Deutschland am Hindukusch verteidigen

Im Dezember waren es noch 38 Ja %, 57 % Nein, im Dezember 09 45 % Ja, 57 % Nein. Warum sind dann noch deutsche Truppen in Afghanistan? Warum verlängert der Bundestag dann den Kriegseinsatz? Muss erst eine Parteizentrale brennen wie in Kairo, bis die Stimme des Volks gehört wird?

Bei der Sonntagsfrage („Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre…“) antwortet der Bundeswähler verunsichert, 4 der 6 Umfrageinstitute liefert Ergebnisse, die nur eine grosse Koalition aus CDU und SPD oder eine rot-rot-grüne übrig liessen, bei zweien liegt die FDP unter 5 %, so dass sich eine klare Mehrheit für Rotgrün ergäbe.

Ich denke mal, so wird (bis auf lokale Faktoren) auch das Ergebnis der meisten Landtagswahlen in diesem Jahr aussehen. Ausser in Bundesländern mit einem sehr restriktiven Wahlgesetz wie etwa Baden-Württemberg, wo ausser den bekannten grossen Parteien nur eine einzige Alternative den Sprung über die Zulassungshürden geschafft hat: Die Piraten.

(zdf)

7 Gedanken zu „Deutschland am Hindukusch verteidigen

  1. Was wir hieraus lernen:
    • 37% des Volkes sind erwiesenermaßen entweder sehr fehlinformiert oder sehr dumm.
    • Im Dezember ’09 haben 102% (45+57) ihre Stimme abgegeben. Letzten Dezember nur noch 95%. Jetzt 96%.
    • Muss erst eine Parteizentrale brennen wie in Kairo, bis die Stimme des Volks gehört wird? → Anscheinend… Ja
    • Sonntagsfrage – „Ihr dürft alles wählen was ihr wollt, so lange es eine der Parteien ist die wir euch anbieten“. (Alias: Nicht „Sonstige“.)
    • Freie Menschen, bleibt bloß aus Baden-Württemberg raus! ^^
    • Die SS ist wieder sehr beliebt (65%), dank Rottenführer Guttenberg.
    • 64% des Volkes wollen garkeine Macht für die (nichtgewählte) EU-„Regierung“.

    P.S.: Findet das sonst keiner äusserst merkwürdig, dass die deutsche Politik exakt die US-Politik spiegelt? Die CDU/CSU/FDP spielen die Republikaner, und der Rest den Rest. Vergleicht mal. Das ist erschreckend. Es wirkt schon wie ein komplettes Fake-Theater.

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    1. Es wirkt schon wie ein komplettes Fake-Theater

      es wirkt nicht nur so – ES IST SO!!! und zwar wie ein schmierentheater!

      in den nachdenkseiten hatten sie gerede vor kurzem einen beitreig der die bühne etwas ausleuchtet (auch wenn es vordergründig mit dem krieg nicht gleich explizit was zu tun hat, aber insgesamt schon):

      [ . . . Das Triumfeminat – Angela Merkel, Friede Springer, Liz Mohn . . . ]

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=8146

      auch der folgende betrag aus dem spiegel vom 16.12.1985 beleuchtet einen großen teil der heute aktuellen bühne der allgemein abgestumpften dummheit des wahlviehs (mich wundert direkt das der überhaupt noch zugänglich ist):

      [ . . . Das Fernsehen bedroht die Demokratie . . . ]

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13516144.html

      (man sollte sich vom titel alleine aber nicht beirren lassen. erstaunlich ist allemal das man teilweise nur alte namen mit neuen austauschen müsste um ihn nahezu aktuell erscheinen zu lassen. traurig wenn man bedenkt das die zeit seines entstehens fast ein viertel jahrhundert zurückliegt!)

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  2. Nun macht mal ein bisschen halblang hier. Die CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission hat schon bemängelt, dass die Netzgemeinde immer gegen sie ist und nicht sonderlich konservativ denkt.

