Konsumenten müssen lernen, die Preise zu akzeptieren

091107Comcast-march

Steve Burke, Chief Operating Officer beim Weltkonzern Comcast, erklärte auf einer Konferenz der Kabel-TVBranche in Denver, Colorado: „Eine ganze Generation wächst derzeit auf, die das Copyright und die Abo-Gebühren nicht respektiert; wenn wir das nicht ändern können, wachen wir eines Tages in einem Scherbenhaufen auf“.

Danke für die Erläuterung, Steve, Copyright ist tatsächlich nur dazu da, Konzernumsätze zu garantieren. Wenn die Mediennutzer lieber Youtubevideos ankucken statt für langweiliges Kabelfernsehen zu bezahlen, nützt es nichts, ihr Verhalten ändern zu wollen. Wie wärs statt dessen mit dem goldenen Erfolgsrezept, das auch schon in anderen Branchen zu mächenhaften Umsätzen geführt hat? Ja, genau, ich meine „bessere Produkte zu besseren Preisen“.

(via techdirt)

6 Kommentare

  1. Das erinnert schwer an die Sprüche, die ein anderer älterer Sack aus der Fernsehbranche noch vor kurzem gerissen hat, von wegen der „Umsonstmentalität“ im Internet mit der bald Schluss sein würde.
    Letzterer -Mr Murdoch- dürfte an der Lektion, die er mit seinem virtuellen Glassscherbenviertel lernen musste, wohl noch ein wenig zu knabbern haben. Comcast haben den Bogen längst weit überspannt und das einzige, was sie bisher gerettet hat, ist ihre Quasi-Monopolstellung in Teilen der USA. Aber das ging auf die Dauer nicht einmal für Ma Bell gut. Die einen zappeln und schreien halt noch ein bisschen länger, aber sie riechen trotzdem schon komisch…

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  2. Selten so gelacht. Ich muß für diese Volksverdummung und immer wieder aufgequirlte Sch… , überhaupt nichts akzeptieren.

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  3. Also, ich bin bestimmt der letzte, der den monopolistischen Bestrebungen diverser Medienunternehmen das Wort reden will. Auf naive Weise generalisierenden Unsinn wie obige Aussage „…Copyright ist tatsächlich nur dazu da, Konzernumsätze zu garantieren.“ kann ich aber allmählich echt nicht mehr hören (lesen). Als Autor / Produzent von Inhalten würde ich schon ganz gern sicherstellen, dass ich nicht einfach übergangen werde, sowohl in finanzieller Hinsicht als auch bei der Erwähnung als Autor beim Zitiert-werden.

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  4. Da sehe ich das ganze etwas anders.

    Was er anprangert ist das schwarz sehen von Pay-TV.
    Wenn man die Keycard entsprechend Hackt bzw einen Decoder so manipuliert das er das auch ohne karte entschlüsselt ist das imho etwas anderes als wenn ich mir einen Film irgendwo herunterlad um ihn mir anzusehen.

    Siehe Bertelsmann Premiere das vermutlich mehr schwarz-seher hatte als zahlende Kunden und daran fast pleite gegangen ist.

    (Die qualität des angebotenen Inhalts ist was anderes, aber wenn sich jemand zugang zu den Inhalten abseits des offiziellen wegs verschafft wird es ihm ja scheinbar wohl gefallen, gell?)

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    • Da streiten sich ja gerade die Geister.
      Es ist ein großer Unterschied ob mir was gefällt und ich es umsonst gerne in Anspruch nehme oder ob ich bereit bin dafür etwas zu bezahlen. Gerade die Grenze ab wann etwas über den Preis (un-)interessant wird ist doch das spannende.

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    • Wenn etwas „umsonst“ ist, ist es für deultich mehr Leute „interessant“ als wenn es etwas kostet. Außerdem kommt im Fall des Cracking noch das technische Interesse und der „Reiz des verbotenen“ dazu. Insofern würde ich das Interesse am Programm nicht überbewerten.

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