Einwanderungsland Deutschland

Im vergangenen Jahr wurden (laut Bundesamt für Statistik) in Deutschland 651.000 Kinder geboren. Das entspricht einem Geburtenrückgang um 3,6 % gegenüber 2008.

Nachdem die Todesfälle um 190.000 höher lagen, schrumpft die Gesamtbevölkerung unseres Landes durchaus zügig. Das Bundesamt rechnet uns vor, dass in 50 Jahren 17 Millionen Leute weniger hier leben werden. Also 65 Millionen. Der arbeitsfähige Bevölkerungsanteil würde um ein Drittel abnehmen, der rentenfähige dagegen zu.

Wird damit Deutschland wieder (endgültig) zum Einwanderungsland, wie schon mehrfach in der Geschichte, oder steht ein radikaler gesellschaftspolitischer Umbau an?

(via time) (pic sharyn morrow cc)

13 Kommentare

  1. Verhütungsmittel verbieten! /ironie off

    Wat willste mit Ausländern, oder allgemein mehr deutschen Staatsbürgern. Gibt doch keine Arbeit. Ergo würde ein Bevölkerungszuwachs in erster Linie mehr Leute welche direkt auf den Staat angewiesen sind bedeuten.

    In langer Sicht, also in 20-40 Jahren werden dank Biogenetisch erzeugten Früchten, Terraforming, und sogar Androiden (Weiterentwicklung von Computergestützen Anwendungssystemen) alle Menschen genug zu essen haben. Luxusgüter wirds natürlich immernoch geben. Hartgeld allerdings nicht mehr.

    Früher waren Nachfahren wesentlich mehr bedeutungsvoller als heute. Die Königin musste einen Jungen gebären. Der einfache Mensch benötigte jemanden der für ihn sorgt, wenn er selbst nicht mehr in der Lage dazu ist.

    Heute fragt man sich inwiefern überhaupt noch eine Eltern-Kind Beziehung vorhanden ist. Das Kleinkind geht in die Kinderkrippe, Kingerdarten, Vorschule, (Ganztags-)Schule. Am Nachmittag dann mediale Versorgung durch TV und PC. Später folgt vielleicht ein Studium im Ausland.
    Bindungen können nicht mehr derart aufgebaut werden wie es noch vor 300 Jahren der Fall war. Das verlangen nach eigenen Kindern nimmt stetig ab. Hinzu kommen natürlich die Verhütungsmittel, die „erforschung“ der Selbstbefriedigung und die individuelle Unabhängigkeit eines jeden einzelnen in dem er theoretisch sein ganzes Leben ab dem vollendeten 18ten Lebensjahr zu Haus, allein, verbringen kann. Einzige Kontaktperson zur Außenwelt: Der Lieferbote.

    Und wenn das Problem mit dem Rentnern sich wirklich derart problematisch entwickeln wird, dann wird schon jemand zufällig ne norovirus epidemie auslösen ;)

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    • Watt fürn Bullshit! „gibt doch keine Arbeit“! Einwanderer brauchen auch Güter. Das schafft Arbeit die durch die wegsterbenden Deutschen verloren ging. Und die Arbeitsplätze nehmen dann die Einwanderer an, weil sonst keiner mehr da ist. Womit sie die Güter dann einkaufen können. Und das ist gut so.

      Von wegen aus den Staat angewiesen. Arbeit „gibt“ es nicht. Arbeit schafft man. Auch du und ich. Also los! Neue Gründer braucht das Land! Und mit dem Wandel tun sich garantiert neue Marktlücken auf!

      Zu der langen Sicht kann ich nur lol sagen. Nahrung die derart industriell erzeugt wurde, ist jetzt schon schuld and praktisch allen sog. „Alterskrankheiten“. Aber da es ja einige Zeit der langsamen Vergiftung braucht, bis sie zuvor kommen, ist der dumme Standard-Mensch/Arzt/Politiker zu blöd zu realisieren, dass es von dieser Müllnahrung kommt. Man könnte sagen: Die Detailliertheit mit der die Müllnahrung echte Nahrung nachbildet, geht umso mehr runter, je billiger sie ist. Und umso mehr die Detailliertheit runtergeht, umso mehr Krankkeiten entstehen. Nein Danke!