    Ja, die meisten des Volkes sind gegen den Einsatz und ja, die Regierung hat sich gegen die Meinung des Volkes gestellt, doch geschieht das alles doch zu einem besseren, größeren Wohl aller (Europäer). Es geht dort um Demokratie, Freiheit und und und. Darüber sind wir uns doch einig, oder? Alles andere ist auch alternativlos, was soll denn sonst in Afghanistan passieren? Da sind schon immer kriegsähnliche Umstände gewesen, das kann man auch nicht von einem Tag auf den anderen abbauen. Rom wurde ja auch nicht an einem Tag von Berlusconi heruntergewirtschaftet. Also wollen wir mal wieder die Hände in den Schoß legen und den Regierungssprechern die Aufgabe des Denkens überlassen. Das sind welche von uns, direkt aus der Mitte der Bevölkerung. Ja, das ist ernst gemeint.

    ;)

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    1. Hier brauchst du nicht gegen anschreiben… Sehr sehr linkes Publikum, was mit Realität leider nicht viel am Hut hat und wenn man darauf hinweist beleidigend wird (Gruss an Knallbonbon!) – Aber ja, „Wir haben keinen Spass mehr an AFG, also lassen wir die Menschen in diesem Land jetzt verrecken – Sind ja nicht wir…“ Das letzte mal, dass jemand solche Ansichten in Deutschland durchsetzen konnte, sah man überall rote Fahnen und braune Uniformen…

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      1. Bitte entschuldige, wenn ich deine Meinung naiv nenne, Fozzie. Die deutsche Armee ist nicht deswegen in Afghanistan einmarschiert, um dort „für Frieden zu sorgen“ (da gäbs auch 100 andere postkolonial zerrissene Nationen), sondern weil die USA den Angriff im Sicherheitsrat durchgesetzt haben. Afghanistan war übrigens ein blühendes, friedliches Land, bis die USA Taliban bezahlt haben, um einen Aufstand gegen die sozialistische Regierung zu beginnen. Und deine Gleichsetzung von Pazifismus und Nationalsozialismus ist reichlich albern. Ausser, das war irgendwie ironisch gemeint – dann kams aber nicht so rüber.

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        1. Fritz, der Grund für das Eintreten der Bundeswehr in den Konflikt in AFG sei dahingestellt. Da lügt sich eh jeder Politiker seine eigene Version zusammen. Es geht hier einfach um die Realität: Wir sind JETZT da und haben damit JETZT auch die Pflicht diese Menschen nun nicht im Stich zu lassen. ein sofortiger Abzug unserer Truppen ist die Einladung an Extremistische Kräft sofort wieder das Land zu vereinnahmen. Und DAS mündet in ein Blutbad, welches wir seit 60 Jahren nicht mehr sehen mussten.

          Das die Gründe für den Einmarsch rein politisch motiviert waren und die Realität seitens der deutschen Politik dabei IMMER missachtet wurde ist klar. Um allein den uns unterstehenden Norden zu befrieden bräuchte man um die 10.000 Mann (kämpfende Truppe!) mehr. diese müssten hart gegen die Aufständischen vorgehen und sobald ein Gebiet als gesichert gilt, müssen Wiederaufbaumassnahmen eingeleitet werden um den Menschen Hoffnung und vor allem auch Sicherheit zu geben.

          Und auch ich bin gegen Waffengewalt: Aber gerade als Deutscher sollte man nicht einfach gehen und wegsehen, wenn Massenmord und Unterdrückung praktiziert werden. Hätten die USA und andere Alliierte in den 40ern genauso gedacht wären wir heute vermutlicher Brauner, als es irgendjemandem in diesem Blog lieb wäre,…

          Es wäre schön, wenn Pazifismus funktionieren würde, aber blicken wir doch mal Realistisch auf die Welt. Es funktioniert nicht. Im Gegenteil, aufgrund von Menschen, welche sich Pazifismus auf die Fahne schrieben konnten andere Menschen nicht gerettet werden (Balkan)…

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  3. Und ich freue mich das die PP hier in Hamburg endlich auch mal Plakate aufstellt. Und zwar wesentlich bessere als die Etablierten die fast nur Personenbezogenen Wahlkampf betreiben.

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