Musikrechteverwerter kassieren auch für erfundene Bands

Die belgische TV-Satiresendung Basta ermittelte, was denn die dortige Musikrechteverwertungsgesellschaft („Gema“) SABAM so macht. Neben den üblichen Erbsenzählereien zum Beispiel für Bands und Songs abkassieren, die vom Basta-Team erfunden bzw. von Supermarktregalen abgelesen wurde.

Suppe, Müsli, Schokodrink, so in der Richtung. Kostete insgesamt 540 Euro. Und bevor ihr euch fragt, ja, hierzulande ist es genauso. Du musst beweisen, dass du keine von der Gema vertretenen Songs benutzt (und selbst das zählt nicht immer vor Gericht), und die Gema muss gar nichts beweisen. Dieses System muss geändert werden. Egal, wie viele kleine Vergünstigungen die Verwerterlobby an Abgeordnete ausschütten kann, letztendlich ist das Volk stärker. Wenn es nur will.

In diesem Zusammenhang verweise ich auf den sehr schön illustrativ gehaltenen Beitrag Merkelregime klammert sich weiter an die Macht auf AX11. (via torrentfreak)

3 Kommentare

  1. Gestern schon gelesen und abgelacht. Die haben mehrere Tests gemacht. Im Auto Musik gespielt und nachgefragt: kostenlos. Im Der Bahn das Handy klingeln lassen: kostenlos. Ein Konzert (“Where is Everyone?” – “DON’T BE THERE!”) in einem Saal, bei dem es nur ein Discolicht gab (und keine Besucher): irgendwas in der Richtung um 80€. Die erfundenen CDs (4 Stück) unter anderem Suzi Wan (Nudelsuppe) und erfundenen Songs wie „We Fooled You“ wurden dann mit 540€ abkassiert. Nach der Veröffentlichung der Sendung haben die aber ihr Geld zurückbekommen…

    Aber hey, GEMA ist genauso ein Kackladen.

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  2. Soviel zum Thema Rechtsstaat! Irgendwelche VEREINE haben Hochheitliche Befugnisse?

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  3. Ah. Sehr aufschlussreich! Jetzt begreife ich das auch mal. Habe ich zwar schon bei netwaves.org gesehen, aber leider nichts verstanden. War nämlich Flämisch(?), weshalb ich zwar gerade noch geblickt habe, dass irgendwelche Rechteverwerter irgendjemandem (jahrelang?) Rechnungen geschrieben haben, aber das ist ja noch nichts weiter Ungewöhnliches.
    BTW: Für die meisten elektrischen DJ-Setups (Serato, Traktor etc.) gibt es Plugins, welche die Playlisten live twittern, als HTML uploaden, oder wenigstens timestampen+speichern. Hat durchaus praktischen Nutzen, sowas…

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