Frauen verdienen ein Viertel weniger als Männer

Gleichstellungsrealität: Das Statistische Bundesamt meldet, dass in Deutschland auch 2009 der Stundenverdienst von Frauen um 23 % unter dem von Männer lag („Gender Pay Gap“).

Interessant der Unterschied zwischen alten und neuen Bundesländern: Wo die Ideale des Sozialismus noch in der Erinnerung der Menschen weiterleben, beträgt der Gender Pay Gap nur 6 %, im gutbürgerlich-kapitalistischen Westen bei 25 %. Man muss ausserdem beachten, dass dieser Durchschnittswert alle wirtschaftlich relevanten Faktoren wie Billiglohnsektoren oder Berufs- und Bildungschancen pauschal mit einschliesst.

(destatis) (pic Deutsches Bundesarchiv)

9 Kommentare

  1. >Ein Grund für die relative Stabilität des Gender Pay Gap besteht darin, dass die ursächlichen Faktoren nur langsamen Veränderungsprozessen unterliegen. Beispielsweise zeigen sich im Hinblick auf den Beschäftigungsumfang oder auch bezüglich der Qualifikationsstruktur kurzfristig kaum Veränderungen
    (Quelle: destatis)

    und wenn man sich die Details zu der Datenbasis durchliest findet man:
    http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_SDDS/de/earn_grgpg2_esms.htm
    target population: all employees, there are no restrictions for age and hours worked;

    Ich kenne viele Frauen die (auf eigenen Wunsch) halbtags Arbeiten und deshalb natürlich weniger verdienen (oder sehe ich das falsch? weniger arbeiten -> weniger BRUTTO-Lohn). Natürlich könnte auch der Mann halbtags (oder reduziert) arbeiten um sich um die Kinder zu kümmern, aber viele Frauen möchten sich ums Kind kümmern und in der Zeit nicht/halbtags arbeiten (wäre ja auch eine krasse Belastung!).

    Hauptsache man kann mit „riesigen voll krass unsozialen“ Zahlen rumwerfen… (steht btw morgen garantiert so in der Bld…)
    trau keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast!

    gruß

    N

    (und woher die 6% im Osten kommen kann man sich anschaulich an der Arbeitslosenzahlen ansehen :-( da tun mir die Männer im Osten echt leid)

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  2. Die Statistiken kenne ich noch aus den 80er, da waren die Zahlen fast die selben.

    @NooB: Es geht darum, dass Frauen bei gleicher Arbeit und Stundenzahl, generell einen niedrigeren Stundenlohn bekommen. Darum wirst du bei den Angestellten von Anton Schlecker auch keine Männer finden ;)

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  3. Die Statistik nicht, aber es gab vor kurzem bei Cicero einen ähnlichen Artikel – andere Zahlenbasis, selbes Ergebnis. Desgleichen beim Time Magazine, nur haben die sich, gluabe ich mich zu erinnern, ganz Europa oder Amerika angeschaut. Müsste nachforschen.

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  4. Nein es ist defacto kaum so das frauen weniger verdienen, den der lohn ist bei den meisten nach tarif geregelt, und wenn es im tarif schon unterscheide gibt dann wohl mit guten grund :)

    Und die kleinen betrieben bezahlen jeden nach dem was sie meinen das er wert ist, da gibts auch leute mit 20 jahre im betrieb die weniger verdienen als ein neuling mit 3 jahren berufserfahrung und halt frauen wo der chef weniger für gibt, weil er jeden für sich einschätzt und demnach lohn aussüchtet.

    Auch kann es ja nicht sein das die zahlen bei nichberücksichtigung von weniger arbeitszeit und so die selben wäre wie ohne, weil wenn es immer ca 25% sind müsste ja dann dank kürzerer arbeitszeit der wert weiter in den höhe gehen also irgentwo bei 33% liegen.

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  5. Das ist immer noch so eine Sache die ich nicht Checke…
    Wie kommt ein Mensch auf solche Ideen? Also weniger zahlen für… Frauen, Schwarze, Weisse, Männer, wasauchimmer.
    Ich meine man schadet sich damit als Firma doch nur selber. Es ist so absurd, ich bin wortwörtlich unfähig, die Logik zu begreifen. Rational is das jedenfalls nich. Und klug sowieso nicht.

    Ich schätze ich bin in einer zu späten Generation aufgewachen. Für mich ist das, wie für die Kids in South Park, in der Folge mit der Flagge (18:07-.20:03) Es ist einfach ausserhalb meines Realitätsbewusstseins.

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    • Warum weniger zahlen? Weil das mehr Profit bedeutet. Egal, welcher Vorwand. Das hat übrigens nichts mit Generationen zu tun.

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      • gebe ich dir zwar vollkommen recht @Fritz, aber mit verlaub es hat auch mit (echtem) sexismus, rassismus (im klassischem sinne) und sozialrassismus zu tun und nicht und ausschließlich nur mit profitstreben!

        eine mann ist mehr wert als ein frau. ein hellhäutiger ist mehr wert als ein dunkelhäutiger. ein gesunder mensch ist mehr wert als ein behinderter. ein christ ist mehr wert als ein muslime. jemand aus der sog. „bürgerlichen mitte“ ist mehr wert als jemand aus der sog. unterschicht oder auch „dem prekariat“ (und hier merkt man es schon alleine an der verwendungsart der begriffe „BÜRGER“ bzw. „BÜRGERLICH“ (die alleine für sich schon so absolut abgrenzend und herabwürdigend verwendet werden als ob jemand aus der sog. „unterschicht“ bzw. „dem prekariat“ überhaupt kein „bürger“ dieses landes wäre, sondern lediglich und im besten falle nur ein hinzunehmendes übel darstellt) . etc. etc. etc.

        eine äußerst ekelhafte verhaltensweise, die im besonderen maße gerade unter sog. menschen zu finden ist die sich (selbst) als „elite“ begreifen und/oder sehen. ob sie denn nun zur „echten elite“ zählen – oder wie in den allermeisten fällen – sich selbst einfach nur gerne als solche betrachten und mit hinzuzählen. gerade bei letzteren ist dieses verwerfliche verhalten ganz besonders ausgeprägt! ein flüchtiger blick in die mittleren ränge der FDP/CDU/CSU (anhänger) reicht hierfür schon völlig aus.

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  6. Auch Gleichstellungsrealität: Gut aussehende Menschen verdienen im Schnitt ca. 15% mehr als schlecht aussehende. Auch nicht fair! Häßlichenquote einführen?

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