Zweiter April, zurück in die Realität

Meine April-Geschichte von gestern war mir nach relativ kurzem Nachdenken eingefallen: Es ist einfach die Antithese zu meinem realen Leben. Angereichert um die Behauptung, ich wäre bereits eine Femto-Internet-Celebrity und könnte daher einen April Fools Joke über das Ende dieses Blogs machen.

Mal ehrlich, ihr kämt auch ohne mich, und nur mit Fefe und Nerdcore klar. Um nur mal zwei Beispiel zu nennen.

Und um euch alle zu (vollständig) beruhigen: Das von mir in „Letzter Beitrag auf 11k2“ beschriebene Leben wäre für mich nur bei langem, angestrengten Grübeln von Selbstmord zu unterscheiden. Ich muss in einer Stadt leben, in der die Gamepunks das Lambda-Symbol (pic) in historische Mauern aus der frühen Renaissance sprühen, um damit den Weg zur nächsten Black Mesa Facility und der dahinter liegenden Freiheit zu markieren. Ich muss in einer Welt leben, die zu mehr als 50 % aus Internet besteht. Und ich werde aller Wahrscheinlichkeit das selbe Leben weiterführen, das ich im ersten subjektiven Halbjahrhundert geführt habe (für hochgerechnet knapp noch mal so lange).

Vorwiegend als Journalist arbeiten, manchmal als Veranstaltungs/Tontechniker, dazu ein wenig politisches Engagement (Piraten), viel lesen, zuwenig Zeit zum ernsthaften Computerspielen haben, gerne kochen, die Kiezkneipen frequentieren, einmal in der Woche zu meinem Vergnügen mit dem Auto durch die Gegend fahren, jedes Jahr ne neue Freundin haben (aber nie für lange), meine zu grosse Wohnung mit Grünpflanzen auffüllen, gelegentlich an meinem SciFi-Roman weitertippen (der wahrscheinlich erst posthum zum Bestseller wird) und meine persönliche Meinung auf möglichst viele Blogs verteilen. Und nicht nur deswegen, weil manche davon netterweise dafür bezahlen. Sondern vor allem, weil dieses amorphe Kommunikationsnetz aus vielen Leuten, die unterschiedlich viel sagen, aber alle gemeinsam partizipieren (a.k.a. community), genau das ist, was ich haben will. Und was wollt ihr?

3 Gedanken zu “Zweiter April, zurück in die Realität

  1. Also zu einem gelungenen Urlaub gehört für mich der Verzicht auf das Internet dazu. Aber ganz ohne, also so richtig für immer, ich glaube das wäre für mich auch nichts.

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    1. Also, eine Gedächtnislücke für eine Nacht abgesehen von vagen Erinnerungen an das berühmte „anal probing“ kannste für den Preis einer Flasche Schnaps und einem Lächeln für den Bärtigen mit der Lederkappe haben…

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