Musikkonzerne haben Musik für 40 Milliarden Euro raubkopiert

Eine Gruppe kanadischer Musiker (darunter berühmte Namen) haben eine Sammelklage gegen die vier grossen Musikkonzerne erhoben. Dabei geht es um die gängige Praxis der Konzerne, Compilation-CDs („Sampler“) zu pressen, ohne sich dafür von den Urhebern die Rechte geben zu lassen.

Das finanzielle Volumen dieser illegal verkauften Musik wird auf mittlerweile 40 Milliarden Euro geschätzt. Die beeindruckende Summe ergibt sich aus der Zahl der raubkopierten Songs, multipliziert mit dem durchschnittlichen Schadensersatz, den ein privater Musikdownloader in typischen US-Prozessen bezahlen muss, nämlich 20.000 US-Dollar.

Rechnet man die Zahlen zurück, geht es immerhin um 3 Millionen illegal verkaufter Songs, gepresst auf unzählige CDs, für welche die Urheber nie einen einzigen Cent an Tantiemen bekommen haben. Da hoffen wir doch mal, dass es hier zu angemessenen Grundsatzurteilen kommt, nicht wahr?

( michaelgeist via torrentfreak) (pic fensterbme cc)

7 Kommentare

  1. Naja. Einerseits finde ich die Aktion sehr geil, die Konzerne mit ihren eigenen Mitteln zu vernichten. (40 Milliarden können die doch niemals aufbringen. ^^)
    Andererseits: Eine solche Zerstörung würden wir mit einem ziemlich bösen Grundsatzurteil bezahlen.

    Und wenn nicht, dann können die uns zwar evtl. nicht mehr so belästigen. Aber dafür leben sie dann auch noch ein ganzes Stück länger, um sich neue Abscheulichkeiten auszudenken.

    Irgendwie isses ein Dilemma. Können wer nicht beides haben? Eine Schadenssumme die zu klein ist, damit die uns noch was anhaben können. Und die gleichzeitig so groß ist, dass sie denen das Genick bricht. ^^

    Naja. Die Musiker gewinnen so oder so. Und die haben’s ja irgendwo auch verdient. (Zumindest die meisten.)

    Man ist gespannt…

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    • Ich pers. finde dass sie echt mal zahlen sollten. die ganze zeit immer nur rumheulen, dass man beklaut ist, und selbst die lizenzrechte ignorieren ist echt ne fiese nummer… aber so ist es nunmal. gross rumflennen und dann selbst in die kacke fassen. -.-

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  2. […] This post was mentioned on Twitter by nerviger pöbel and 11k2, Hans Behem. Hans Behem said: vier grosse Musikkonzerne wegen illegaler #Raubkopien verklagt http://ur1.ca/hbgm und http://ur1.ca/haxi […]

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  3. sollte es in kanada tatsächlich dazu kommen und die 4 big players (eigentlich sind es nicht nur die) verurteilt werden – nicht zu dieser summe wahrscheinlich, aber insgesamt wären schon ein paar hundert millionen mehr als nur realistisch – geht man nach diesem artikel von Dr. Michael Geist:

    http://www.michaelgeist.ca/content/blogsection/0/125/

    (blog – dort kann man u.a. auch die klageschrift, die es durchaus in sich hat, aufrufen.)

    [ immerhin dr. der rechtswissenschaften (mit spezialgebiet „Internet and E-Commerce Law“), professor an der universität von ottawa, jahrelanger anti-copyright-aktivist (zwar nicht generell gegen copyright insgesamt – aber gegen diesen ganzen überboardenden copyright der den firmen die totale macht gegenüber der bevölkerung einräumt), buchautor (zum thema), wöchentlicher kolumnist in den 3 größten zeitungen des landes und für mehrere internetseiten.

    Dr. Michael Geist is the Canada Research Chair of Internet and E-commerce Law at the University of Ottawa. He has obtained a Master of Laws (LL.M.) degrees from Cambridge University in the UK and Columbia Law School in New York, and a Doctorate in Law (J.S.D.) from Columbia Law School, Bachelor of Laws (LL.B.) degree from Osgoode Hall Law School in Toronto.

    (http)//en.wikipedia.org/wiki/Michael_Geist ]

    (warum ich diesen mann so genau vostelle? ganz einfach, weil ich nicht möchte dass seine aussagen angesehen werden als würden sie von jemanden aus dem wolkenkuckucksland abgesondert, sondern dass da tatsächlich jemand dahinter-steht der weiß wovon er redet. deshalb!)

    dann kann dass in den USA (sollte dort eine ähnliche praxis durchgezogen worden sein, was ich rein pers. überaus stark annehme) tatsächlich für die MI zum supergau und genickbruch führen. denn nicht selten werden auch kanadische urteile als grundlage für klagen angeführt (speziell seit vietnam), welche zwar nicht im mindesten einen bindenden charakter innehaben – aber oftmals der orientierung dienen – haben doch beide länder rechtsysteme, wenn auch sehr unterschiedlich in ihrer ausgestaltung durch weitreichende reformen in der vergangenheit, ihre wurzeln jeweils im „british common law system“.

