Australien: Rentner bitten Piraten um Hilfe

Exit International ist eine australische Organisation mit einem Mitgliedsdurchschnittsalter von über 70 Jahren. Ihr Ziel ist das Vermitteln von Informationen über Selbstmord. Grundsätzlich sollten wir uns einig sein, dass ein Mensch selbst darüber bestimmen kann, ob er etwa im Fall von fortgeschrittenem Alter und unheilbarer Krankheit über Selbstmord nachdenken möchte.

Die Internet-Zensur-Pläne der australischen Bundesregierung dürften allerdings dieses Informationsangebot stoppen (oder sperren). Also haben die selbstbestimmten Senioren bei der australischen Piratenpartei um Hilfe nachgefragt, und diese hat eine Anleitung in 20 Bildern ins Netz gestellt. Hier wird anschaulich erklärt, wie das mit den Webseiten funktioniert, was eine Zensurliste ist, und wie man sie mit Proxy und VPN umgeht.

Ich denke mal, die Pirate Party of Australia hat eine Reihe neuer Wähler gewonnen, in einem bisher wenig piratigen demografischen Sektor.

(anleitung, via boingboing)

6 Gedanken zu “Australien: Rentner bitten Piraten um Hilfe

  1. Wir haben den leider gar nicht besprochen, auch nicht am Gymnasium, was ich absolut verwerflich halte. Weder der Film, noch das Buch, eigentlich eine Sauerei. Aber weiterempfehlen sollte man es auf jeden Fall!

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  2. 1984 finde ich in der heutigen Zeit schon fast gefährlich oder kontraproduktiv. Es vermittelt die Vorstellung, dass nur ein als totalitär wahrgenommener Staat überwacht und unterdrückt. Dabei sind die eingesetzten Überwachnungsmaßnahmen auch noch sehr plump und auffällig.

    Die heutige Zeit ist eigentlich schon viel gefährlicher als das Szenario in 1984 jemals sein könnte. Die Überwachung ist subtil und es wird der Eindruck eines „guten“ und gerechten Staates vermittelt. Wie höre ich so oft im Bekanntenkreis, so lange wir in einem demokratischen Rechtsstaat leben ist die Überwachung doch nichts schlimmes. Oder der Dauerbrenner, wer nichts zu verbergen hat…

    Hinzu kommt dann noch diese zwanghafte Veröffentlichung seines Lebens auf Facebook, StudiVZ und Twitter. Von den ganzen Paybackkarten will ich erst gar nicht reden.

    Grüße,

    Andy

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