Kalifornien: Volksabstimmung zur Legalisierung von Cannabis

Im November 2010 wird in Kalifornien gewählt. Der mit über 36 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste und nach Texas und Alaska flächengrösste Bundesstaat der USA wird dann einen unwohnten Abstimmungsgegenstand auf dem Wahlzettel haben: Die Legalisierung von Cannabis. Gerade wurde das Volksbegehren dafür mit über einer halben Million Einträge positiv abgeschlossen, jetzt beginnt für die Legalisierungsbewegung der Wahlkampf.

Unterstützung erhält die Sache auch durch den ehemaligen Polizeichef von Seattle, Norm Stamper, der die Freigabe sämtlicher derzeit illegaler Drogen fordert. Die potentiellen Gefahren der Rauschmittel, so der Polizist mit 34 Jahren Berufserfahrung, seien weit geringer als die tatsächlichen, die durch die Prohibition entstehen.

8 Kommentare

  1. Dann sollte Wolfgang Bosbach schnellstens die Studie in seiner Schreibtischschublade finden, die beweist, dass 104% aller Amokläufe in bundesdeutschen Kitas von killerspielenden Muslimen verübt werden, die sich vor der Tat Haschisch spritzen. Alternativ bitte die USA zum Schurkenstaat erklären. Der nächste Wahlkampf kommt bestimmt.

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  2. Yeahh…legalize it:)

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  3. peter tosh wäre stolz….

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  4. Mit den Parteien SPD, FDP und CDU/CSU wird es keine Legalisierung geben.

    Also abwählen.

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    • Das die CDU/CSU die eigene Wirtschaft und deren Kumpels schützt, sollte bei dem Vetternverein klar sein.

      Hier zB ein geistiger Erguss zum Thema:

      Forderung nach Legalisierung von Cannabis ist entlarvend
      Die Legalisierung mit dem Lockmittel zusätzlicher Steuereinnahmen zu verbinden ist hanebüchen

      Anlässlich der Forderung von Frau Knoche, Linkspartei, wegen der Wirtschaftskrise Cannabis und Marihuana zu legalisieren erklärt die Drogenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn MdB:

      Die Forderung von Frau Knoche nach einer Legalisierung und Besteuerung von Cannabis und Marihuana ist entlarvend. Die Legalisierung mit dem Lockmittel zusätzlicher Steuereinnahmen zu verbinden ist hanebüchen und zeigt die Geisteshaltung der Linken.

      Als stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages sollte sich Frau Knoche der wissenschaftlich erwiesenen Gefahren jeglichen Cannabiskonsums bewusst sein. Ihr sollte auch bekannt sein, dass Cannabis als Einstiegsdroge für den späteren Konsum härterer Drogen dient und jugendliche Cannabiskonsumenten ein sechsfach höheres Risiko tragen, später härtere Drogen zu konsumieren, als Jugendliche, die kein Cannabis nehmen. Die Freigabe einer illegalen Droge zu fordern, von der in Deutschland bereits heute 220.000 junge Menschen stark abhängig sind ist unverantwortlich.

      Jegliche Bemühungen im Bereich der Prävention werden ad absurdum geführt, wenn der Besitz erlaubt wird.

