WikiLeaks: ACTA ist ein Vertrag zur Ausbeutung armer Länder

Die französischen Internetaktivisten La Quadrature du Net haben WikiLeaks-Dokumente erhalten, aus welchen klarer hervorgeht, was ACTA eigentlich ist: Ein Versuch der USA, auf nicht demokratisch, sondern nur juristisch legitimiertem Weg eine weltweite Vorherrschaft über „Geistiges Eigentum“ zu erringen. In den Worten der Aktivisten zeichnen die Details der Dokumente aus der US-Diplomatie kein völlig neues Bild.

Statt dessen verstärken sie  den Eindruck, dass ACTA eine von der Sache her überholte Handelsvereinbarung darstelle, mit dem primären Zweck, den Krieg gegen die freie Weitergabe von Wissen und Kultur in die Entwicklungsländer zu tragen. Die EU zeigte sich hier als leicht beeinflussbarer Verhandlungspartner, bis hin in die Reihen der konservativen Parlamentarier. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Bürgerrechtsaktivisten der Informationsrevolution für Öffentlichkeit sorgen und den Druck auf das EU-Parlament erhöhen: ACTA muss verhindert werden. Für die Freiheit von Wissen und Kultur, in Europa und in allen anderen Erdteilen.

(laquadrature)

6 Kommentare

  1. Die machen da doch eh was die wollen, und solange die Wahlbeteiligung bei Europawahlen 10% oder so beträgt wird sich daran nix ändern? Und falls sie steigt wird sicher an der Demokratie gedreht, bis sie wieder machen können, was sie wollen…

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    • Gewählt wird das EU Parlament sowieso.
      Also gilt:
      Um so weniger wählen gehen, um so leichter ist es für uns auch mal ein paar Piraten ins EU Parlament zu bekommen.
      Ich habe aber keine große Hoffnung, das ACTA noch zu verhindern ist.
      Wahrscheinlich wird eine abgemilderte Bürgerentrechtung übrigbleiben (mit Hinweisen wie beim SWIFT Abkommen (bilateral…alternativlos…blah,blah), wo das EU Parlament ja auch dreist belogen wurde).

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  2. […] This post was mentioned on Twitter by marc, Hermes42, hc voigt, Barbara S., Michael Knödler and others. Michael Knödler said: RT @stoppacta: WikiLeaks: ACTA ist ein Vertrag zur Ausbeutung armer Länder http://bit.ly/ieqyA6 […]

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  3. Wer hätte ernsthaft irgend etwas anderes angenommen?
    Im Endeffekt handelt es sich um Tributzahlungen an das Imperium. SPQR lässt schön grüssen. Nur haben die Römer halt auch den Frieden gebracht und bewahrt, nachdem es erst einmal gerummst hatte im Karton. Als sie, aufgrund zu grosser Entfernungen innerhalb des Reiches nicht mehr ür den Frieden garantieren konnten und in den Provinzen Unruhe aufkam war’s recht bald zu Ende mit dem römischen Reich.
    Nur waren die Römer zu keiner Zeit so blöd, ein Land anzugreifen, das sie nicht mal ansatzweise befrieden konnten.

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  4. Als armes Land würde ich mih einen Scheissdreck um ACTA scheren. Und in der Tat wird auch genau das getan: Schaut euch an, was Brasilien tat, als ein Pharmakonzern haufenweise Geld für ein dringend benötigtes Medikament wollte? Die Brasilianer haben es kurzerhand selbst produziert, und dem Konzern gesagt, er soll Scheissen gehen. ^^
    ACTA ist nicht mal ein Papiertiger. Es ist ein nasses Stück Klopapier, und hat ungefär die gleiche Stabilität. ^^

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