, … dann vielleicht noch ein paar Adobe- und Steinberg-Produkte (VST!), dann hält Linux definitiv nichts mehr.

      Denn nebenbei läuft der Kram ja dann auch auf meiner Linux-Kiste.

      Ich frage mich nur was die UI sein soll. Nur ein Browser? Auf X? Ich meine machbar ist das. Aber ich will ja irgenwie auch noch was sinnvolles machen können, was direkt an die Hardware geht. (Was also im Browser ein Plugin bräuchte.)

      Irgendwie klingt das ganze sehr das dem „Inner Platform Antipattern“ (Sucht mal bei thedailywtf.com und bei Wikipedia danach. Wenn, da dann sage ich nur: Epic Fail!)

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    • Nur das Google sicherlich keine Alternative zu DirectX programmieren und fördern wird. Ich gehe davon aus das man sich mit Chrome offensiv einen 3D Standard für Browser durchsetzen wird. Damit liefen dann alle Casual Games. Das, und Office, Mail und Internettauglichkeit reichen 90% aller User.

      Wer richtig spielen will kann dann eine Konsole kaufen.
      Denn ein zweiter 3D Standard neben DirectX ist realitätsfern. Kein Hersteller wird darauf optimieren wollen. Das wäre sozusagen eine Plattform mehr, nur dass man keine neue Käuferschicht damit ansprechen würde.

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  2. Windows oder Chrome OS? The Evil Empire oder The Kraken Of The Web? Pest oder Cholera?

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    • die frage ist eigentlich sehr einfach zu beantworten (bis jetzt ist! denn was in zukunft sein wird steht ja noch in den sternen. . . .)

      – DENN –

      von den beiden genannten firmen, ist nur die eine firma nachweislich bestens dafür bekannt das sie ihre monopolartige stellung im markt fast permanent und (trotz 100derter rechtskräftiger verurteilungen und urteile in X ländern der welt) immer wieder aufs neue (und in der vergangenheit schon teilweise auf höchstkriminelle art und weise) missbraucht.

      diese schäbige, allseits bekannte firma, heißt aber nicht GOOGLE!

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  3. Das schöne ist, dass man sich dann eine entschlackte Community-Version, ohne Datenkrake, laden werden kann. Zumindest dann, wenn es nicht nur OSS wird, sondern ebenso noch frei.

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  4. Ich denke, das mit den SPielen wird sich so langsam selber regeln – da inzwischen die ersten First Person Shooter im Browser kommen. Sobald dieses Konzept mit Nachdruck verfolgt wird (und für Chromeos wäre das doch eigentlich ziemlich passend, oder?), werden Spiele wieder Plattformunabhängiger. Und ohne den PC als Spieleplattform hat M$ den meisten Menschen wirklich nix mehr zu bieten…

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  5. hm, Doom 4 in einer Flash-Version ???
    Na denn… es muss software in guter Auswahl zu kaufen und einfach zu installieren sein.
    Da hängt die Messlatte und dessen Meister ist noch M$.
    Wenn das jemand kippt wäre es schön, aber ohne dem….

    Einziges sinvolle wäre dann in den Nieschen zu suchen.. eben wie die Netbooks.. damit kann man eh nichts anfangen ausser im Café auf 11k2 (o.ä.) zu surfen.

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  6. Viel Neues wird das OS sicherlich nicht bringen, vielleicht optisch, da ja direkt ein neuer Windowmanager dafür angekündigt worden ist.
    Es wird aber sicherlich bei einem X Window System bleiben, so wird man davon ausgehen können, dass die etablierten Programme für Linux-Systeme auch dort ausführbar sein werden.
    Google wird auch versuchen, hier sein Konzept vom „Internet-OS“ in die erste Praxis umzusetzen, wahrscheinlich mit integrierten Google-Services im Desktop und ähnlichem.
    Fraglich ist natürlich, ob das OS dann auch wieder jede Menge Datensammler integriert hat, wie Chrome. Nun gut, da es quelloffen sein soll, gibt es mit Sicherheit später einen entkernten Ableger.
    Mit den Spielen ist das so eine Sache. MS hat hier mit DX momentan absolut die Oberhand und ist mit der Kompatibilität zur XBox ganz gut abgesichert. Zumal OpenGL 3 wohl zurzeit auch nicht wirklich dageben ansticken kann, so wie ich gelesen habe.
    Bei browserbasierten Spielen bin ich eher skeptisch, allerdings ist die Sache in Bezug grafisch anspruchsvollere Spiele noch recht neu und nicht ausgreift, um da wirklich zu mutmaßen. Die Frage ist ja auch, ob der Browser wirklich die Platform dafür ist.
    Aber so betrachtet ist das Google OS erstmal auch nur ein Linux und eher vergleichbar mit Ubuntu.

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  7. Soweit ich das mitgekriegt habe sprach die Veröffentlichung explizit davon, dass eben [u]kein[/u] X als graphische Oberfläche verwendet werden soll. Also laufen aufch keine graphischen Linux Anwendungen auf dem Teil und die Anwendungen für ChromeOS laufen erst mal nicht auf Linux.

    Die technische Ausführung ist noch sehr vage, um es freundlich auszudrücken. Es liegt aber nahe, dass die Oberfläche mit XML (oder ähnlichem) definiert und direkt von der Browserengine dargestellt wird. In einer angepassten Version von Chrome ließen sich diese Anwendungen dann warhscheinlich auch ausführen.

    Sicher ist bisher nur, dass sich dieses OS gezielt an „Netizen“s richten wird. Also Leute, die die meisten ihrer Aktivitäten mit dem Rechner im Netz zubringen. Da man mit den Netbooks ohnehin sinvoll kaum etwas anderes tun kann ist das auch genau die richtige Plattform für den Einstieg. Ob sich das Konzept für den Desktop eignet ist wieder eine ganz andere Frage.

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  8. […] 11k2 über Google Chrome […]

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