Osama Bin Laden und der Klimawandel

Der äusserlich leicht mit dem christlichen Religionsgründer verwechselbare Saudi-Arabier Osama Bin Laden hat sich schon wieder in einer mutmasslichen Tonbandbotschaft an den wiederum arabischen Nachrichtensender Al Jazeera gewendet. Diesmal ging es nicht um Bomben und Israel (siehe 11k2), sondern, und das ist die eigentliche Überraschung, um den Klimawandel. Er richtete seine aktuelle Ansprache an die ganze Welt, vor allem an die für den Klimawandel Verantwortlichen.

Er sagte wörtlich: „Über die Klimaveränderung zu sprechen ist kein intellektueller Luxus; es handelt sich hier um Fakten“.

Bin Laden warf allen Industrienationen vor, am Entstehen der Klimaveränderung beteiligt zu sein; allerdings hätten sich die meisten dieser Länder im Kyoto-Protokoll zu einer Beschränkung der gefährlichen Klimagase verpflichtet. Dagegen habe George W. Bush, unterstützt vom US-Parlament, das Abkommen verweigert, um die multinationalen Konzerne zu beschwichtigen. All diese seien auch verantwortlich für Spekulation, Monopole und explodierende Lebenshaltungskosten. Und die Globalisierung und ihre tragischen Folgen. Und selbst wenn die Schuldigen erkannt würden, kämen ihnen die Häupter der Staaten zu Hilfe, unter Verwendung von öffentlichen Geldmitteln.

Und er ging noch weiter: Noam Chomsky, so der angebliche AlQaeda-Anführer Bin Laden, habe Recht gehabt mit seiner Einschätzung, dass die US-Politik der der Mafia gliche. Sie seien die wahren Terroristen, weswegen man so bald als möglich den US-Dollar als Handelswährung verwerfen und eine andere Vergleichsbasis finde müsse.

Er fügte hinzu: “ Ich bin sicher, solche Aktivitäten hätten ernsthafte Folgen und Auswirkungen“.

Also… sag mal Osama. Hübscher Turban und so, steht dir echt gut, aber der Text hier ist wirklich etwas, wie soll ich sagen, eigenwillig? Sicher, sachlich ist das alles 100% richtig, aber das mit dem Klimapropheten kauft dir doch keiner mehr ab, bei deiner Vorgeschichte. Alles, was du damit erreichst ist, dass Noam Chomsky nie wieder zum US-Präsidenten gewählt werden wird. Und? (via aljazeera)

3 Kommentare

  1. Oh, auf al jazeera steht noch mehr. gefällt mir. das stützt nur unsere erkenntnis, dass bin laden künftig nicht scheich, sondern genosse genannt zu werden muss.

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  2. Also sorry Jungs. Aber der Osama hat doch mal recht. Mir ist egal was jemand für eine Vorgeschichte hatte. Wenn jemand recht hat, hat er recht.
    Ich hasse dieses Schwarz-/Weiss-Denken. Selbst Hitler, Stalin und Bush hatten ihre guten Seiten.

    Sehen wir erstmal was bei rumkommt. Worte sind Schall und Rauch. Was zählt sind Taten. (Auch durch Worte ausgelöste.)

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  3. Sorry, aber wo kommt das „wieder“ in „dass Noam Chomsky nie wieder zum US-Präsidenten gewählt werden wird“ her? Hab ich was verpasst? =)

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