Volksabstimmung: Abschaffung der Ehe-Scheidung

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US-Bürger John Marcotte (siehe pic) sammelt derzeit Unterstützung für einen Volksentscheid im Bundesstaat Kalifornien. Er möchte ein Gesetz erwirken, das die Scheidung abschafft: Wenn heiraten, dann für immer (Ausnahmen wie Gewalt oder Unzurechnungsfähigkeit sollen bestehen bleiben).

Die Forderung führt John auf seinen christlichen Hintergrund zurück, er sei Katholik, sagt er. Er lädt ausdrücklich auch Homosexuelle dazu ein, seine Initiative zu unterstützen; die Schrift verdamme die Scheidung, sagt John, nicht aber die Ehe unter Gleichgeschlechtlichen.

Niemand weiss, was dieser Mann wirklich denkt; ob er also ein fundamentalistischer Kathole ist, oder einfach jemand, der das politische System aufmischen will. Denkanstösse gibt das auf jeden Fall.

( cockeyed via boingboing)

5 Kommentare

  1. Is doch einfach: Dann wird halt nicht mehr geheiratet. Ich meine es ist eh nur eine Einbildung. Sich einen Ring an den Finger zu stecken und eine komische Zeremonie abzuhalten, ändert physikalisch *garnix*.
    Alles Bullshit, der aus der Erkrankung namens „Religion“ hervorging. Einer der schlimmsten Seuchen aller Zeiten. Die schwarze Pest kann einpacken dagegen. Auch von der Zahl der Toten her.

    Ich kann auch so sagen dass ich treu bin. Und ich kann auch so zu meinem Wort stehen. Ich finde sogar, man muss schon ziemlich erbärmlich sein, um dazu eine fette Zeremonie und Regeln zu brauchen. (Also um glaubwürdig zu „werden“.)
    Man entscheidet sich halt „OK, wir wollen Kinder, und dann müssen wir auch dann zusammenbleiben und uns zusammenreissen, wenn es nicht mehr so läuft. Sonst werden die Kinder nix, und alles wäre umsonst gewesen.“ Is doch einfach.

    Echt schade dass dass heutzutage keiner mehr hinkriegt. (Die Kids. Der Rest ist egal.) Aber das liegt nicht an irgendwelchen Eheregeln. Und nur ein religionserkrankter Spinner könnte darauf kommen, dass das eine Lösung wäre.
    Was wir brauchen ist wieder mehr soziale Bildung. Miteinander zurechtkommen lernen. So wie vor 10000 Jahren am Dorfbrunnen und in der Großfamilie. (Aber halt auf eine gute Art modernisiert.)
    Es ist echt komisch, dass Sozialbildung in der Schule noch immer kein Hauptfach ab der 1. Klasse ist. Und Erziehung ab der 9. Klasse.

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    • @BAReFOOt

      „großfamilien“ waren noch vor weniger als 125 jahren der allgemeingültige und praktizierte standard – und nicht (wie heutzutage üblich) die absolute ausnahme! und das quer durch alle schichten hindurch – OB ARM (u.a. oft auch aus notwendigkeit heraus – sprich: altersvorsorge (aber ebenso wie angehörige höher-stehender schichten, wegen besitzstandwahrung und vermehrung desselben) – OB REICH (hier aber hauptsächlich nur aus besitzstandwahrung und vermehrung desselben (und gesellschaftlicher zwänge) heraus).

