Atompolitik: Längere Laufzeiten, geringere Sicherheit

Die Regierung Merkel hat einen im Geheimen verhandelten Vertrag mit den Energiekonzernen geschlossen, der längere Laufzeiten für alle Kernkraftwerke vorsieht, wobei ältere Uranschleudern vor allzu hohen Sicherheitskosten geschützt werden sollen.

Und vor zu hoher „Brennelementesteuer“, die nämlich dann mit den Kosten für Sicherheit verrechnet werden kann. Auf diesem Weg werden erneuerbare Energien zuverlässig wegsubventioniert. Und das, obwohl heute zwei Drittel der Wähler in Deutschland für den rot-grünen Atomausstieg sind. Aber was solls: Radioaktivität kann man schliesslich nicht sehen. Die Folgen einer korrupten Politik anscheinend auch nicht.

Hier ist der Vertrag als PDF.

(news) (pic greenpeace)

11 Kommentare

  1. Auch wenns schrecklich klingt: Soll doch mal eins in die Luft fliegen, dann sehen sie (hoffentlich noch) was sie davon haben…und viele Unschuldige leider auch… :-/

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    • Das ist das Konzept der Grünen seit sie an der Macht waren.
      Aus erster Hand weiß ich, dass mit der Rot-Grünen Regierung sich die Kernkraft Sicherheitslage in Deutschland vom Vorzeigemodell zum abschreckenden Beispiel entwickelt hat.
      Objektive Diskussion in dem Themenkomplex ist zwar hierzulande so gut wie unmöglich, aber den Ruf der Sicherheitskonzepte im Auslands-Fachpublikum kann man durchaus einigermaßen objektiv abrufen.

      Abgesehen davon ist natürlich der neue Ansatz der Regierung hahnebüchen. Die vielleicht gute Ursprungs-Idee den KKW-Betreibern mehr für Laufzeit abzunehmen und das dann der Entwicklung/Subventionierung von erneuerbaren Konzepten zukommen zu lassen, scheint so verwässert, dass es praktisch zum Gegenteil verkommen ist. Bleibt dem Wähler nur daraus seine Schlüsse zu ziehen…

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      • Sowas wie Objektivität gibt es nicht. Sowas ist sozial und sogar physikalisch gesehen absurder Unsinn. Leute die das Wort verwenden, sind nur so egozentrisch, dass sie denken, ihre Weltsicht würde für die ganze Welt gelten!
        „Objektiv“ ist, was Leute eine Weltsicht nennen, die in ihr persönliches Modell passt. Mehr nicht.

        Ich mach mir keine Sorgen. Uran ist eh früher aus als Öl. So in 20 Jahren (spätestens) lohnt sich das garnicht mehr. Deswegen wollen die Atomkraftkonzerne ja noch den letzten Tropfen Geld rauspressen. Die planen nämlich selber schon den Atomausstieg. Man muss ja vorsorgen.

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  2. Da kann man nur einen Kommentator von telepolis zitieren: „Man kann gar nicht so viel essen wie man kotzen möchte…“

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    • …vor allem keine Pilze und keinen Salat! Jeder, der sich noch an Tschernobyl erinnern kann, weiß das…

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    • Das hat Max Liebermann gesagt, du Nase Oo

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  3. Das ist so ein alter Trick, dumm nur, dass er meistens funktioniert. Einfach alles so kompliziert machen, dass der dumme Bürger nichts versteht – schon garnicht, dass die Atomkonzerne jetzt nur noch mehr Gewinn machen.
    Und wer schaut in die Röhre? Alle, die in erneuerbare Energien investiert haben.

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  4. Leute, Leute! Macht euch keine Sorgen! Jeder in der Branche weiss, dass Uran noch vor dem Öl aus sein wird! Und schon weit vorher sehr unrentabel. Ja, das heisst auch, dass es keine neuen Atombomben mehr gehen können wird!

    Ich finde Atomkraft, wenn richtig gemacht, weniger problematisch als fossile Brennstoffe. (Kenne mich was mit der Technik aus. Kohlestaub aus Kohlekraftwerken ist radioaktiver als Uran. Und mit schnellen Brütern lässt sich die Abfallmenge fast auf Null reduzieren, da alles wiederverwendet wird, und den Reaktor nie verlässt.)

    Trotzdem bin ich für solarthermische Kraftwerke im Süden, mit Staubecken im Norden (für die Nacht), und Hochspannungs-Gleichstrom-Leitungen dazwischen. Einfach weil’s so unglaublich elegant ist: Kein Schaden für die Natur (im Gegenteil: Etwas schatten in der Wüste und etwas Kondensation die hängenbleibt, tut dem wenigen Leben da eher gut.), nur aus den am meisten verfügbaren Rohstoffen der Erde, die zudem noch 100% recycelbar sind (Alu, Glas, Eisen), leicht zu warten, und so preiswert, dass selbst Dritte-Welt-Nationen sich die leisten können.

    Und das schönste: Die EU hat längst einen großangelegten Plan, der genau das vorsieht! Und der gerade zu diesem Zeitpunk bereits in die Tat umgesetzt wird! (Die ersten Kraftwerke sind schon in Bau bzw. fertig!)

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    • Wenn Du etwas (mehr) recherchiert hättest, könntest Du wissen, dass dieser Vergleich zwischen Uran und Öl hinkt. Es ist zwar richtig, dass rechnerisch die bekannten Uranvorkommen vor den bekannten Ölvorkommen zu Neige gehen werden, allerdings ist die Uran-Erschließung lang nicht so (fast-) vollständig wie die von Öl.

      Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass – sollte Uran knapp werden – mit relativ geringem Aufwand weitere Vorkommen gefunden und erschlossen werden können. Zuguterletzt bliebe immer noch die Gewinnung aus Meerwasser, da die Ozeane aktuell das größte Uranvorkommen darstellen. Ist momentan noch unwirtschaftlich, aber wie das bei Verknappung ist kann man sich ja denken.

      Gut denkbar, dass die Idee mit dem knappen Uran immer mal wieder von den KKW Betreiber lanziert wird um bei einfachen Geistern die Gemüter zu beruhigen. Nach dem Motto „Is ja eh bald alle…“

      Branchenkenner…

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    • Oh, da ist wieder jemand Opfer der Propaganda… mit den üblichen Quellangaben „Jeder weiss, daß…“.
      Du gibst etwas als Fakten aus, was nur Theorien sind: Dein „fossiles“ Rohöl könnte genauso gut abiotisch entstehen. Der russische Geologe Mikhailo Lomonossov kam erstmal im Jahre 1757 auf diese Idee „Erdöl stammt aus den winzigen Körpern von Tieren, die in Sedimenten eingeschlossen unter hohen Drucken und Temperaturen sich über unvorstellbar lange Zeiträume in Erdöl umwandelten.“ Wir wissen nicht welche Beobachtungen ihn dazu geführt haben, nur diese Theorie ist nie bewiesen worden und wird einfach seit über 200 Jahren ungeprüft akzeptiert und in den Universitäten gelehrt.

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      • wenn da nich mal einer der wirklichen antwort auf der spur is lass dich nich erschissen oder verunfallen.

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