Radioaktive Wolke über Tokyo

Die Nuklearkatastrophe von Fukushima Daiichi ist weit ernster als zunächst angenommen, Reaktoren und Zwischenlager brennen, der Wind treibt die tödlichen Aerosole nach Süden.

Heute morgen (lokale Zeit) ist in Tokyo ein Strahlungswert von 0,809 Microsievert gemessen worden, 23mal so hoch wie sonst, aber noch nicht gesundheitsgefährdend. Das kommt erst noch. Auf dem Bild ist übrigens die frühe Explosionswolke zu sehen, etwa drei Minuten nach dem ersten Knall. Via marketwatch pic DigitalGlobe-Imagery cc by nc nd

 

25 Kommentare

  1. SIE „brennen“ NICHT! Oh Mann, dass dir so ein Fehler unterlaufen kann.
    Sie überhitzen nur. Und da sie im Wasser stehen, entsteht ganz logisch Wasserdampf. Beim Zwischenlager fehlt der Deckel, also läufts wie beim Kochtopf. Und bei den Reaktoren müsste es dazu ein Leck geben (was es anscheinend nicht gibt, da der Wasserstand ja wieder stieg). Gibt es das Leck doch, gehts wie beim Teekessel.

    Klar, Dampf der nicht über mehrere Wärmetauscher läuft, ist natürlich radioaktiv.
    Aber eine Nuklearreaktion als „brennen“ zu bezeichen, müsste sogar einem Schulklässler peinlich sein. ^^

    Zudem frage ich mich, wie ein Zwischenlager… also verbrauchte Brennstäbe denn bitte noch so viel Hitze entwickeln kann. Ich kenne das nur, dass die einfach unter (schwerem?) Wasser liegen, und sonst nix. Wo soll denn die Energie noch herkommen, wenn sie zur Fission ja nicht mehr reicht…

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    • „das nuklear“ brennt auch nicht, sondern der ganze andere scheiss. graphit und so.

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  2. Übrigens: Nur 0.8 Microsievert?? Ich las zwischendurch was von 800 Millisievert. (Quelle: NHK-World-Livestream @ ~12:00 Japan-Zeit) Das wäre ja dann das Ein-Millionenfache! (Die Sprecherin meinte auch was von dem „hunderttausendfachen“. Hat sich da wer mit den Einheiten vertan?
    Warum sind die Namen sich auch so ähnlich? ;)

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  3. Auf dem Bild sieht man den Rauch des Blocks 3, also nach der 2. Explosion. der unterste ist Reaktor 1, und wie man sieht fehlt dort das Dach.

    BAReFOOt: https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Nachzerfallsw%C3%A4rme

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  4. Bzw in was für einem Verhältnis? 0,8mSv pro Jahr? Das ist nicht viel pro Stunde wird es schon brenzlicher.

    Der wert ist so nicht sehr Aussage kräftig.

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  5. Songtext von FOYER DES ARTS (Max Goldt etc)fiel mir so spontan ein ey.

    „Wolfgang Siebeck hat recht“

    Bissl den Namen finetunen und es passt……

    „Hm, das ist wirklich sehr gut und gar nicht mal teuer, da kann man nicht meckern, und alles mit Crème fraîche!

    Schmeckt geil Mutti, was? …

    Ach Frau Dr. Biermann, reichen Sie mir bitte doch mal die Kroketten!

    Das ist wirklich sehr gut, und alles auch so reichlich, das gibt’s ja heute kaum noch, ja das verschwindet langsam.
    Ach, der ROLFI SIEVERT, der hat ja so recht
    Schmeckt geil Mutti, was?

    Hat er, nicht? Das hat er! …

    Das ist mal was ganz anderes, und Abwechslung muß sein. Jens, hörste uff zu stippen, wir sind hier nicht in Berlin!
    Warum nicht, Mutti, machen wir doch zu Hause auch immer!

    Ach, das ist wirklich sehr gut, und gar nicht mal teuer, finden Sie nicht auch, Frau Dr. Biermann?
    Da haben Sie ganz recht!