    fangen also deswegen dann auch US musikuse an zu klagen, angespornt durch einen evtl. ähnlichen erfolg in kanada, so könnte es ganz schnell zappenduster werden für die MI! zumindest in dem ausmaße dass sie hinterher keine xtra-gelder mehr freihaben werden selber als ankläger gegen „copyright infringement (oder copyright violation)“ aufzutreten. sprich gegen trackerseiten oder einzelpersonen. denn in den USA ist es dann tatsächlich im bereich des absolut möglichen das es dann um mehrere milliarden gehen wird!

    großer kleiner seitenhieb:

    von den deutschen musikern/rechteinhabern geht nat. keine besondere gefahr aus. wie denn auch?

    denn so weicheierig lasch und obrigkeitsgeil wie dass volk selbst – so so weicheierig lasch und obrigkeitsgeil sind auch seine künstler (bis auf ausnahmen, selbstverständlich)!

    denn schon alleine wie die letzte wahl zeigte:

    eher würden sie einem grundehrlichen bettler nur weil er in dreckigen lumpen gekleidet rumläuft, aber sonst seiner lebtag noch nie jemandem etwas zuleide getan hat, dass gesicht blutig und zu brei schlagen. . .

    . . .als auch nur einen betrügerischen zB. politiker oder banker (der volk und vaterland verrät und in den ruin treibt) zu knechten und in die wüste zu schicken!

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  4. […] könnten die CD die noch im Laden steht ja noch kaufen.” Wie kommen die 6Milliarden Zustande (andere Quellen shätzen sogar bis zu 40 Milliarden)?  Tja man hat den Verteilungsschlüssel genommen, der angewendet wird, wenn sie deine kleine […]

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  5. Naja, ich sähe eine Verurteilung ganz gerne. Die private Musiktauscher dürfte dieses ohnehin kaum betreffen. Das was die Musikkonzerne hier gemacht haben ist nämlich gewerblich und mit Gewinnabsicht – also eine ganz andere Tüte, um nicht zu sagen direkt kriminell…

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    • man nennt es auch allgemein hin einfach nur BETRUG!

      denn wenn man seit 1988, und nach aussagen (die auf schätzungen beruhen) eines CEOs der mit-verklagten „Canadian Musical Reproduction Rights Agency Ltd.“ (in anlehnung vergleichbar mit der GEMA – wenn auch nicht ganz), lizenzrechte in höhe von bisher 50 MILLIONEN dollar für die verwendung von mehr als 300 000 titeln zum zwecke des gelderwerbs über jahrzehnte einfach nicht ausbezahlte und den rechtmäßigen empfängern (für mehrfach erbrachte leistungen) unterschlägt weil man keine lust dazu hatte – weil es quasi für die label selbst eine „für sie unproduktive zeitverschwendung darstellen würde“ – dann ist dass schlicht und einfach nur BETRUG. und dass mit voller absicht – also mit krimineller energie.

      wie gesagt, die 50 MILLIONEN sind ja nur eine sehr grobe schätzung, wenn nicht gleich nur eine reine beschönigung der zahlen. in wirklichkeit wird es aber um sehr sehr viel mehr gehen. denn „UNIVERSAL“ alleine schuldet schon $30 MILLIONEN.

      [ As the balance has grown to over $50 million (Universal alone owes more than $30 million), David Basskin, the President and CEO of the Canadian Musical Reproduction Rights Agency Ltd., notes in his affidavit that „the record labels have devoted insufficient resources to identifying and paying the owners of musical works on the Pending Lists.“ Basskin adds that some labels believe addressing the issue would be „an unproductive use of their time.“ ]

      schlussendlich wird es sich um eine summe im 3stelligen millionenbereich handeln wenn man die ausstände aller GROßEN 4 zusammen nimmt die ja noch teils unbekannt sind. dieses endgültig herauszufinden unterliegt den ermittelungen des gerichts. man sollte diesbezüglich nicht vergessen dass noch eine weitere verwertungsgesellschaft mit-verklagt wurde.

      definitiv feststehen aber auf alle fälle schon mal die ca. $50 MILLIONEN – und daran gibts auch nichts mehr zu rütteln (nach unten bemessen). darauf stützt sich ja hauptsächlich die klage. und mit solch einem definitiven beweis im portfolio kann man nur gewinnen.

      gehen wir also ganz einfach mal von einem unbestechlichen und fairen richter aus (denn solche gibt es ja tatsächlich auch in der wirklichkeit – wenn auch nur sehr rar gestreut) dann kann es durchaus so kommen dass dieser die von der MI (also ihre eigenen) hoch-gehaltenen masstäbe an sie selber ansetzt wenn es darum geht die höhe der gerechten schadensumme + strafe zu ermitteln.

      denn was für den einen recht ist sollte dem andern mindestens billig sein – wenn es um die be- und verurteilung der eigenen verfehlungen geht! besonders dann wenn man seit jahrzehnten nicht müde wird alle anderen menschen pauschal unter generalverdacht zu stellen um sie als diebe und räuber zu beschimpfen (also auch diejenigen vielen und aber-millionen menschen die noch nie irgendwelche files per i-net getauscht haben und „nur“ kopien für den ausschließlichen selbstgebrauch erstellen und/oder zB. radio/fernseh-sendungen (bezogen auf video-clips) aufnzeichnen um sie an zB. verwandte, freunde, bekannte, kollegen und/oder schulkamaraden weiter zureichen).

      wäre wirklich schön wenn dass mal irgendein richter (vllt. sogar mit fokus auf den eigenen „raubmord-kopierenden“ nachwuchs) in ein solches urteil mit-einfließen lassen würde!

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