      Dem mit der Beziehungsunfähigkeit stimme ich aber voll und ganz zu. Echt übel. Das ist auch meiner Meinung nach der Grund, dass wir zur Ellbogengesellschaft verkommen (sind). [Ist bei den Amis ja noch viel schlimmer.]

      Oh, und zu einer kleinen „Epedemie“ die den genetischen Müll und Ballast aussortiert, so wie es von der natürlichen Selektion (Nicht zu Verwechseln mit der Unnatürlichen, wie z.b. ~1940) eigentlich gedacht war, hätte ich auch nix. Oder wenigstens einen natürlichen Fressfeind. Irgendwas was die Leute dazu bringt, ihren Arsch mal wieder von der Couch zu heben.

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  2. Hab ich auch gehört, und hab mal „geyoutubed“. Ich weiss ehrlich gesagt nicht was ich davon halten soll, für mich sind das nur Zahlen, dennoch erschreckt es mich. Kann man das so stehen lassen, oder gehört das eher in die „rechte Ecke“, wie soll ichs nennen?

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    • Nun, erstmal schliesst Meinungsfreiheit entweder auch Nazis mit ein, oder wir haben garkeine Meinungsfreiheit. (Man muss ja nicht zustimmen. Aber Toleranz wird doch heute so groß geschrieben. Wer nur bellt und nicht beisst, der verletzt auch nicht. :)

      Andererseits: Also ich finde, wir Deutschen (bin nicht wirklich Deutscher, zähle mich aber dazu, und wirke aktiv an *unserer* Gesellschaft mit) sollten uns mal an die eigene Nase fassen: Wenn unsere Geburtenzahlen so zurückgehen, dann müssen wir halt wider mehr Poppen! Und zwar staatlich unterstützt! Kinder müssen massiv gefördert werden! So dass es sich lohnt. Denn es lohnt sich nämlich für uns alle!

      Und mit Freiheit hat das garnix zu tun. Leute aus islamischen Ländern sind genauso einfach nur Menschen, die leben, glücklich sein und was erreichen wollen. Sie haben halt andere Traditionen. Aber unsere christliche Geschichte war auch nicht besser. Ich sage nur Inquisitionen!! Die kann man kaum noch toppen. „Terrorismus“ ist gegen so einen „fast-schon-Weltkrieg gegen die Freiheit“ wie damals geradezu lächerlich. Es braucht halt zeit, bis es auch Iranern und Afghanen wieder gut geht. Und da kann man ja auch was tun.
      Ein glücklicher Mensch scheisst auf komische Religionsführer und komischen Hass. :)
      (Ja, das gilt auch für Nazis.)

      Helfen statt hassen! Das gilt für alle!

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      • unterschreibe ich sofort. und zwar ausnahmslos alles!

        hinzufügen möchte ich noch das wenn zB. afgahnistan in demselben ausmaß statt mit KRIEG mit waren und nahrung überschwemmt worden wäre – hätte sich das problem schon längst erledigt mit den taliban und den restlichen fanatikern (gilt übrigens für alle diktaturen und unterdrücker) –

        . . . aber NÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖ . . .

        . . . lieber die waffenlobby und ihren anhang untertänigst zu diensten sein und alles und jeden zu bomben – das schafft grenzenlose liebe gen westliche „regime“ und deren bewohner!!!!!!!!!!

        aber was sage ich denn? absichtlich herbeigeführte mangelwirtschaft und hungersnöte (zB. durch embargos), zerstörung auch noch der letzten lebensgrundlagen, bombenteppiche, massenabschlachtungen und abermillionen menschen ganz LEGAL und straf-frei unterdrücken, foltern und ERMORDEN (und sich dabei die eigenen hände nicht schmutzig machen sondern stattdessen zusätzlich noch hunderttausende kriegskrüppel schaffen) macht ja „den mächtigen“ viel spaß (wichtig ist ja nur das sie selbst und ihre schranzen nicht davon betroffen sind – alle anderen sind egal).

        ist zwar sehr simplifiziert ausgedrückt aber 100% korrekt!

