Piratin wider Willen

Cathi Paradiso ist 53, Grossmutter, lebt in der Nähe von Pueblo im US-Bundesstaat Colorado und hat einen Telearbeitsplatz, also von zuhause aus, via Internet. Sie hat DSL über den Provider Qwest, einschliesslich eines WLAN-Modem, wobei sie selbst ihren PC nur über Netzwerkkabel betreibt. Eines Tages war ihre Internet-Verbindung weg, und kam auch nicht zurück, bis sie beim Support ihres Providers anrief.

Dort erklärte man ihr freundlich, aber bestimmt, dass ihr Anschluss temporär gesperrt wurde, weil man ihr den Download von 18 Filme nachgewiesen hätte. Was sie natürlich bestritt.

Nachdem die Presse von der Sache Wind bekommen hatte, prüfte ein Qwest-Techniker nach, was passiert war: Jemand hatte sich in Cathis WLAN-Zugang gehackt und ihn als Downloadtool benutzt. Cathi ist also entlastet, und gleichzeitig mit den Nerven fertig:

„Ich bin die letzte, die die Arbeit von jemand anderem stehlen würde. Ich habe noch nie einen Film oder Song heruntergeladen. Ich bin dagegen. Ich bin jetzt so paranoid, ich werde nie Musik oder Filme online kaufen“. Gut gemacht, Hollywood!

(via cnet) (pic Brandy Meggison)

4 Kommentare

  1. WTF? Wie kann man denn bitte das *Ergebnis* von Arbeit stehlen? Selbst wenn es unbezahlte Arbeit wäre… Das ist noch immer was anderes als stehlen.
    Und das Wort „stehlen“ ist auf Ideen/Information nicht anwendbar.
    Aber wenn Madame auch einfach WLAN anlässt,obwohl sie eine Kabelverbindung verwendet, sorry, aber wie dumm kann man denn sein?
    Ausserdem „hackt“ man sich nicht einfach in WLAN. Mit WPA2 schonmal garnicht Auch mit WPA nicht. Und wenn sie nur WEP oder garnix an hatte, selber schuld.
    Doch ich wette bei der hat einfach eine Wortliste gereicht, um das Passwort zu knacken.

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    • Jop selbst schuld! Router gehören von „Fachpersonal“ eingerichtet. Jemand der ahnung hat was er tut und nicht nach zufall und glück, dann passiert sowas nicht! Ganz einfach! Wers nicht tut hat doch selbst schuld! Gibts genug PC Läden die sowas im Außendienst tuen

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  2. jo erstgeborenes enkelkind!!!

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  3. Doch Barefoot, man kann WPA sehr leicht hacken. Ob es wie in USA – wie in DE – ausreicht, sein WLAN „irgendwie“ zu sichern, um nicht in der Haftung zu stehen, kann ich nicht beurteilen.

    Aber interessant, was Heribert Prantl heute zu der Steuersünder-CD sagte: Daten sind nichts materielles, daher kann man sie nicht stehlen. Darauf sollten sich alle beziehen, die von der Film-/Musik-MAFIA verfolgt werden. :-)

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