Elfenbeinküste: 31.000 Opfer durch britischen Giftschlamm

090917elfenbeinküste

Die Öl-Handelsgesellschaft Trafigura mit Sitz in London hat überraschend erklärt, Entschädigung an 31.000 erkrankte Bürger des westafrikanischen Staates Elfenbeinküste zu bezahlen. Noch vor Tagen hatten die Anwälte der Firma Klagedrohungen an die britische Tagezeitung Guardian, die Sendeanstalt BBC sowie Journalisten in den Niederlanden und Norwegen verschickt, um die Sache zu vertuschen.

Vor drei Jahren hatten die Ölhändler eine Ladung stark schwefelbelasteten Treibstoff aus Mexiko gekauft und im Anschluss eine Reinigung der giftigen Flüssigkeit an Bord des Tankers unternommen. Mit dem Ergebnis, dass hochgiftiger Restschlamm anfiel, den sie an einen fach-unkundigen Mülldeponiebetreiber in der Hauptstadt der Elfenbeinküste, Abijan, für geringe Gebühr abgaben.

In der Folge starben hunderte Bewohner der Stadt, zehntausende zeigten Vergiftungssysmptome, der Trafigura-Skandal gilt mittlerweise als eine der grössten Giftkatastrophen der letzten Jahre.

( via guardian) ( pic pd)

Update: Koinzidenz oder Weltverschwörung? Ich war kurz vor der Tür, ein Konzert der schwedischen Indie-80s-Rev-Band „Meine Kleine Deutsche“ anschaun, und finde beim Zurückkommen das in der Email-Inbox. Macht euch selbst einen Reim drauf:

From Madam Anni and Son

My Dear

I am Anni wife of the deceased Mr Joshua Hardner who worked here in
abidjan as contractor,A year before my husbands death I had a cancer
problem which was confirmed by our faimly doctor that i will die soon.I
have an issue with him my only son Joel Hardner While he was alive, he made
a deposit $ Eight million,Please assure me to take care of my only son Joel
Hardner and his education also with the money for up keeping get back to me
for more information,

Madam Anni and Son

4 Kommentare

  1. Ich hoffe das wird richtig teuer! Nicht das die mit paar Euro wegkommen, von denen am Ende eh nix bei den Leuten ankommt :(

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  2. Das wird sicherlich nicht teuer! Sind ja „nur“ Afrikaner daran erkrankt und gestorben!

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    • Dürfte ja wohl noch unter dem Kurs eines Irakers/Afghanen liegen, oder?
      Haben die nicht 1500$ je „Kolateral-Geschädigtem“ bekommen?

      @ Fritz:
      Tippe auf Koinzidenz, begünstigt von einem zu schwachen Spam-Filter ;)

      Gefällt mir

  3. […] berichtet, den die ebenfalls britische Ölhandelsgesellschaft Trafigura vertuschen wollte (siehe 11k2). Aber die Öl-Heuschrecken gaben noch nicht auf: Sie erwirkten ein in der Geschichte Britanniens […]

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