    Das gibt’s ja heute kaum noch, ja das verschwindet langsam.
    Ach der ROLFI SIEVERT, der hat ja so recht.“

    >www.zeit.de/2003/38/Wolfram_Siebeck_hat_recht

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  6. spätestens jetzt sollten sich ALLE atom-liebhaber, nuklear-kuschler sowie profiteure davon zum freiwilligen arbeitseinsatz nach japan melden um gegen die drohenden kernschmlezen anzukämpfen!

    aber nöööööööö, so wie bei kriegen und anderen self-made-katastrophen sind das dann die allerletzten kleinen quickenden feigen schweine die bereit dazu wären ihren dreckigen kopf hinzuhalten. die profite dafür einsacken geht schon in ordnung, wenn aber was schief geht dann sollen gefälligst andere dafür ihren arsch hinhalten.

    ich hoffe nur das jetzt endlich eine mehrheit der bürger – egal welchen landes – aufwachen und diese ganzen lügner, täuscher, blender und pfuscher in die wüste schicken!!! diese wertlosen drecksäcke die nur eines können – sich auf kosten anderer bereichern.

    wenn nicht jetzt wann dann. so kann es einfach nicht mehr weitergehen. nicht nur mit der atompolitik sondern in allen umweltbereichen!

    aber gerade im energiebereich gibt es inzwischen etliche alternativen und diese müssen JETZT endlich soweit wie irgend-möglich konsequent ausgeschöpft sowie mit höchstdruck weiterentwickelt und in ihrer effizienz gesteigert werden.

    natürlich wird es schwierig werden, aber würde man nur die hälfte dessen was bisher in die nuklearforschung (und dazu gehören im besonderen die gelder die für die forschung und in den bau von kernwaffen hineingepumpt wurden und werden) geflossen sind in die forschung regenerierbarer energien stecken würde, würde es geradezu mit riesenschritten vorangehen. wäre das aber schon vor einem halben geschehen würden wir heute schon komplett von der nukleartechnik befreit. und das sind keine hirngespinste oder gar handelt es sich um wunschdenken.

    die tatsache ist ja das die neuen techniken jahrzehntelang erst verhindert und dann als sie sich doch langsam aufrappelten bewußt und mit aller macht behindert wurden, solange bis es nicht mehr ging. man kann ja geradezu von glück reden das die damilge regierung KOHL endlich hat abtreten müssen. und siehe da was sich seitdem im bereich der regenerativen energien getan hat. man stelle sich nur mal vor was sich auf diesem gebieten getan hätte hätte es 1990 die CDU/CSU/FDP weggeblasen.

    die wirkungsgrade der regenerativen energien wären heute mindestens um ein drittel höher wenn nicht gar um das doppelte.

    erst seit dem jahr 2000, also seit dem einführen des „Erneuerbare-Energien-Gesetzes“, wird von staatlicher seite wirklich geld in die erforschung und den ausbau der eurneurbaren energien gesteckt. hingegen wurden seit den 50ziger und 60ziger jahre die fast unvorstellbare summe von mehr als 140 bis 160 MILLIARDEN EURO (nicht D-MARK) steuergelder in die kernenergie gepumpt (seit den privatisierungs-orgien hauptsächlich in form von subventionen für die privaten kraftwerksbetreiber) – und darin sind noch nicht einmal die kosten für die aufwendungen für eine zukünftige effektive und sichere endlagerung enthalten. wohin, seit der privatisierung, viele dieser milliarden geflossen sind kann sich ja mittlerweile ein jeder leicht vorstellen. und es wird einfach weiter-gepumpt. zB. für die erforschung von fussionsreaktoren (auch schon seit den 60ziger jahren)

    hier nur mal ein bspl. dafür was in diesen scheißdreck reingepumpt wird (wohlgemerkt hierbei handelt es sich um NUR eine einzige versuchsanlage die von den steuerzahlern voll finanziert wrid):

    [ Der Investitionsbedarf stieg gegenüber der Planung um 56 %. Finanziert wird Wendelstein 7-X durch die Europäische Union (33 %) zusammen mit dem Bund (60 %) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern (7 %), das Budget beträgt rund 423 Millionen Euro. ]

    fast eine HALBE MILLIARDE STEUERGELDER (bis jetzt – fertiggestellt sein soll er ja erst 2014) und das für eine technik die wiederum als ABSOLUT SICHER verkauft wird und erst – wenn überhaupt jemals – in 50 bis 100 jahren zur energiegewinnung genutzt werden kann. aber wie schon gesagt: WENN ÜBERHAUPT JEMALS!!!

    und hier das FAZIT wofür MILLIARDEN über MILLIARDEN über MILLIARDEN regelrecht verpulvert werden (anstatt das diese ganzen MILLIARDEN in ausbau, forschung, schnellstmöglicher effizienzsteigerung und größtmöglicher förderung der regenerativen energien investiert werden):

