Nestle, Orang Utans und ein Interview mit einem Diktator

Viele von euch werden schon mitbekommen haben, dass der grösste Lebensmittelkonzern der Welt eine Riesen-Blamage angezettelt hat, durch selbstherrliches Auftreten gegen über Kritikern. Vor allem der Videoclip „Give The Orang-Utang A Break“ (siehe oben) wurde vom Konzern nach Kräften unterdrückt, die Facebook-Fangruppe des Kitkat-Schokoriegels mit eher totalitär wirkenden Mitteln reglementiert.

Hintergrundinfo: Greenpeace kritisiert zu Recht, dass Nestle in den letzten Lebensräumen des Orang Utan ganze Urwälder abholzen lässt, um darauf Kokos-Öl-Plantagen zu errichten. Das Video hat sich inzwischen über sämtliche Plattformen ausgebreitet (deswegen nennt man sowas auch viral).

Zur Verdeutlichung unten ein Interview mit dem Nestle-Chef Peter Brabeck (aus der Nestle-Doku „We feed the world“), der in gut verständlichem Österreichisch erklärt, dass die soziale Verantwortung eines CEO darin bestünde, für sein Unternehmen maximalen Erfolg zu erreichen, dass Wasser eine Handelsware sein müsse und dass die Japaner tolle, menschenleere Fabriken hätten, um darin Nestle-Produkte herzustellen. Wir sollten nicht vergessen, dass Wirtschaftsdiktatoren wie Peter Brabeck (und seine 275.000 Konzernsoldaten) gegen die Interessen aller anderen arbeiten, und ihre Erfolge auf Kosten der Menschheit (und der Orang Utans, ok) erreichen.

Bei mir sind Nestle-Produkte (erkennbar im Kleingedruckten auf der Packungsrückseite) schon länger auf der schwarzen Liste und bleiben im Regal liegen, ebenso wie die der Töchter Maggi, L’Oréal, Buitoni, Perrier, San Pellegrino, Schöller, Mövenpick, Wagner Pizza… euch fallen sicher noch einige Marken ein.

4 Kommentare

  1. Bist du eigentlich Vegetarier/Veganer ?

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  2. Nein. Ich hab ne Weile überlegt und dann beschlossen, dass es ok ist, meine weniger bewaffneten Brüder und Schestern zu essen, nachdem ich auf Milchprodukte ja eh nicht verzichten will und daher das Blut überproduzierter Kälbchen an meinem Frühstücksmüslischüsseln klebt.

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  3. MEEEEEENSCH, was der da für einen SCHEISS labert!
    „Bio ist nict das bäste“; aha, lieber das Gemüse mit Insektengift und anderen eigenartigen Chemikalien bewässern, was? Ist ja nicht schädlich.
    „Wassa muss etwas Kosten“; warum nicht gleich auch noch den Preis für die Luft zum atmen festlegen, wo wir doch gerade dabei sind?
    Und vor allem: „Wir ham noch nie so gut gelebt. Wir ham alles, was wir wolln“; wer ist denn „wir“?. Meint er damit die paar Leute, die sich ein Haus und was zu essen Leisten können? Vielleicht sollte ihn mal jemand darauf aufmerksam machen, dass diese Aussage nur auf einen kleinen Teil der Erdbevölkerung zutrifft. Das soll er mal einem hungrigen, unterbezahlten indischen Bauern erzählen.
    Der Typ erfüllt aus meiner Sicht wirklich alle Kriterien, um als vollkommenes, totales ARSCHLOCH zu gelten! „Die Mänschen dänken, Natur ist das bäste. Sie is nict das bäste…“ Also kann man den Urwald gerne abholzen, vor allem, wenns Geld einbringt.

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  4. […] Viral und das ist auch gut so und deswegen hier nochmal das ganze Video, auch wenn es schon auf 11k2, konsumpf oder tutsi.de plus entsprechender Hintergrundinfo zu finden war, sowas kann man gar nicht […]

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