11k2: Jetzt zwei Millionen mal gelesen

Irgendwann heute am frühen Morgen hat einer von euch zum zweimillionsten Mal auf eine 11k2-Page geklickt.

Ich weiss jetzt leider nicht, wer von euch treuen Lesern das war, sonst könnte ich ihr/ihm persönlich einen Preis… na gut. Da will ich doch gleich mal nachsehen, was ihr im laufenden Jahr besonders mochtet… aha!

Meistgeklickter Beitrag bisher 2010 ist die Sache mit dem Streit zwischen Google und der AP, aber ok, wahrscheinlich nur wegen dem Pic mit dem, ähm, Fotomodell, das sich grade ein gut gefülltes Google-Tshirt vom Körper reisst (17.800 x).

Fast so beliebt: Die Golfstromdebatte. Wir müssen alle erfrieren! Nein, doch nicht! (13.815 x).

Im Bereich Kultur der Dauerbrenner: Iron Sky. Klar, das kann ich verstehn (13.080 x).

Auch weit vorne in der Publikumsbeliebtheit: Kino.to, Kate Perry, Hello Kitty, Great Pacific Garbage Patch, Die Antwoord, FlightRadar24 und ähnliche gesellschaftliche Brennpunkte. Ach, so ist das? Dabei wollte ich doch nur die Welt ein ganz klein wenig besser machen!

Uh. Ok. Das war jetzt gelogen. Und auch die Unterstellung, ihr, meine treuen Leser, würdet fortwährend und glasigen Blicks auf Boulevardthemen wie die oben genannten klicken. Nein, das ist Google-Treibgut. Leute, die auf der grossen weissen Suchmaschine nach „big tits“ suchen und dann 7.512 mal bizarre Nippon-Trash-Videos ansehen müssen. Das versöhnt mich dann doch wieder ein wenig mit der Welt. Ah. Google. Mein Freund. Meine persönliche Bildungsoffensive. Meine Erfüllung. Mal ganz unter uns: Immer nur schreiben ist doch Kacke. Man will doch auch mal selber was zu lachen haben. So als Autor. Echt jetzt.

9 Kommentare

  1. na wenn wir von den besten posts des jahres reden, dann muss doch der obenstehende auf jeden fall auch in die charts…:)

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  2. Du, das sind nicht die beliebtesten Themen, sondern nur die, von denen am meisten Leute nebenbei über Google herkommen. Wenn wir dann hier sind, ändert sich die Sache stark. Mach mal nur einen einzigen Artikel über etwas, von dem du weiss dass es über längere Zeit viel gesucht wird, aber garantiert niemanden hier interessiert. Ich wette um ein Getränk deiner Wahl, dass das der „beliebteste“ Artikel der nächsten „Saison“ wird! :)

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    • Na toll… hätt ich den Artikel mal zuerst zu Ende gelesen…

      …aber so hast du wieder was zum Lachen. Es ist also mein Geschenk an dich. Herzlichen Glückwunsch! :D

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  3. Sei ehrlich: man KÖNNTE rauskriegen WER geklickt hat. Würde Dich aber mindestens ein Freibier kosten :D

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  4. Ein bischen Off-Topic – aber nur so als Idee.

    Die aktuelle Wikileaks-Debatte halte ich eine Steil-Vorlage um der Piraten-Partei ein Gesicht zu geben, was jederman und jederfrau sofort versteht.

    Zum einen hätten wir da den Standpunkt.

    – „Hey Leute, WIR sind das Volk“ – und wenn das Volk sagt – „her mit den Daten“ und für mehr Transparenz ist … sollte das auch durch die Politiker gemacht werden. Im Zweifelsfall durch eine schnelle Volksabstimmung.

    Zum anderen sehen wir hier ganz super-klar.

    – … daß die „Herrschenden“ nichts anderes sind als die Barone und Landherren der Vergangenheit, die uns nur als Stimm-Vieh betrachten und nach der Wahl „ihr eigenes Dingen durchziehen“.

    – … und sich keiner für unsere Probleme und Wünsche interessiert.

    – Auch sehen wir jetzt sehr schön, daß der Amerikaner sich nicht wirklich von dem Chinesen unterscheidet … und das gesamte politische System der West- und Ost-Welt nur aus Heuchlern und Speichel-Leckern besteht, die sich an die Geld-Töpfe der Industrie heran-hecheln.

    ——————————–

    Wenn es den Piraten gelingen sollte, sich als Gegenpol dieser schmierigen Politiker-Kaste aufzubauen und mit entsprechend werbewirksammen Auftritten „freie Informationen für freie Menschen“ fordert, sehe ich eine sehr viel höhere Aktzeptanz in der breiten Mittelschicht.

    In diesem Sinne, alles Gute
    Makkus

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    • Tut mir Leid, aber es gibt bei der Idee einen unglücklichen Haken, auf den ich gestoßen bin, als ich die selben Gedanken beschritt wie du. Und ein Zitat auf dem großartigen Film „Revolver“ beschreibt es besser, als ich das kann:

      (Beim Schachspiel) „You know what’s so elegant about this little game, Jake? Nobody knows what the enemy is. They don’t even know he exists. He’s in every…one of their heads. And they trust him. Because they think they are him. If you try to destroy him… to save them,… they’ll destroy you… to save him. Ahh… it’s beautiful man… You have to admire the opponent’s elegance. Check.“

      Die wissenschaftliche (empirisch bewiesene) Theorie dahinter ist beeindruckend und beängstiged zugleich. Denn sie zeigt, was wir alle uns ja eigentlich denken können: Dass nach dem durchlaufen dutzender Relais in Form anderer Menschen und Medien, unserer verzerrenden und filternden Sinne, und vor allem dem alles ganz und gar abhängig von der Vergangenheit verarbeitenden neuronalen Netz namens Gehirn… dass wir nach all dem eigentlich garnicht wissen und auch niemals beweisen können was Realität, Fakt oder Wahr ist.

      Die wenigsten Menschen sind sich dessen überhaupt bewusst. Und noch weniger versuchen wenigstens, möglichst direkt selber zu erfahren wie sich die Dinge verhalten. Die meisten Menschen leben, größtenteils völlig unbewusst, in Realitäten, die von wenigen Menschen gebildet werden. Diese wenige Menschen sind natürliche Führungspersönlichkeiten. Was mit sich bringt, dass sie sich ihrer selbst sehr sicher sind. Leider ist dieser Faktor ihrer Person zumindest orthogonal zu ihrer Intelligenz.Und leider wirken andere Realitäten auf diese Menschen viel stärker, *wenn* sie denn mal wirken. Sie sind sozusagen Aggregatoren und Beurteiler. Was ganz natürlich dazu führt, dass das Ganze in die RIchtung driftet, die ihnen und ihrer Gefolgschaft das größte Wachstum und die meisten Ressourcen bietet.

      Woraus sich obiges Zitat natürlich ergibt.
      Und was bleibt, ist nur, selber so eine Führungspersönlichkeit zu werden, und seine eigene Welt, gleich einem Organismus, wachsen oder gedeihen zu lassen.
      Zu fragen ob das besser oder schlechter ist gibt keinen Sinn, da dieses ja durch obige Regeln garnicht anders als relativ zur eigenen Person definiert sein kann.
      Und etwas anderes bleibt einem physikalisch sowieso garnicht übrig.

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  5. Früher nannten wir so etwas „Streber“ .-))

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    • Und früher nannten wir die, die andere als „Streber“ bezeichneten „Neidhammel“ :P

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  6. touche

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