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  5. Zu Frau Eichhorn:
    1. Der Bevoelkerungsanteil der Cannabis-Konsumenten in Deutschland entspricht in etwa dem der Niederlanden. Eine Legalisierung eines Stoffes hat absolut keine Auswirkungen auf die Anzahl der Konsumenten. Nicht-Konsumenten verhalten sich nicht so, weil sie Angst vor Strafen haben, sondern da sie durch praeventive Aufklaerung sich der negativen Folgen (siehe 2.) bewusst sind.
    Als Beispiel: ich (und ich nehme an die meisten der LeserInnen auch) konsumieren kein Heroin, aber nicht weil es verboten ist, sondern die negativen Folgen bewusst sind (Sucht, Verelendung usw.).
    Verbote halten niemanden vom Konsum fern, sondern machen diesen – vor allem in jungen Jahren – erst interessant.
    Die „armen Schweine“, die suchtkrank (Abhaengigkeit ist eine von der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) anerkannte Krankheit) geworden sind, oft auch um traumatische Erlebnisse ertragen zu koennen, wie z.B. sexuellen Missbrauch in der Kindheit, sollten nicht noch zusaetzlich strafrechtlich verfolgt werden.
    NIEMAND IST FREIWILLIG SUCHTKRANK ODER HAT FREUDE DARAN!!!
    2. Negative Folgen sind natuerlich mit dem Konsum aller psychoaktiven Substanzen (z.B. Cannabis, Alkohol, Kaffee, Nikotin usw.) verbunden – allerdings sollten in einer Demokratie die Individuen selbst ueber die Art und Substanz ihres Konsums entscheiden duerfen, im Sinne der freien Lebensgestaltung.
    3. Trotz jahrzehntelanger strafrechtlicher Verfolgung und politischer Bemuehungen („War on Drugs“) ist es nicht einmal im Ansatz gelungen, den Konsum illegaler Drogen einzuschraenken – im Gegenteil. Akzeptiert man diese Tatsache, also dass vorhandene Substanzen auch kosumiert werden und sich das Vorhandensein nicht verhindern laesst, dann erscheint es mir kein bisschen „hanebuechen“ den Verkauf staatlich zu organisieren und zu besteuern, da somit
    a) eine gewisse Qualitaet der Substanzen garantiert werden kann
    b) nicht nur der Staat daran verdienen wuerde – den Dealern wuerde gleichzeitig das Geschaeft entzogen
    c) die bei harten Drogen anfallende Beschaffungskriminalitaet hinfaellig waere

    Es gilt nicht kranke Menschen fuer ihre Krankheit zu bestrafen, sondern die Grundbedingungen zu verbessern, die zur Entstehung der Krankheit fuehren – ob es nun Alkohol, Cannabis oder Heroin ist. Diese Grundbedingungen sind z.B. das Umfeld (z.B. Assi-Soaialbauten), soziale Inkompetenzen (z.B. Konfliktbewaeltigung) oder mangelnde Perspektiven (z.B. Bildung).
    Das ist natuerlich der politisch schwierigere Weg, aber in meinen Augen nicht nur der menschlichere, sondern der einzige Wirkungsvolle.
    Eine weitere Ueberlegung ist meiner Meinung auch nicht uninteressant: wer verdient an der Prohibition? Natuerlich, die Dealer. Graebt man ein wenig tiefer, stoesst man aber auf immer merkwuerdigere Phaenomene, z.B. dass sich in Afghanistan, dem weltweit groessten Produktionsland (etwa 90%),sich seit dem Einmarsch der USA (+UN) die Opium-Produktion vervielfacht (!!!) hat. Aber das mal nur so am Rande…

    Fazit: Legalisierung + Aufklaerung + Arbeit an den Faktoren, welche eine Suchtkrankeit beguenstigen. Habe fertig.

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  6. Wieso ist dieser Beitrag nicht in der Hauptliste sichtbar?
    Egal, wurde ja schon einiges zu gesagt. Drogen illegal zu machen ist Quatsch. Gründe dafür mag es viele geben – ich behaupte, einer davon ist, von tatsächlichen Problemen abzulenken, die die Politik nicht lösen kann.
    Daß die Niederlande in der Hinsicht beispielhaftes Vorbild sind, scheint irgendwie keinen zu interessieren: dort ist es unter Jugendlichen uncool, zu kiffen. Hier sieht das anders aus, hier zählt noch der Reiz des Verbotenen. Manchmal habe ich den Eindruck, das Zeuch soll durch den Verbot regelrecht promoted zu werden.

    Ich halte es für völlig korrekt, das Zeuch zu legalisieren. Auf diese Weise wird seitens der Justiz viel Energie frei, sich mehr um Kinderschänder und andere Dinge zu kümmern, bei denen wirklich gegen unsere freiheitlich-rechtliche Grundordnung verstoßen wird (die Freiheit des einen hört da auf, wo die Freiheit des anderen beeinträchtigt wird).

    Deswegen: weiter so. Legalisiert das Zeuch. Ich bin dafür. Weltweit.

    Punkt.

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    • okay, auf das „warum nicht sichtbar“ ich antworte mir selbst: ist ja schon steinalt das Teil :) – ich dachte versehentlich, das sei von heute.
      Egal, meine Aussage bleibt dieselbe.

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