Suchmaschinen brechen in unsere Häuser ein

Brendan Hopkins, Chef von Australiens grössten Lokalzeitungsverlag APN, erklärte auf der Pacific Area Newspaper Publishers‘ Association (PANPA) Konferenz: „Um ein Bild zu verwenden, es ist, als ob die Suchmaschinen in unsere Häuser einbrechen, den Inhalt katalogisieren, davonmarschieren und Listen von allem veröffentlichen. Und das Geld, das sie dafür bekommen, behalten sie“. Wow, Brendan. Das war aber mal polemisch formuliert! Aber er geht noch weiter: „Unser Wert wird verringert durch andere Medienunternehmen, im Internet und auf Papier, die sich mit beschränktem Aufwand aus unseren Zeitungen bedienen, unsere Ideen nehmen, die Texte unserer Journalisten umschreiben und sie irgendwie ändern, damit die Worte auf wunderbare Weise ihre eigenen werden, um das Ganze dann in einem Blog oder als Sendung zu veröffentlichen und als Journalismus zu bezeichnen“.

Und mit dieser Ansicht steht Brendan nicht alleine da. Nur: Diese Position besteht aus Lügen. Die Wahrheit: Alle Journalisten berichten und bewerten die Texte und Meldungen anderer. Und alle Verlage drucken und veröffentlichen das. Erfolgreich wird man durch Aktualität und Qualität. Oder warum sonst klicken die Leute in diesem Monat über 100.000 mal auf 11k2-Seiten? Hm, Brendan? Weil es ihnen gefällt, was sie hier sehen und lesen. Und andere Blogs verlinken wieder auf dieses, und allesamt schreiben wir keine horrenden Verluste, so wie du und dein Verlag. Warum? Weil wir Blogger keine dummen Schwätzer durchfüttern müssen, sondern etwaige Umsätze direkt an die Kreativen gehen.

Und weisst du, Brendan, was ich besonders gut finde? Ich kann hier in Ruhe meine Beiträge schreiben und dabei zuhören, wie dein unverschämtes Gejammer und Gewimmer immer leiser und leiser wird und schliesslich ganz verstummt. Dann nämlich, wenn auch du dir eine ehrliche Arbeit suchen musst.

Das Pic zeigt übrigens die Knochen eines verdursteten Känguruhs, aufgenommen von Allan Rostron und veröffentlicht unter CC-Lizenz via Flickr. Denk drüber nach, Brendan!

(dailytelegraph via techdirt)

Ein Gedanke zu “Suchmaschinen brechen in unsere Häuser ein

  1. Ich mag es irgendwie, wie du mit dem Herrn „redest“. So lehrerhaft, vielleicht sollte er mal wieder eine Schulbank drücken um auf den neusten Stand zu kommen.

    :)

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