Genderdebatte: Jenseits des Industrienabels

Über der Metadebatte zur Genderdiskussion in aufgeklärten, internet-nahen Kreisen vergisst man(n) gerne, wo der offenbar unstillbare Diskussionsbedarf eigentlich herrührt: Davon, dass die tatsächliche Gleichstellung, auch und gerade in wirtschaftlicher Hinsicht, weder hier noch anderswo erreicht ist.

Das holländische Non-Profit-Modelabel (ja, sowas gibt’s) Satara handelt schon mal, während die anderen noch reden (a.k.a Befindlichkeits-Statements austauschen), und lässt Absolvent(inn)en des Amsterdam Fashion Institute Kleidungsstücke designen, die dann von selbständig wirtschaftenden Weberinnen und Schneiderinnen in Indien mit Hilfe der Mann Deshi Microcredit Bank hergestellt werden. So wird sichergestellt, dass die Erzeuger(innen) Umsätze erwirtschaften, die den lokalen Lebensstandard garantieren, während Konsument(inn)en in der Ersten Welt authentischere und individuellere Kleidung einkaufen können als im H&M oder C&A.

Ich weiss, dass es unter 11k2-Lesern nicht viele Anti-Feministen gibt, falls doch, würde ich gerne wissen, ob die beschriebene Aktivität auch schon geeignet ist, unspezifische Kastrationsängste auszulösen. Nur so aus beiläufigem Interesse. (via treehugger)

7 Kommentare

  1. Protip: „Genderdiskussion“ = Sexismus.
    Ich bin aus einer Generation, wo mir sowas fremdartig und sinnlos vorkommt.
    Ich entscheide nach Können, nicht nach Geschlecht. Weil letzteres, egal wie man sich entscheidet, immer nur Schaden erzeugen kann.

    Oh und „Anti-Feminist“? Da „Feminist“ genau wie „Maskulinist“ eine Form von Sexismus ist, heisst das dann „Anti-Sexist“ oder wolltest du „Maskulinist“ sagen. Ersteres bin ich. Zweiteres nicht.
    Aber in jedem fall ist es schade, dass du Sexist bist. :(

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    • Sehe ich auch so. Ich bin in einem Umfeld großgeworden, in dem Gleichberechtigung ganz natürlich war. Von daher kommt mir die Diskussion, genauso wie der seltsame AStA-Aktivismus damals an der Uni, völlig fremdartig vor. Ich bestreite nicht, dass es hier noch Verbesserungspotenziale gibt, aber der Feminismus ist an sich von der Realität überholt worden.

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  2. Yup, Barefoot hat’s erkannt. Das ist genau der gleich Schwachsinn wie Affirmative Action. Nur dass es in die andere Richtung zielt…

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  3. Soso. Und wie nähern wir uns dann der Gleichstellung? Durch Ignorieren des Problems? Im Ernst?

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    • Wehrdienst für alle? Im Ernst. Diese Rosinenpickerei ist nur noch dreist.

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  4. Jepp, solange man aus etwas ein großes thema macht wird man niemals davon los kommen. Geschlechter sind verschieden und menschen sind verschieden.

    Die meisten leute denken nicht mehr groß drüber nach sind also nicht bewusst feminist oder halt nicht. Und mehr kann man nicht erwarten. Man wird es nicht mit zwang rein bekommen in die leute und solange man daraus ein thema macht wird nichts besser. Genauso wird man nie die trennung von deutschland los werden solange man bei allem zwischen ost udn west unterscheidet.

    Auch das thema mit den homo sexuellen ist doch erst besser geworden sobald man es nicht mehr groß behandelt hat, heute ist das halt so für die meisten nicht mal mehr erwähnenswert.

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  5. genderdiskussion ist glaube ich die falsche bezeichnung …. in dem artikel geht es eher um gleichstellung … das gendermainstreaming hingegen ist die abschaffung von geschlechtlichen merkmalen.
    #
    das gendermainstreaming fordert die natur auf einen ungleichen zweikampf heraus den es niemals gewinnen kann. genau so wie die gesamte menschheit durch den internationalismus kaputt gemacht wird so wird hier das geschlecht kaputt gemacht. dies kann und wird nicht gut gehn.

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