Wiesbaden: 1000 Euro Copyright-Betrug

090807bestof70sEine Familie aus Wiesbaden räumte ihren Dachboden aus und vertickte die dort aufgefundenen „Schätze“ auf Ebay, so auch eine CD „Best of Seventies“ (Das Bild zeigt ein Beispiel, nicht unbedingt die CD, um die es hier geht). Das erfuhr die Anwaltskanzlei Poser aus Hamburg und schickte eine Klageandrohung. Man vertrete anwaltlich die Bands „Rubettes“ und „The Sweet“, und deren Songs hätten sich unter anderem auf der fraglichen CD befunden; das macht bitteschön 15.000 Euro.

Ein eigener Anwalt handelte die Forderung auf 1000 Euro herunter. Jetzt hat Oldie-Sammlerin Gabriele Herrmann keine Lust mehr auf Ebay, auch wenn es bisher keine solchen Probleme gab.

Die offenen Frage: Wie wird der Bürger gegen solche Urheberrechtsfallen geschützt? Gar nicht? Ganz unabhängig davon, ob die CD ein Original oder eine Fälschung war: Woher soll der Käufer das wissen? Hier ist eine Anpassung des Urheberrechtsgesetzes nötig.

Oder ist es wirklich heute schon so, dass dieses Gesetz nur noch den Rechteverwertern dient, aber nicht mehr Urhebern und Verbrauchern?

( via wiesbadener-tagblatt) (pic)

15 Gedanken zu “Wiesbaden: 1000 Euro Copyright-Betrug

  1. bei mir könnte sich der bearbeitende anwalt aussuchen welche gabelung seines weiteren lebensweges er/sie beschreiten möchte:

    TOR 1: ein unbeschadetes und fröhliches weiterleben. . .

    . . .ooooooooder. . .

    Tor 2: ob er/sie es evtl. auf die überprüfung einer theorie ankommen lassen möchte ob es, so wie es von vielen religionen versprochen wird, tatsächlich ein weiterleben nach dem physischem ableben gibt!

    ;-)

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  2. Verstehe garnicht auf was man da klagt, wenn man den künstlern soviel geben sollte wie sie beim normalen verkauf der scheibe von ihrem label bekommen hätten würde ich die paar cent dennen sogar noch per einschreiben schicken, und alles andere ist ja wohl quatsch wenns ne originale war, den die herstellung vertrieb und so ist ja schon bezahlt worden!

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  3. Wie ist es rechtlich möglich Geld einzuklagen weil eine gebrauchte CD verkauft wird?! Die genannten Bands haben doch sicherlich bei Erscheinen der CD vertraglich zugestimmt, dass ihre Lieder darauf gepresst werden dürfen. Diese Diplomerpressung wie ich die Forderungen von studierten Anwälten gerne nenne sind wirklich ein Affront gegen die Rechtsstaatlichkeit.

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    1. ich verstehe es auch nicht. worauf wurden die verklagt? auf unerlaubtes cd weiterverkaufen? was kommt als nächstes, anwälte auf flohmärkten …

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  4. als PS fan der allerersten stunde kann ich dazu nur sagen. . .

    A) verzichten lernen. . .

    . . .und (noch wichtiger). . .

    B) verbraucher-rückgrat zeigen!

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      1. @krake

        genau da hätte es ja auch stehen sollen (bzw. steht es jetzt auch korrekterweise)!

        TJA, dass ist das phänomen der multible geöffneten tabs! da kann es dann schon mal schnell zu solch einer verwechselung kommen.

        schade, leider kann man hier ja nichts korrigieren oder, bzw. in diesem fall, löschen.

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