    [ Machbarkeit und Kosten

    Es ist nicht klar, inwiefern die Kernfusion mit herkömmlichen Energiequellen konkurrieren könnte, da zwar mit vernachlässigbar geringen Kosten für den Brennstoff gerechnet werden kann, der Bau der Kraftwerksanlage jedoch eine große Investition bedeutet. Abschätzungen ergeben, dass ein Kernfusionskraftwerk mit 30 Jahren Nutzungsdauer Strom zu einem konkurrenzfähigen Preis erzeugen könnte. Andere Abschätzungen sprechen von Stromerzeugungskosten, die zumindest gleich hoch sind wie die Kosten für „herkömmlichen“ Atomstrom.

    Bei einer Verknappung der fossilen Energieträger wird deren Preis weiter steigen. Falls es nicht gelingt, den Welt-Energiebedarf durch effiziente Energienutzung zu beschränken und allein mit regenerativen Methoden, wie beispielsweise Solar-, Wind- oder Wasserenergie zu decken, wäre die Fusion – vorausgesetzt, sie ist dann operativ einsatzfähig – möglicherweise kostengünstiger als es herkömmliche Stromerzeugungsmethoden dann sein würden.

    Zwischen den bisherigen Kenntnissen und einem funktionierenden Prototypkraftwerk stehen noch enorme technische Probleme. Es ist nicht geklärt, ob ein Fusionsreaktor kommerziell nutzbare Energie liefern kann. Mit ITER soll gezeigt werden, dass die Vergrößerung des Reaktors das erhoffte bessere Verhältnis von aufgewendeter zu gewonnener Energie liefert. Der Nachfolger von ITER, DEMO, soll frühestens um das Jahr 2050 kommerziell nutzbare Energiegewinnung demonstrieren.

    Um wirtschaftlich zu sein, müssen Fusionskraftwerke eine Mindestbaugröße aufweisen, welche etwa den heutigen neueren Kernspaltungskraftwerken entspricht (im Bereich zwischen 1000 und 2000 MW pro Block). Eine Integration solcher Anlagen in die zukünftigen, voraussichtlich sehr großen Verbundstromnetze wird möglich sein. Allerdings bleibt die grundsätzliche Problematik großer Blöcke, nämlich das Erfordernis entsprechender Reserveleistung im Netz für Ausfälle und die Angreifbarkeit mit großen Auswirkungen.

    Wie bei der Kernspaltungsenergie wird sich die Kernfusion wegen der komplexen Technologie – wenn überhaupt – nur für Industrieländer eignen. ]

    evtl. wird dem einen oder anderen jetzt endlich mal ein kronleuchter aufgehen wieviel kernenergie wirklich kostet. und das es absolut in keinem verhältnis steht zu den aussagen das kernenergie (egal in welcher form) auch nur ansatzweise preiswert oder gar billig ist!!!!!!

    natürlich wird es seine zeit dauern bis es bei vielen durchsickert – besonders bei sog. den konservativen (die selbstständig und ohne hilfe von oben meist nicht mal bis vorgestern denken können) – und JA! dies soll eine beleidigung sein, denn es gibt bis auf gewalttätige rechts und linksradikale fast nichts dümmeres unter den menschen als solche die sich als konservativ bezeichnen. das wort „KONSERVATIV“ impliziert ja schon von ganz alleine eine gewisse lernresistenz (zumindest aber -trägheit).

    aber man wird ja noch HOFFEN dürfen das zumindest die trägen endlich mal zur räson kommen!

    ROT-GRÜN ist zwar auch nicht das absolute gelbe vom – aber diese scheiß SCHWARZ-GELD-REGIERUNG (die ausschließlich und nur klientel-politik betreibt, vornehmlich auf dem buckel des volkes – und hier wiederum im speziellen auf dem buckel der schwächsten und aller-schwächsten dieser gesellschaft) muss endlich weg und so klein werden das sie keinen schaden mehr anrichten können!

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    • sollte heißen:

      [ . . . wäre das aber schon vor einem halben jahrhundert geschehen würden wir heute schon komplett von der nukleartechnik befreit sein. und das sind keine hirngespinste oder gar handelt es sich hierbei um reines wunschdenken. . . . ]

      ACH JA, gerade eben kommt die meldung durch das es in FUKUSHIMA weitere explosionen gegeben hat!

