Fair Use: Legale Copyrightausnahmen als Wirtschaftsmotor

Die Computer and Communications Industry Association (CCIA) hat einen Bericht vorgelegt, wonach die legalen Ausnahmen zur Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken „a.k.a „fair use“) allein in den USA im Jahr 2007 einen Gesamtumsatz von 4700 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet hätten. Das entspricht einem erheblichen Teil des US-Bruttonationalprodukts.

Wie kommt diese gigantische Zahl zustande? Auf dem selben Weg wie die einschlägig bekannten „Pirateriezahlen“: Man rechnet alles zusammen, was irgendwie mit dem Thema zu tun hat. Diese Industrien, so die CCIA, würden 17,5 Millionen US-Arbeitsplätze bereitstellen, und Jahresgehälter in einer Summe von 1200 Milliarden USD auszahlen.

Was sind solche „fair use“-Ausnahmen vom Copyright? Dinge wie „Nachrichten verbreiten, die man woanders gehört hat“, „Computer verkaufen, mit welchen Leute Kopien anfertigen“, „Suchmaschinen“ oder „öffentliche Leihbibliotheken betreiben“.

Die CCIA warnt in diesem Zusammenhang vor einer weiteren Verschärfung von Gesetzen, die den Umgang mit „Geistigem Eigentum“ regeln, weil dadurch wichtige Wachstumsindustrien bedroht wären.

Gut, dass diese Industrien langsam mal aufwachen und für ihre (und indirekt damit unsere) Rechte kämpfen. Hier ist das PDF der CCIA.

(via arstechnica) (pic jawshouamoua cc)

6 Gedanken zu „Fair Use: Legale Copyrightausnahmen als Wirtschaftsmotor

  1. im großen und ganzen fehlt ja nur noch ein (irgendwie geartetes) kinderpornographisches element darin – damit das es auch von politikern (einfach) verstanden werden kann! ;-)

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  2. Nee, nee. Eine Erwähnung von Kinderpornographie und schon hängt n Schild davor. Das kennen wir doch. :)

    Was ist nicht verstehe ist die Zahl der Arbeitsplätze: 17,5 Arbeiter, die pro Jahr 1,2 Billionen verdienen. Respekt! Da muss eine alte Frau lange für Stricken.

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    1. Lol, genau das mit den 17,5 Arbeitern wollte ich auch grad erwähnen! Ob der Halbtagsarbeiter „nur“ 600 Milliarden verdient? (Oder hat hier wieder jemand die englische Billion [10⁹] mit der deutschen Billion [10¹²] verwechselt?) Oder alle anderen mehr als 1,2 „Billionen“?

      Und vor allem: Wie kann ich einer diesen „Arbeiter“ werden?
      Oder hat Fritz noch Allohoool im Blut? Oder zu wenig Kakakakakaffeeeee!!!? ;)
      Fragen über Fragen… ;)

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      1. oder er hat einfach nur schnell geschrieben . . .

        und außerdem sind eine US – BILLION = eine EU – MILLIARDE (nicht nur in DEUTSCHLAND, aber „selbstverständlich“ mit ausnahme von Great Briten. die benutzen die US – BILLION. denn die müssen sich natürlich wie immer eine extrawurst braten!)

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  3. Tja, ich denke es der Industrie auch immer mehr Keks geht unsinnig in Recherchen zu investieren bevor man etwas auf dem Markt bringt.

    Immer mehr wird mit Ellenbogen gekämpft und immer mehr versuchen sich durch Geschmacksmusterschutz, vagen Patenten etc den Mitbewerber auszubremsen.
    Oft genug geht so etwas nach hinten los.

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