Frankreich: Buchpreisbindung für eBooks

Der französische Kulturminister Frédéric Mitterrand (rechts im Bild) hat einen Gesetzesentwurf durch die zweite Kammer des Parlaments gebracht, wonach in Frankreich eBooks künftig nicht billiger als die Papierausgabe verkauft werden dürfen. Die Verleger ihrerseits reagieren gereizt und sprechen von Einmischung. (via shinyshiny) (pic Alain Zirah cc by)

 

 

 

 

10 Kommentare

  1. …rechts im bild… :)

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  2. ja das war der Bringer rechts im B ild muhahahhahaha

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  3. Manche schreien ganz schnell „Sozialismus“ wenn es um eine Krankenversicherung für Menschen geht, die sich keine leisten können (USA), andere wiederum diktieren Gesetze, damit Preise nicht angemessen gestaltet werden können. Jeah!

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    • Tja. Jeder Extremismus hat zwei Seiten. Und eine extreme Mitte. Ach nee, eigentlich ist ja die Position relativ, und extrem ist alles, was zu weit vom eigenen Standpunkt weg ist. ^^ Oder auch nur stur auf einer anderen Position verharrt als der eigenen.

      Ich frage mich, wann die Menschen lernen werden, dass Ansichten ausnahmslos immer relativ sind, und man sich entweder einigen, oder seiner Wege gehen muss.

      Ich bin für Staatenteilung mit Teilunionen. Und ich kann mathematisch beweisen, dass das durchschnittlich immer glücklichere Bürger zur Folge hat. :)

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  4. Was ist, wenn ich es einfach nicht aln „eBook“ deklariere, sondern als „Software“? Und halt immer genau so weit in Richtung Software gehe, dass es das Gesetz umgeht.
    Und sowieso… wäre das nicht ein „LivrE“? ^^

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  5. man darf aber nicht vergessen das in frankreich die (buch)-preisbindungen tatsächlich großteils dazu verwandt werden die gesammelte autorenschaft (also die schaffenden) zu unterstützen und nicht etwa nur die verlage damit zu stopfen und zu mästen!!!!

    das sollte man immer bedenken, denn in frankreich haben solche umverteilungsmechanismen, anders als hier in DE (obwohl man meinen könnte das sie sich vom prinzip her gleichen), tatsächlich eine ausgleichende funktion die nicht nur auf dem papier besteht.

    deshalb krätzen jetzt die verlage auch so herum – weil sie nämlich nicht wie hierzulande ins allgemeine scheiß-neo-liberal-drecks-kapitalistische preisdumping – welches ausschließlich zulasten der schaffenden und arbeitenden ginge – mit-einstimmen können um ausschließlich nur die verlage sowie die oberen 10% zu bevorteilen.

    gleiches gilt übrigens auch für die französischen gegenstücke zur GEMA sowie anderen geldeintreibe-institutionen die hierzulande nur einen relativ kleinen kreis großzügigst mit hunderttausenden und millionenbeträgen bedienen (und alle anderen gehen nahezu oder völlig leer aus).

    denn anders als hierzulande kann in frankreich eine ganze breite an künstlern und schaffenden tatsächlich von diesen einnahmen halbwegs bis durchschnittlich gut davon leben.

    also nicht immer alles gleich von vorne herein miesmachen nur weil es sich vermeintlich ähnelt!!!

    in frankreich ticken die uhren wirklich etwas anders als hier im lande der absolut USA-verblödeten!!! was sich spätestens bei der nächsten wahl zeigen wird bei der die neo-liberalen und kapital-konservativen so dermaßen extrem abstürtzen werden wie seit jahrzehnten schon nicht mehr. leider werden aber auch – dank der politik dieser dämlichen arschlöcher – die nationalistisch-rechten einen signifikanten zuwachs zu verzeichenen haben!

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    • Der Gedanke dahinter jedoch ist trotz allem ein widersinniger. Ich kann es begrüßen, wenn AutorInnen Geld für ihre Arbeiten bekommen, allerdings werden durch hohe Preise potenzielle LeserInnen ausgesperrt. Davon hat, richtig, der/die AutorIn auch nichts.

      Und unabhängig vom Preismodel ist es doch so, dass eBooks einfach durch ihre digitale Beschaffenheit keinen nennenswerten Produktionskostenpunkt besitzen. Sie sind unendlich oft kopierbar, brauchen keinen Platz im Regal und darüber hinaus auch keine Papierseiten. Das alles dürfte den Preis beeinflussen, es sei denn, es ist nicht gewollt, dass sich diese Technologie durchsetzen kann.

      Das die Autoren wahrscheinlich wie in anderen Ländern gnadenlos ausgebeutet werden, steht auf einem anderen Blatt, das aber nicht weniger wichtig und interessant ist.

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      • genau so seh ich das auch. Ziehe von dem gedrucktem-Buchpreis die Material, Druck, Lager und transportkosten ab; und schlage Webseitenunterhalt drauf.
        Dann käme man auf einen fairen Ebook Preis eines Buches.

        Das was die da machen ist wieder nur eine weitere Entwicklungsbremse.

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  6. DigitalDiat ist doch klasse.
    Man muss ja nurmal bedenken was so’n PrintTeil wiegt.
    Außerdem spart es Strom. Stichwort Klingel-Liftkosten, und benzin natürlich. Nicht zu vergessen das bißchen Regenwald welches für eine SPIEGEL/ZEIT – Printausgabe nötig ist.
    Würde gerne mal erfahren wieviel Regenwald/Kölner Bahnhofswald die PrintworkLohnabhängigen so jede Woche verblasen.
    Und gleichzeitig gegen den Klimawechsel antröten.

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  7. Ich denke, man braucht sich nicht weier zu wundern. Die wollen einfach die Verlage noch eine Weile schützen, die ohne Print-Absatz schlichtweg üerflüssig werden.
    soziale Bestitzstände und Erbhöfe sicher, das hat Tradition in Frankreich.
    Wirdin diesem Fall nicht lange funktionieren.

    Diese Koppelung entfällt aber – zwangsläufig -, wenn es gar keine Print-Ausgabe gibt!
    Ein Plus also für alle indie-AutorInnen, die den Schritt zum e-book machen.
    Was in Frankreich übrigens weiter ist als in D-land.
    smashwords biespielsweise hat schon eine Seite für französische Bücher, während man sich die deutschsprachigen mit dem Suchbegriff „deutsch“
    http://www.smashwords.com/books/search?query=deutsch
    oder „deutsche buecher““
    http://www.smashwords.com/books/search?query=deutsche+buecher
    herausssuchen muss.
    Annemarie

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