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  7. . . . und hier gleich mal die studie „Des Sachverständigenrates für Umweltfragen“ (die von der BUNDESREGIERUNG in auftrag gegeben und die bis jetzt so richtig schön verschwiegen wurde):

    [ Wege zur 100 % erneuerbaren Stromversorgung

    Im letzten Jahr hat der SRU Szenarien vorgestellt, die belegen, dass eine sichere und bezahlbare, vollständig erneuerbare Stromversorgung bis 2050 erreichbar ist.

    Der nun vorliegende Hausdruck des Sondergutachtens betrachtet darüber hinaus, wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) weiterentwickelt werden sollte, um ein kostengünstiges Portfolio an erneuerbaren Energien bis 2050 zu erreichen. Weitere Schwerpunkte sind die Beschleunigung des notwendigen nationalen und europäischen Netzausbaus und die Verkoppelung einer nationalen Übergangsstrategie mit der europäischen Energie- und Klimapolitik.

    hier der link zur kurzfassung für entscheidungstrager als pdf:

    http://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/02_Sondergutachten/2011_Sondergutachten_100Prozent_Erneuerbare_KurzfassungEntscheid.pdf?__blob=publicationFile

    keiner sagt das es leicht, kostenlos, einschränkungslos oder gar ohne individuelle kraftanstrengungen geht, aber es geht!

    nur wenn weiterhin UNSER ALLER GELD in sinnlose kernenergie gestekt wird – zudem und vorallem erst recht den betreibern einfach ohne jedwede gegenleistung (stichwort „LAUFZEITVERLÄNGERUNG“) regelrecht in den arsch geschoben wird – kann man das natürlich vergessen!!!!!!!!

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    • und bevor jemand daherkommt und zu maulen anfängt: hierbei handelt es sich trotz aller beteuerungen ihrer unanhängikeit um eine regierungsfreundliche (und finanziell abhängige) einrichtung. das heißt das man im prinzip deren zeit- und kostenvorgaben wahrscheinlich sogar halbieren könnte wenn man mitberücksichtigt das sie bestimmt nicht mit absicht die hände beißen die sie füttern!

      [ Der Sachverständigenrat für Umweltfragen

      Ideengeber für die deutsche und europäische Umweltpolitik

      Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) gehört zu den ersten Institutionen wissenschaftlicher Politikberatung für die deutsche Umweltpolitik. Er wurde im Jahr 1971 von der Bundesregierung eingerichtet

      Besondere Merkmale des SRU sind seine Interdisziplinarität und seine fachliche Unabhängigkeit. Er besteht aus sieben Universitätsprofessoren mit besonderer Umweltexpertise, die unterschiedliche Fachdisziplinen vertreten. Diese werden von der Bundesregierung für vier Jahre ernannt.

      Der SRU bestimmt selbst die Themen seiner Gutachten und Stellungnahmen, ist in seinen Aussagen nicht an Weisungen oder Aufträge gebunden, vertritt keine wirtschaftlichen Interessen und genießt damit eine überparteiliche Autorität als Stimme des „gesunden Fachverstandes“ und prinzipiengeleiteter wissenschaftlicher Analysen und Empfehlungen. ]

      http://www.umweltrat.de/DE/DerSachverstaendigenratFuerUmweltfragen/dersachverstaendigenratfuerumweltfragen_node.html

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    • und hier (für die faulen) gleich mal die passage – obwohl seit 2009 bekannt – die so erfolgreich unterdrückt wurde:

      AUSSCHNITT aus der Studie:

      [ Signifikante Laufzeitverlängerungen oder neue
      Kohlekraftwerke sind für den Übergang nicht nötig

      Weder eine Verlängerung der Laufzeit von Atom-
      kraftwerken noch der Bau neuer Kohlekraftwerke
      mit Kohlendioxidabscheidung und speicherung
      sind notwendig. Bereits der Bestand an konventio-
      nellen Kraftwerken mit einem geringen Zubau an
      Gaskraftwerken reicht als Brücke hin zu einer rege-
      nerativen Stromversorgung aus. Dies ist selbst un-
      ter der restriktiven Annahme einer durchschnittli-
      chen Laufzeit von 35 Jahren für alle konventionel-
      len Kraftwerke und unter Beibehaltung des bisheri-
      gen Ausbautempos bei den erneuerbaren Energien
      darstellbar (Abbildung 3).Der Bedarf an sogenann-
      ten Grundlastkraftwerken sinkt in einem System
      mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien. Die
      hohe Volatilität der erneuerbaren Energien erfor-
      dert eine substanziell erhöhte Flexibilität aller kon-
      ventionellen Kraftwerke. Die Anzahl notwendiger
      Abschaltungen und schneller Ab- und Anfahrvorgänge
      wird zur Bewältigung der sogenannten Resi-
      duallast erheblich steigen. Der Bedarf einer dauer-
      haft gleichmäßigen Grundlast besteht damit nicht
      mehr. Sowohl die Laufzeitverlängerung für Kern-
      kraftwerke als auch ein zusätzlicher Neubau von
      Kohlekraftwerken erhöhen damit das Risiko, dass
      über zunehmend längere Zeitfenster Überkapazitä-
      ten im System entstehen. ]