      überhaupt war in früheren tagen die ehe idR. mehr als „wirtschaftsinteressengemeinschaft“ anzusehen denn als gefühls-bande (die es nat. auch gab, welche aber eher als die ausnahmen zur regel anzusehen sind).

      abgesehen davon war eine heirat unter stand vor mitte bis ende des 19ten jahrhunderts unmöglich, und für die einfachere bevölkerung ohne irgendein ein(aus)kommen sowieso so gut wie undenkbar.

      die sachlage vor 10 000 jahren wird so ziemlich die gleiche gewesen sein wie vor 100 000 jahren und wie sie huete noch ist bei den wenigen übrig-gebliebenen urzeit-nah lebenden völkern (und wie es im prinzip auch noch in unseren sog. „modernen“ gesellschaften eigentlich immer noch üblich ist) :

      NIX (oder nix genug) BÄRENFELLE (auf der hohen kannte) -> NIX BUMSEN! (oder nur sehr wenig bumsen)

      VIELE BÄRENFELLE (auf der hohen kannte) -> VIEL BUMSEN!

      SEHR viele BÄRENFELLE (auf der hohen kannte) -> SEHR VIEL BUMSEN!

      bei dem typen da oben wirds eher so sein: hat NIX, ist NIX, wird NIX – UND – sieht obendrein und noch dazu total scheiße aus.

      dem werden wohl die weiber immer abhauen – und jetzt labert er sich auf seinen „glauben“ raus damit ER – per gesetz – SIE, sollte so ein dreck tatsächlich einmal durchkommen, festnageln kann.

      hatten wir doch schon einmal – ganz früher nämlich: SCHEIDUNG? (fast) absolut unmöglich (und auch kaum denkbar) außer aus den von ihm schon genannten gründen. wobei aber eine frau im allgemienen eher nur dann eine scheidung durchbrachte wenn ihr mann zB. mit gleichgeschlechtlichen (oder tieren) unzucht trieb als dann wenn ER sie jeden zweiten tag grün, blau und blutig schlug (und die kinder gleich mit dazu)!

      und genau so einer wird der obige knabe sein. weil er keine „halten“ kann die freiwillig bei ihm bleibt (nicht das ich behaupten möchte er schlage frauen, NÖ NÖ, aber wie jeder weiß kann man seine partner/in(nen) auch ganz anders vertreiben) – so soll/muss nun ein gesetz her damit das für ihn sichergestellt/geregelt werden kann damit ihm endlich eine mal pappen bleibt!

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  2. zum Thema Großfamilien:
    Sicherlich hat sie einige Vorteile, und in ihrer Idealen(!) Form ist selbige bestimmt ein interessantes Konstrukt.
    Leider ist diese Idealform wohl auch vor 125Jahren kaum zu finden gewesen.
    Selbst wenn:
    Gehen die Harmonie und die anderen Vorzüge hand in hand mit ihren Nachteilen, allen voran die unterwerfung des einzelnen unter die interessen der Gruppe oder ihres (damals meist patriarchaischen) Oberhauptes. Individuelle Interessen werden da klein geschrieben.

    Das alles wohl gemerkt in einer idealen Form von Großfamilie.
    In der Realität gibt es da dann noch Dinge wie Unterdrückung, Gewalt, vermehrte Auseinandersetzungen oder sexuelle inzestöse Übergriffe – für all dies gibt es genug Beispiele.

    Auch die oft gepriesene Klein-Dorfgemeinschaft ist nur für Menschen zu empfehlen die sich gern ein und unterordnen, ich habe schon so manche horror-geschichte in meinem Umfeld vernommen von Mobbing, Ächtung kurzum „nazikomunistischem“ Verhalten in solchen Idyllischen Kleindörfern gerade bzgl. zugezogener aber auch sontiger geringster „Abweichler“

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  3. 1.
    Solche Christlichen Taliban gibt es hier leider auch.
    Glücklicherweise hört denen keiner zu.

    2.
    Ich stelle gerade fest, das ich bei so mörderlangen Kommentaren zum drüberscrollen neige, obwohl mich der Inhalt eigendlich interessiert.

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  4. Angenommen, das setzt sich durch, wen hindert es daran, dann eine „Hochzeit“ zu feiern mit allem Drum und Dran, und dann nicht zum Standesamt zu gehen? Klingt ganz schön bedeppert, aber ich finde, das ist ein Ansatz =)

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