Studie: Piraterie verstärkt Umsätze

Das staatliche japanische Forschungsinstitut für Wirtschaft, Handel und Industrie (RIETI), hat eine Studie über Filesharing und seinen Einfluss auf die Verkaufszahlen veröffentlicht; hier ging es speziell um japanische Anime-Comic-Filme:

„Die Auswertung von 105 Anime Episoden zeigt, dass (1) Verfügbarkeit auf Youtube den DVD-Verleih nicht negativ beeinflusst, und die DVD-Verkäufe sogar verstärkt, und (2) obwohl Filesharing einen negativen Einfluss auf DVD-Verleih hat, wirkt es sich nicht auf DVD-Verkäufe aus“. Und: „Youtube kann als Promotion-Tool für DVD-Verkäufe betrachtet werden“.

Ich fasse zusammen: Filesharing hat keinen Einfluss auf Verkäufe, und freies Streaming (kino.to?) führt zu mehr Umsatz. Zu dumm, dass sich die Entscheidungsträger in den Medienkonzernen nicht für Fakten interessieren. Aber ok, wer kein Geld verdienen will, soll es lassen und sich in naher Zukunft einen neuen Job suchen.

(rieti via torrentfreak)(pic 4chan)

 

3 Kommentare

  1. böse zungen würden ja behaupten, dass es sogar möglich ist das sich die betroffenen medienkonzerne über diese fakten im klaren sind, aber zusätzlich im sinne der gewinnmaximierung über massenklagen und ausgiebige beschwerden, noch mehr geld mit einem produkt machen wollen, welches in erster linie der unterhaltung dient und den freihen geist des menschen wieder spiegelt. (spiegeln sollte)

    das problem von dem alle ausgehen ist ja, dass alle heruntergeladenen „medien“ bei nichtverfügbarkeit gekauft worden wären. geht man aber davon aus das der preis und das verfügbare kapital gleich beiben, ist die ganze geschichte völlig unlogisch. zB kaufte herr müller früher 2 cds pro jahr, heute sind es 2 cds gekauft + 10 gedownloaded

    am ende stellt sich nur die frage wer darunter am meisten leidet

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  2. hat jetzt nichts direkt mit anmie zu tun, aber die richtung stimmt. der beste beitrag den ich bisher zum thema copyright und co. gelesen habe (aus den http://www.nachdenkseiten.de/?p=8230#h01):

    Zu guter Letzt: Alfred Dorfer, „Die Unfreiheit entsteht bei uns nicht durchs Verbot – sondern durchs Angebot“

    Anmerkung unseres Lesers M.G.: Über der ganzen Kritik zu Dieter Nuhr – ich habe auch wegschalten müssen, wie viele andere – ist der geniale Beitrag von Alfred Dorfer ganz untergegangen:

    “Und plötzlich hatte einer meiner Kollegen aus der Wirtschaft die Königsidee – er hat gesagt: Wir brauchen keine Sklaven mehr die Musik machen, wir brauchen ab jetzt Sklaven die Musik kaufen. Konsumieren – Lohnsteuer zahlen und trotzdem glauben sie wären frei. Und das nennen wir dann Demokratie. Der Schmäh ist, dass die scheinbar Machtlosen glauben, sie haben ein bisschen was zu entscheiden. Sie kennen das!? So wie die Autos auf dem Rummelplatz für Kinder, im Kreis fahrn auf Schienen, ganz allein, und die Kinder lenken – des san mir!”

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  3. Ist doch klar, sachen die man wirklich haben will, kauft man auch weiter und sachen die man mal gesehen gehört oder gelesen haben möchte werden runtergeladen und dann irgendwann genutz und eliminiert.

    Der Verleih ist somit natürlich sinnlos, aber verkauf ändert sich 0. Aber Onlineverkauf kann man natürlich vergessen weil solche daten für die leute keinen richtigen wert haben. Sieht man auch daran das sich kaum einer beschwer das itunes filme weg sind wenn man seine platte schrottet. Sag mal einen film fan das wenn sein dvd regal kaputt geht er alle filme verliert dieses regal würde er nicht mehr kaufen geal wie toll es sonst ist.

    Emotionen verkaufen, und diese emotionen hat man einfach nicht bei einem download.

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