Die Haut hört mit

Linguisten an der University of British Columbia in Vancouver fanden heraus, dass nicht nur das Auge, sondern auch die Haut des Menschen an der sprachlichen Kommunikation beteiligt ist. Im persönlichen Gespräch wird die Sprachverständlichkeit also nicht nur dadurch erhöht, dass wir unserem Gesprächspartner beim Sprechen zusehen und so seine Laute klarer entziffern können. Auch die verhältnismässig leichte Druckwelle, die beim Aussprechen von Explosivlauten wie P, T oder K entsteht, wird von uns wahrgenommen; hier allerdings über die Haut.

Der Effekt wurde im Labor bereits erfolgreich künstlich herbeigeführt, indem Versuchsteilnehmer mit einem Luftröhrchen maschinell angeblasen wurden. Auch bei der halben Intensität im Vergleich zu einem Luftstoss in einem normalen Gespräch wurde die Sprachverständlichkeit deutloch verbessert.

Ein Anwendungsmöglichkeit sehen die Forscher etwa bei Hörgeräten, auch für Arbeitssituationen mit Hintergrundlärm.

( scientificamerican via neatorama) (pic Amarand Agasi cc)


2 Kommentare

  1. typo in der letzten zeile, vorletzter absatz. „deutloch“, klingt aber gut :P

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  2. Mein Ohr als „Deutloch“l da wird’s doch deutlich. Ich würde gerne beweisen, dass sich der Geruchsinn auch am Sprachverständnis beteiligt. Wenn wir jemand nicht gerne riechen, dann kann der/die lange vom „Duft der großen weiten Welt“ schwärmen ohne unser Verständnis ganz zu erlangen.

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