US-Operation “Schützt Unsere Kinder” sperrt 84.000 zufällige Webseiten

Das Department of Justice verkündete stolz den Erfolg der Operation “Save Our Children”, in Zusammenarbeit mit dem Department of  Homeland Security. Ja… schon.

Es sei gelungen, Webseiten zu sperren, die Kinderpornografie und urheberrechtlich geschütztes Material verbreiten. Tatsächlich aber führte ein Fehler dazu, dass die Adresse des Domainproviders mooo.com mit unter den richterlichen Hammer geriet. Folge: 84.000 Privatpersonen, Geschäfte, Unternehmen fanden statt ihrer Website diese Kinderporno-Benachrichtigung beim Aufruf ihrer Site vor. Der Fehler ist inzwischen wieder rückgängig gemacht, aber was ist mit dem Ansehensverlust der 84.000 Betroffenen? Erhalten diese ein amtliches Entschuldigungsschreiben? Eine finanzielle Entschädigung?

In Europa versucht die schwedische EU-Kommissarin für Innenpolitik, Anna Cecilia Malmström, Spitzname “Censilia”, ein ähnliches Sperrsystem einzurichten, das Behörden solche Vollmachten mit unabsehbaren Folgen für deren Opfer geben würde. Und ausserhalb der Piratenpartei (plus einigen fortschrittlichen Grünen und Linken) gibt es wenig Widerstand gegen Censilia. Was denkt ihr, was sollten wir tun? via torrentfreak

5 Kommentare

  1. Was “wir” machen sollten, ist ganz klar. Denen, die tatsächlich Verbrechen begehen, Bestrafung zukommen lassen.

    Was aber von irgendwelchen europäischen Kohlköpfen entschieden wird, ist wahrscheinlich, dass man sicherheitshalber einfach mal alles platt machen sollte was auch nur andeutungsweise in der Lage ist, ein Verbrechen auszuüben.

    Die paar zusätzlichen Verluste nimmt man billigend in Kauf, Hauptsache man kann dann Erfolge vorweisen und sich auf die Art positiv beim restlichen Kohlkopf-Volk darstellen.

  2. Unternehmen können auf Schadensersatz klagen. Auch gegen den Staat.
    Und Privatleute? Wie wär’s mit einer Online-Petition an die EU-Kommisarin? Mögen die Piraten sowas vielleicht organisieren?

  3. Da hilft nur eines.
    Paketband kaufen um die FensterRitzen zuzukleben.
    Das half so schutzmäßig kurz vor dem Dabbelju-IrakFeldzug auch, so jedem Walmart im hintersten Dorfkaff in Arizona jedenfalls.

  4. Und wenn es bei uns passiert wäre:
    http://www.wolkencloud.de/2011/02/19/84000-illegale-seiten-im-netz-gesperrt/

    Vor allem den Besuchern zu unterstellen, sie würden KiPo konsumieren ist schon krass.

  5. Am besten schalten wir einfach das ganze Internet aus…dann ist Schluss.


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