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  8. und noch eines will ich den ATOM-KUSCHLERN (den anderen natürlich auch sofern sie es nicht ohnehin schon kennen sollten) zum lesen geben (von wegen atom-strom wird unbedingt benötigt):

    von ngo-online de

    [ „Statistische Tricks“
    Atomstrom soll nur zu 2,1 Prozent zur weltweiten Energieversorgung beitragen

    Anlässlich des bevorstehenden EU-Energiegipfels fordert die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer „ideologiefreien Bewertung“ der Atomenergie auf. „Die Atomkraftwerke liefern weltweit nur 2,1 Prozent der benötigten Energie und sind somit für die Energieversorgung der Menschheit praktisch bedeutungslos“, sagte die IPPNW-Vorsitzende Angelika Claußen. „Auch Frau Merkel und die Atomkonzerne Siemens, RWE, E.On, EnBW und Vattenfall müssen zugeben, dass man selbst mit einer Verdoppelung der Zahl der Atomkraftwerke die Energieprobleme der Menschheit nicht lösen kann. Frau Merkel und die Energiekonzerne sollten endlich damit aufhören, sich beständig an dieser 2-Prozent-Technik festzubeißen“, so Claußen. Der Internationalen Energie Agentur (IEA) wirft die Organisation „statistische Tricks“ beim Vergleich der Energieträger vor. Die Atomenergie werde künstlich hochgerechnet.

    Nach Angaben der Internationalen Energie Agentur (IEA) wurde im Jahr 2004 weltweit mit 2808 Terawattstunden mehr Strom in Wasserkraftwerken erzeugt als in Atomkraftwerken mit 2738 Terawattstunden. Dabei weist allerdings die IEA für die Wasserkraft einen Primärenergieanteil von 2,2 Prozent aus, während sie der Atomenergie – die weniger Strom produziert – einen Anteil von 6,5 Prozent zuschreibt. „Hier wird die Öffentlichkeit mit Hilfe zweifelhafter statistischer Tricks getäuscht „, kritisiert Claußen.

    Während die IEA bei der Kernenergie nach der Wirkungsgradmethode Verluste bei der Umwandlung von Uran in Strom berücksichtige, unterlasse sie dies bei der Wasserkraft und berücksichtige dort die Umwandlungsverluste nicht, so die IPPNW. „Wenn eine Technologie in der Realität weniger Energie liefert als eine andere, dann sollte sich dies auch beim offiziellen Energieträgervergleich so widerspiegeln. Wenn die Wasserkraft 2,2 Prozent Energie liefert, dann trägt die Atomenergie nur zu 2,1 Prozent zur Energieversorgung bei. Schalten wir also diese überflüssige und gefährliche Technik ab und konzentrieren uns auf die wirklich notwendigen Dinge“, fordern die Atomkritiker.

    Nach Auffassung der IPPNW sollte der „dezentrale Ausbau der erneuerbaren Energien“ forciert werden. „Damit können wir bis zum Jahr 2050 nach offiziellen Studien 100 Prozent der erforderlichen Energie bereitstellen“, so Claußen. Während man seit 15 Jahren über den Bau weiterer Atomkraftwerke diskutiere und „bis jetzt nur ein einziges in Westeuropa seit mehreren Jahren gebaut wird“, vollziehe sich der Ausbau der erneuerbaren Energien in bemerkenswertem Tempo: „Allein von 2005 auf 2006 legten die erneuerbaren Energien in Deutschland um 13 Prozent zu.“

    Das in Bau befindliche finnische Atomkraftwerk liefere „noch jahrelang“ keinen Strom, von „den im vergangenen Jahr zügig errichteten erneuerbaren Energieanlagen“ erhalte man hingegen „von Anfang an schon Energie“. Im Jahr 2006 seien im übrigen in Europa 7 Atomkraftwerke endgültig stillgelegt worden, aber kein neues in Betrieb genommen. „Sieht so die Renaissance der Atomenergie aus?“, fragt Claußen.

