Paid Content: Bezahlwall gegen die Zukunft

Gestern hab ich über die ersten Ergebnisse des Paywall-Experiments bei der London Times geschrieben (drüben bei Techfieber), wo die Einführung einer Bezahlschranke für das Lesen der Online-Artikel dazu geführt hat, dass über 90 % der Leser wegfallen, weil nur ein sehr kleiner Teil bereit ist, für Online-News zu bezahlen. Damit fallen natürlich auch über 90 % der global stark wachsenden Werbeeinahmen weg. Warum machen Verlage sowas?

Tech Journo Om Malik bringt in seinem Giga Om Blog eine sehr schlaue Erklärung: Der Bezahlzaun ist nicht dafür da, Leute auszusperren (das wäre unsere Perspektive), sondern sie einzusperren. Wo? In der Online-Ausgabe der London Times? Nein, in der Papierausgabe.

Leser sollen durch solche Massnahmen dazu bewegt werden, auf bewährte Vermarktungsmodelle einzugehen, nämlich den Verkauf von Datenträgern (in diesem Fall Papier). Ein Rückzugsgefecht. Ein Kissen vors Gesicht, damit man die böse Gegenwart mit ihrem Internet, den Sozialen Netzen und den vielen Meinungen nicht sehen muss.

Ich glaube, wir müssen uns um solche Verlage (und ihre teilweise bizarren Forderungen) keine Sorgen machen. Genau die werden als erste zumachen.

( gigaom)

4 Kommentare

  1. Einfach nur dumm.

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  2. Es entspricht ihrem soziologischen Horizont, dass Bürger, die sich von Partei A lange genug haben verarschen lassen, automatisch Partei B wählen, bis Partei B sie so lange verarscht hat, dass sie wieder Partei A wählen, die sie dann so lange verarscht, bis…

    Nichtwähler sind Paralleluniversum. Auswanderer sind Paralleluniversum. Piraten sind Paralleluniversum.

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