Jedes zweite Spiel als Download verkauft

Für den PC. In den USA. Nach Zahlen von Nielsen. Nachdem bisher die stark sinkenden Verkaufszahlen physischer Unterhaltungsdatenträger zu vorschnellen Abgesängen für den PC als Spieleplattform geführt hatten, nahmen die Marktforscher nun endlich die digitalen Verkäufe mit in ihre Kalkulation:

48 % der US-Verkäufe (oder 21,3 Millionen Kopien) sind bereits digital und reiner Download, ohne CD oder DVD. Dazu kommen die Umsätze mit MMOs (Monats-Abos) und der Handel mit virtuellen Gegenständen (Items). Grösster Shop im Multiversum: Steam. War klar. Was bedeutet diese Entwicklung im wichtigsten Unterhaltungsmarkt dieses Planeten dann für die anderen, weniger umsatzstarken Sektoren, so wie Musik oder Film? Sind die Unternehmen in diesem Bereich bereit, auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen, oder gehen sie lieber bankrott?

(via rps)

10 Gedanken zu „Jedes zweite Spiel als Download verkauft

  1. Das Problem bei Onlineshops ist die lokalisierung der Preise. Ich kaufe lieber einen physischen Datenträger z.B. bei Amazon UK für unter 40 € inkl. Versand, als eine Downloadversion, die ich nur zu deutschen Preisen, also 44-50 €, bekommen kann.
    Wenn man der Abzocke ein Ende bereiten würde und die deutschen Preise auf europäisches Durchschnittsniveau fallen würden, würde ich auch mehr Downloadversionen kaufen.

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  2. Ich denke mal das man wohl viele minispiele und sowas das es nur online gibt gezählt hat.

    Man müsste wenn schon die summen vergleichen oder noch besser wieoft worde spiel x online und wieviele datenträger worden gekauft.

    Dann kann man sehen ob online wirklich für die großen spiele eine aktzeptanz bei den kunden gewinnt. Und ich wette das es dann viel viel schlechter aussieht als wenn man billigste online spiele genauso wertet wie brandneue vollpreis titel.

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    1. Nein. Minispiele sind in dieser Statistik garnicht vertreten. Und auf Geldsummen kann man sich nicht verlassen, weil der meiste Kram eh extremst überteuert is. Steam verkauft mehr, weil sie realistischere Preise anbieten. Das würde offline genauso laufen.

      Natürlich grenzt die Idee, für die Nutzung von etwas Geld zu verlangen, was man per Definition nicht besitzen kann, immer noch an gemeingefährlichen Irrsinn, und gehört mit Ausweisung wegen Massenbetrug bestraft. Und natürlich kann man auf sowas kein gesundes Geschäftsmodell in der Realität aufbauen. Und dass die Spielekopien verkauft worden wären, ist ja von vornherein schonmal erstunken und erlogen, da es maximal eine „temporäre Nutzungslizenz“ gab.
      Aber…? Kein aber. ^^

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      1. Das ist jetzt ein Zirkelschluss. Da du als Argument gegen das Argument, dass das Mist wäre weil die Studie Mist wäre, bringst, dass die Studie den Trend doch bestätigt. ^^
        Also anders gesagt: Du basierst dein Gegenargument auf der Aussage die er als ungültig erklärt hat. Anstatt es stützend unter sie und unseren gemeinsamen Paradigmen zu legen. ^^

        Unabhängig davon – und da greife ich dir jetzt unter die Arme – gibt es natürlich ganz andere eindeutige Indizien, die die These, dass Spiele nicht mehr auf physischen Medien verkauft werden werden, stützen.
        Zum Beispiel, dass physische Medien (außer denen die eher nicht zum Austausch bestimmt sind) allgemein dank des Internets komplett an Bedeutung und Zweck verlieren. Wie man bei Musik und Filmen ja schön sehen kann.
        Oder dass viele moderne Computer auch schomal ganz ohne Lesegeräte dafür kommen, weil das keine Sau mehr braucht, ausser vielleicht fürs Betriebssystem oder noch seltener für Backups.

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      2. Schon klar, aber wenn man eine Studie sieht, die Impulse & Gamersgate aussen vor lässt, muss man schon stark an der Validität zweifeln.

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  3. Kann ich zumindest für mich bestätigen. Die letzten ~20 Games kamen fast alle über Steam, darunter auch „Größeres“ wie Battlefield Bad Company 2 oder Batman: Dark Asylum. Grund ist wohl Bequemlichkeit, 2 Klicks und das Spiel lädt runter und ich kann es innherhalb ner Stunde oder so zocken.
    Ähnlich sieht’s auch beim Musikkauf aus, nur noch wirkliche Perlen muss ich unbedingt noch physisch in der Hand halten, ansonsten ist MP3 einfach bequemer, vor allem weil’s eh ziemlich schnell aufm Rechner oder dem USB-Stick im Auto landet.

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    1. Und weisst du warum ich nie ein Spiel übers Internet kaufen werde?
      1. Weil ich nicht auf DRM-verseuchten Dreck stehe und kein Shop den ich kenne mir sagt ob das Zeug sauber ist, und
      2.. weil eh niemand von uns jemals ein Spiel gekauft hat. Ausser er war Produzent, und hat mehrere Millionen zur Hand gehabt, um die Dienstleistung zu bezahlen. Denn was du da gemacht hast, ist eine „Lizenz“ zu erwerben, und dann eine Kopie runterzuladen. Wobei die „Lizenz“ nur ein Sith-Geistestrick ist, der nur dann funktioniert, wenn man an den Bullshit glaubt. Gesunde Menschen tun das also eh nicht.

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      1. Und weißt du auch, dass mir das alles vorher bewusst war (also alles bis auf den Sith mindtrick)? Es sind nur Spiele. Und jetzt freu ich mich auf die Collector’s Edition von StarCraft 2, die physikalisch morgen bei mir eindrudelt.
        Es gibt übrigens auch DRM-freie Spieledownloadseiten.

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