Zukunft des RTS-Gaming: Touchscreens

Auf dem Video (unten noch die Promoversion) sind ein paar Spielszenen des kommenden RTS RUSE vom Developerstudio Eugen Systems und Distributor Ubisoft zu sehen. Das Besondere: Es ist ein Touchscreen, der hier wunderbar Maus und Keyboard ersetzen kann.

Das Game selbst gehört klar zum Sub-Genre Real-Time-Strategy, bei dem Gruppen von Einheiten (Flugzeuge, Panzer, Schiffe) durch Mausklicks durch die Gegend dirigiert werden. Also wie Schach, nur mit mehr verschiedenen Spielfiguren, einer weniger abstrahierten Landschaft und ohne abwechselndes Ziehen. Statt dessen spielen alle Beteiligten munter durcheinander, was dem RTS einen gewissen hektischen Reiz gibt.

RUSE spielt in einem Weltkrieg-2-Szenario und legt gesteigerten Wert auf Tarnen und Täuschen, etwa das Aufstellen von Papp-Panzern oder Gummi-Flugzeugen, um den Feind über die eigene Strategie im Unklaren zu lassen. Die hier verwendete Grafikengine bzw. die Funktion Iriszoom lässt zwischen lokaler 3D-Vogelperspektive und „nationalem“ Überblick hin-und-her scrollen.

Ob der Touchscreen, hier ein System von IntuiLab, in absehbarer Zeit wirklich das Gaming-Erlebnis bereichern kann, hängt wohl davon ab, ob Touchscreens in dieser Grösse demnächst bezahlbar und auch für andere Dinge nutzbar werden. Es kann sich hier also um eine ziemlich ferne Zukunft handeln.

Beim Anschauen der verschiedenen RUSE-Videos fällt mir auf, dass hier ein Spielkonzept nahezu verwirklicht wird, das ich vor ziemlich langer Zeit in der Scifi-Shortstory „Wargames“ von Christopher Anvil beschrieben fand (Erstveröffentlichung 1963). Darin geht es um einen Computer, der ein RTS zwischen zwei Spielerteams auf einem viele Quadratmeter grossen Tisch-Display ausführt. Und das so komplex, dass das System schliesslich zur Lösung eines internationalen Konflikts bzw. zum virtuellen Führen eines lokalen Stellvertreterkriegs eingesetzt wird.

In diesem Sinn wünsche ich mir für RUSE 2 dann nicht nur Technikbaum mit bisher angekündigten 200 Einheiten-Typen, sondern auch eine Industrie- und Transport-Sektion. ( via ohgizmo)

3 Kommentare

  1. Auf den ersten Blick Nett. Auf den zweiten (derzeit) unbezahlbar, da nicht nur Touch sondern Multitouch verwendet wird, ebenso negativ hervorzuheben ist dass der Proband aka Gamer die ganze Zeit stehen muss.

    …und die Spieler mit Maus sind vermutlich schneller. Ohne Mausunterstützung wär natürlich der Absatz zu gering :))

    Ich find die Richtung die Grand Theft Auto: Chinatown Wars bei der Nintendo DS geht sehr gelungen.

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  2. btw ich spiel über Touch immer Master of Orion 2. Ist ganz geil denn tippen brauch man da nämlich nix (wenn man die Standardplanetennamen lässt). Das kleine 12 Zoll Display meines Thinkpads lässt es auch net zu pixelig ausschauen. Macht sehr viel Fun im Zug :D

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  3. Die Touchscreen-Lösungen werden m.M. nach ihr Nischendasein beibehalten.
    Eine entspannte Nutzung auf Dauer wäre für mich persönlich nur mit folgender Vorgabe möglich:
    – Bildschirm mit einer Auflösung von mind. 1280*768
    – Multitouchfähig
    – Tageslichttauglich
    – Kabellos
    – Gewicht um 1kg

    – oder das Ganze etwas größer und in den Tisch eingelassen, abwinkelbar.

    Hab schon viele Formate ausprobiert und das Richtige scheint es noch nicht zu geben.

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