    Die Organisation fordert Bundeskanzlerin Merkel auf, sich beim EU-Energiegipfel gemeinsam mit ihren europäischen Amtskollegen von den großen Energiekonzernen „zu emanzipieren“. Hierzu gehört nach Auffassung der IPPNW auch eine klare Absage an die Planungen der Konzerne, zahlreiche neue fossile Großkraftwerke zu errichten, während sie gleichzeitig vom Klimaschutz redeten. „Deshalb muss in Europa unser Ziel sein, die Energiewirtschaft schnellstmöglich auf 100 Prozent dezentrale erneuerbare Energien umzustellen“, fordert Claußen. ]

    ich würde überhaupt jedem mal empfehlen sich mit dieser ORG (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) bzw. deren seiten zu beschäftigen:

    http://www.ippnw.de/

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    • und soviel zur sicherheit deutscher kernkraftwerke:

      [ Fakten statt Mythen
      Wie sicher sind die deutschen Atomkraftwerke?

      15.01.2010 Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat angekündigt, die Laufzeiten für „sichere“ Atomkraftwerke verlängern zu wollen. Das gelte nicht für „unsichere“ Atomkraftwerke. Was aber sind sichere, was sind unsichere Atomkraftwerke? Kaum jemand kann diese Frage wirklich beantworten. Statements von Politikern und Lobbyisten erfolgen vielfach ohne tiefgreifende Kenntnisse. Aufsichtsbehörden und Gutachterorganisationen vermeiden es, sich gegenüber der Öffentlichkeit umfassend und differenziert zu äußern. Viele Atomkraftgegner sprechen über nichts anderes mehr als über einen möglichen Flugzeugabsturz. Jahrelange gründliche Recherchen der IPPNW können helfen, das Sicherheitsniveau der deutschen Atomkraftwerke besser zu beurteilen.

      Die von manchen Politikern der neuen Bundesregierung herbeigesehnte Einteilung in „sichere“ Kernkraftwerke auf der einen Seite und in „unsichere“ Kernkraftwerke auf der anderen Seite ist eine Illusion. Alle Fachleute wissen, dass es bei Atomkraftwerken nur mehr oder weniger Sicherheit gibt. Es gibt lediglich relative Sicherheit bzw. Unsicherheit. ]

      http://www.ippnw.de/atomenergie/artikel/ea48dd7442/wie-sicher-sind-die-deutschen-atomkr.html

      man beachte besonders das dieser artikel vom 15.01.2010 stammt und nicht gerade erst wegen der ereignisse in japan mal schnell zusammengeschustert wurde.

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  9. @knallbonbon: whow, heute Alleineunterhalter?

    Ich brauch zu dem Thema nix zu sagen. Ich sage schon seit ca. 30 Jahren dasselbe. Erschreckend, zu sehen, daß alle Lobbyisten nun indirekt und quasi ohne Zeit zum Nachdenken zugeben, daß Leute wie ich recht haben, obwohl wir gestern noch die Arschlöcher waren, die „die Zukunft blockieren mit ihren Ausstiegs-Wünschen“.

    Doch, ich sag doch was: wenn jemand sich FÜR oder GEGEN eine Technologie entscheidet, sollte er das aufgrund der Überlegung tun: „von welcher Energiequelle würde ich mir abends was neben’s Bett stellen?“. Ich bin mir recht sicher, daß die Welt dann in Kürze Alkoholkraftwerke bauen würde…aber ganz sicher keine Atomkraftwerke.

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  10. Bin dann mal gespannt auf „Fallout: Fukushima“.

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  11. was ich gar nicht kapiere – mir überhaupt nicht in den kopf will – ist das von internationaler seite her nicht alle nur irgendwie zur verfügung stehenden technischen hilfsmittel nach fukushima geworfen werden. das nicht von wasserseite her ganze schiffsflotten mit mit kühlmittel, generatoren, pumpen etc. herantransportiert werden, das nicht mit einer ganzen flotte an baggern und sonstigen räumfahrzeugen eine schneiße zum a-werk geschlagen wird und stromleitungen verlegt werden.