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  3. Oh Mann, hier gehts ja ab… kaum schreibt man was über Demografie, schon kommen die Verrückten angekrochen. Was ist so verwunderlich daran, wenn die Menschen sich nicht geborgen fühlen und dann eben den Nachwuchst auf „sichere“ Zeiten verlegen?! hätte man 1901 gewusst, was 1912 passiert hätten sich auch viele 12 bis 15 jährige einen Krieg erspart.
    Und so wie die derzeitige weltpolitische und -wirtschafltiche Lage nun mal ist, kann niemand sagen ob er nächstes Jahr noch das Haus besitzt, das er gerade abzahlt oder in dem Job hängen bleibt, den er/sie gerade hat.
    Nichts macht Kinderkriegen zu einem größeren Problem, als Unsicherheit über die eigene mittel- bis langfristige Zukunft.
    Und was diese ominösen Zukunftsprojektionen in die Zeit von 50 bis 100 Jahren angeht: Wir hatten in weniger als 50 Jahren 2 Weltkriege. Die konnte kein Statistiker vorhersagen. Was das Bevölkerungswachstum gekostet hat will ich gar ned wissen. Statt also ständig in die verstaubten Glaskugeln der Mathematik zu spähen sollten wir lieber anfangen unsere Gesellschaft so zu formen, dass Kinder kriegen nicht wie ein Verbrechen auf den Schultern zukünftiger Eltern lastet. Eltern wollen nämlich nur eines: Ihre Kinder sicher und zufrieden aufwachsen sehen. Mit nicht weniger guten Chancen als sie selbst hatten.

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    • [ klugscheissmodus AN ]

      Der erste Weltkrieg war 1914

      [ klugscheissmodus AUS]

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  4. Mal weg von der demografischen Lage. Ich finde das Kind im Froschkostüm voll witzig. Würde ich meinem Kind auch anziehen, wenn ich wollte, dass es mal keine Freunde hat :)

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  5. Seit der großen Pest um 1350 hatte nichts mehr statistische RElevanz auf die Bevölkerungskurve. Beide Weltkriege sind statistisch irrelevant.

    Man kann es drehen und wenden wie man will, in spätestens 50 JAhren, wenn nicht noch viel früher, werden wir über 9 Mrd. Menschen auf dem Planeten haben.
    Schon jetzt haben 1,5 Mrd. Menschen keinen geregelten Zugang zu sauberem Trinkwasser, und das bei einer Weltbevlkerung von 6.3 Mrd.
    Es gibt jetzt schon kaum noch intakte Natur und das letzte bisschen werden wir mit den neuen 3 Mrd. noch gar klein kriegen.
    Ich könnte kotzen wenn sich Leute wie von der Leyen mit 6 Kindern hinstellen!
    Die eigene Fortpflanzung ist eigentlich heute ethisch höchst zweifelhaft, eigentlich wäre es viel vernünftiger massenweise Kinder aus den überbevölkerten Ländern zu adoptieren und diese Länder auf einen Stand zu bringen, dass das Bevölkerungswachstum gestoppt wird.
    Nationalstaaten haben ausgesorgt, die neuen Probleme werden global gelöst oder gar nicht!

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    • Die Pest hat nicht nur das Bev. wachstum beeinflusst, sondern auch ein letztes mal der Natur eine Chance gegeben, sich zu erhohlen. Demnach wäre eine neue Pest für die Natur eine Wohltat (allerdings nicht für die Menschen)

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      • würde bedeuten das heute, bei ungefähr 700 millionen einwohnern in gesamteuropa, ungefähr 233 333 333,333 sterben müssten. wenn man davon ausgeht das „der schwarze tod“ damals im mittelater fast 1/3 der gesamtbevölkerung europas ausrottete!

        wäre ein ziemlicher haufen dünger!

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        • das würde klappen, wenn Europa nicht das kleinste Problem inzwischen wäre…
          China, Indien, Südamerika, Afrika… DA lebt die Menschheit inzwischen…

          zur Zeit der Pest war Europa vermutlich noch der Kontinent mit den meisten Menschen, das hatte Effekt…

          meiner Meinung nach zeigt der Zustand unseres Planetens, der Zustand in den Gesellschaften und die globale Kluft, dass wir jetzt schon zu viele sind…

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          • nö, auch damals waren es schon asien und afrika.

            abgesehen davon, war es nur als einfaches bespiel zur veranschaulichung gedacht, das aufzeigen sollte um wie-viele menschen es sich dabei handeln würde.

            nimmt man es global – wären es dann halt ca. 2,2 MILLIARDEN menschen die verrecken müssten.

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