Wie anonym bin ich im Netz? Hier der Test.

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat ein Tool online gestellt, mit dem wir testen können, wie anonym wir für engagierte Werbetreibende, Schlapphüte oder andere Netzschnüffler eigentlich sind: Panopticlick. Das Problem mit der Online-Privatheit:

Auch wenn du die Cookies ausmachst oder auf auto-delete stellst und selbst wenn du Flash-Cookies abschaltest und aus deinem System löschst (siehe 11k2), bleibt noch ein weiterer Weg, um dich zu identifizieren und deine User-Identität auf fremden Webservern zu speichern: Die paar wenigen Informationen, die dein Browser über dich verrät. So was wie Browsertyp, Betriebssystem, Updates, installierte Fonts und grundsätzliche Einstellungen. Das Buzzword ist hier „Fingerprinting“.

Über meinen PC sagt Panopticlick: Dein Browser Fingerabdruck ist unter den bisher getesteten 1.334.018 einzigartig. Ich kann also davon ausgehen, dass ale, die daran interessiert sind (nicht nur die bekannten Verdächtigen wie Google und Facebook) meinen individuellen Browserfingerabdruck besitzen und ihn etwa anhand meiner Logins auch mit meinem Realnamen und weiteren bekannten individuellen Eigenschaften verknüpfen können.

Der Weg aus dieser Falle führt, soweit ich im Moment überblicken kann, nur über wiederholtes Verändern der Eigenschaften meines Browsers und Betriebssystems, etwa durch Löschen und Installieren von Fonts, oder das Verwenden unterschiedlicher Browser für unterschiedliche Zwecke.

(panopticlick via credit)

Hier noch mal die Langversion der beiden 11k2-Artikel zum Thema, auf der TP.

7 Kommentare

  1. Within our dataset of several million visitors, only one in 444,715 browsers have the same fingerprint as yours.

    Currently, we estimate that your browser has a fingerprint that conveys 18.76 bits of identifying information.

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  2. Meinereiner ist an einem Rechner mit zwei verwendeten Browsern zweimal durchgefallen – also in dem Sinn unique. Bleibt mir noch der Trost, dass ich an zwei Rechnern jeweils zwei Browser und das Smartphone abwechselnd verwende. Das macht einen zwar nicht anonym, erschwert aber vielleicht die Auswertung :)

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  3. Wir Linuxer haben da sowieso keine Chance.

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  4. Mit JS unique, ansonsten one in X

    Wer schreibt einen „random Header“ crawler, um „deren“ (also hauptsächlich Seiten die minen) Datenbank zu verunreinigen? ;D

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  5. Your browser fingerprint appears to be unique among the 1,338,819 tested so far.

    Currently, we estimate that your browser has a fingerprint that conveys at least 20.35 bits of identifying information.

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  6. Als ersten Schritt blocke ich ja schon jeden „Ad“ Dienst per NoScript dementsprechend kann ich mir 2 Fingerabdrücke generieren: Einmal geblockt und einmal ungeblockt (bis jetzt beide einzigartig)

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  7. Hmm…
    Interessantes Testtool und irgendwie erschreckend, dass man trotz vielfältiger Plugins immer noch so leicht zu identifizieren ist.
    Ich nutze zwar mehrere Rechner mit verschiedenen Einstellungen, aber die erschreckende Wahrheit scheint zu sein, dass man durch die erwähnten Browserplugins sogar relativ einfach auch über mehrere Systeme hinweg zugeordnet werden kann.
    Die spannende Frage wäre also tatsächlich, was man am besten dagegen unternehmen kann?

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