    das mit den hubschraubern zum löscheinsatz war ein schmarren, aber schließlich gibt es ja auch löschflugzeuge etc. etc. etc. und mit den hubschraubern könnte man dieselgeneratoren heran-karren und den dazu benötigten diesel zum betrieb derselben. und dass das geht weiß ich aus etlichen manövern der streitkräfte in den USA (mein vater war US-armeeangehöriger. das ist der grund warum ich solche manöver aus der nähe kenne und von daher genau weis was die hubis heranzuschleppen im stande sind – und vorallem in welcher geschwindigkeit so etwas von statten gehen kann) . und außerdem ist das mittlerweile von seeweg her auch wieder möglich!

    echt nicht zu fassen! fast die ganze internationale atom-geile gemeinschaft steht da wie der depp vorm wald und fragt sich wo die bäume stehen!!!!!!!!

    ich meine es so: wenns darum geht irgendwo einen kreig vom zauen zu brechen und aberhunderte- und tausende menschen zu vernichten, tja hey – überhaupt kein problem. das ist auf 2 oder 3 tage gleich erledigt! flugzeugträger, truppentranporter, versorgungsschiffe, tankschiffe – alles ist in 2 bis 5 tagen an fast jeden punkt der welt ruckzuck in stellung gebracht. da zählen menschenleben – ob die der eigenen soldaten und des hilfspersonals oder die der angegriffenen (vor allem die der zivilisten) nicht einen pfifferling. ganz im gegenteil sogar.

    und komm mir jetzt keiner mit solcherlei korrekturen das dieses oder jenes nicht machbar wäre weil technisch nicht möglich oder ähnliches, denn jeder weiß was ich im prinzip meine, auch wenn ich es jetzt nicht ganz richtig dargestellt habe.

    tatsache aber ist das quasi ein atomarer supergau bevorsteht und fast alle verantwortlichen (heißt im konkreten fall also – all die atom-befürworter und nuklear-geilen denen schon beim bloßen gedanken an kernspaltung die geschlechtsteile anschwellen) nur labern, herumreden, blubbern, dampfplaudern usw. usf. aber kaum einer was unternimmt. man wartet ab, man zaudert, man beschließt irgendeinen schwachsinn (unter vorbehalt natürlich) . . .

    mann o mann – da kann einem nur noch schlecht und zum kotzen werden wenn man auch nur ansatzweise an-denkt wenn hier in DE oder sonstwo in EUR (oder auf der welt) wieder mal so ein A-Werk anfängt zu kochen.

    ich packs echte nimmer ganz!!!!

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    • Ja, das ist mir auch nicht verständlich.

      Was mir auch in den Nachrichten aufgefallen ist: Das THW war 1 Tag (oder so) in Japan und meinte es würde eh niemand mehr in dem ihnen zugeteilten Bereich leben, also sind sie wieder abgehauen. Natürlich bestreiten sie, dass sie aus Angst vor dem Fallout geflohen sind.
      Und gestern sehe ich dann einen Beitrag über britische Suchtrupps, die trotzdem weitergesuchen, auch wenn bei ihnen genausowenig Hoffnung auf Überlebende besteht.
      Den Einsatz hätte sich das THW auch gleich sparen können.

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      • was ich auch nicht ganz verstehe ist – wenn man die meldungen verfolgt (und die bilder betrachtet) – das so gut wie nirgends schweres gerät unterwegs oder im einsatz ist.

        denn, OK es gab ein richtig fettes erdbeben und OK es gab eine megamässige tsunamiwelle (die aber „nur“ ca. einen kilometer ins landes innere eindrag – laut angaben) + mehrere schwerere nachbeben, aber jetzt sind dort 100 000 soldaten + X-tausende helfer im einsatz. ABER fast kein schweres räumgerat. fast nirgendwo sind bagger zu sehen, einsatzfahrzeuge von armee, feuerwehren, polizei etc. etc. etc.

        ich meine nicht irgendwelche autos oder kleine transporter oder so – ich meine die richtig dicken kawenzmänner, der himmel voller hubschrauber, gepanzerte räumfahrzeuge oder einfach nur zivile bagger und kranfahrzeuge????

        was man sieht sind hier und dort soldaten und einsatzkräfte mit schaufeln und schneeschiebern straßenabschnitte freiräumen – usw.!

        immerhin sind mittlerweile 5 tage vergangen. was isst dort in japan nur los???

        wenn ich so 15 jahre zurückdenke und mir bilder von KOBE ins gedächtnis zurückrufe – da sind keine 2 tage vergangen und es wimmelte es geradezu von räumungsgerät .. . .?????

        zumindest haben sie inzwischen ein neues kabel nach fukushima gezogen, aber das jetzt noch großartig was nützen wird??? ich hoffe es jedenfalls.

        was mir aber mittlerweile echt auf den senkel geht ist das ÜBERALL – im netz, im fernsehn – lauteer dampfplaudernde FACHMÄNNER unterwegs sind. und ein jeder weiß es noch besser als der andere was dort gerade los ist, ein jeder ist auf einmal nukleartechniker mit dem vollen durchblick wie eine kernschmelze abzulaufen hat . . .

        . . . am liebsten sind mir dann diejenigen die daher kommen und meinen „es ist ja alles gar nicht so schlimm und überhaupt geht sie das ja HIER in DE sowieso nichts an“ . . .

        von unseren ganzen politkaspern und der dreckigen energielobby die jetzt schon damit anfängt die leute mit höheren stromkosten ZU BEDROHEN . . .

        es ist ja echt alles schon zum kotzen

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  12. Ja also das läuft ja quasi exorbitant schief dort (!), wg. Krisenmanagement, unfassbar das.
    Unfähig da ein paar DieselGeneratoren hinzuschaffen?
    Klar sind das verschärfte Bedingungen, das gab‘ es ja noch nie sowas.
    Ok, die Idee war eigentlich, gut, wg.Atomenergie.
    Aber so die Leute(manche,vor öh etlichen Jahren…) wurden ja schon etwas wach, also so diese Technologie nüchtern analysierend, – und befanden die Risiken als vielviel höher als den Nutzen.
    Dieser Umschwenk diverser Politiker nun(ehemals KonsequentBefürworter)ist jawohl offensichtlich eher peinlich.

    Hey, – das Desaster dort(!)scheint Dir ja politisch + sehr nahe zu gehen, aber uns auch.

    *scherzmodus an*
    Hätte man nicht irgendetwas mit MethanGas entwickeln können?
    Also so eine Art „Kuhkraftwerk“ quasi?
    Also da wäre die Bekämpfung eines GAUs jawohl wesentlich einfacher gewesen.
    Wenn so eine Kuh explodiert…da ist es ja wesentlich einfacher sowas zu verhindern.
    Und zur Not hätte ein KuhAfterPfropfen ja geholfen doch.
    Finde die MethanGasIndustrie hat da echt was versäumt ey !
    Naja, – fehlte die Lobby eben…
    *scherzmodus aus*

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  13. Bei einer Strahlenbelastung von teilweise jenseits der 3000 mSievert ist das ganze halt nicht mehr ganz so lustig. Wer da hingeht ist tot. Nicht gleich aber in nächster Zeit.
    Da hält sich der Spaß in Grenzen. Man denke da nur an die Terminatoren in Tschernobyl. Was glaubts du, wie hoch deren Lebenserwartung so war?

    Klar, Helden wie Knallbonbon, wären da natürlich an forderster Fronst mit dabei und würden Dieselgeneratoren in Mac Gyver Manier aus dem Schutt zaubern. Schade daß solche Helden nicht in Japan vor Ort sind, sondern ihre Zeit damit verbringen anderen zu erklären, wie sie es besser machen sollen.

    Also ich gebe zu, dass ich mir das schön überlegen würde, bevor ich den Heldentod sterbe. Einen so widerwärtigen, wie starke Verstrahlung noch dazu. Da wäre ich dann wohl doch zu feige dazu.

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    • nö du nase, so einfach brauchst du es dir gar nicht erst machen. denn all das was ich weiter oben angeführt habe, all das was mich bisher verwundert hat warum noch fast nichts getan worden ist, all das – oder zumindest große teile davon – wollen sie jetzt plötzlich tun. JETZT wo die strahlenbelastung schon so hoch ist das es tödlich wird, JETZT nachdem etliche und wertvolle tage ungenutzt ins land zogen.

      ERST JETZT (also seit gestern) wird die japanische regierung aktiv und bittet um hilfe aus dem ausland (ansatt das sie im zuge des staatlichen notstandes sofort das ruder übernommen hätten und zumindest diesem privaten betreiber einefacch verstaatlicht hätten).

      ERST JETZT kommt militärisches großgerät in grösserer menge zum einsatz.

      ERST JETZT sagte US Präsident OBÄRMLICH hilfe zu und brachte ERST JETZT diese hilfe auf den weg (anstatt einfach das zu tun was gerade US Präsidenten seit jeher einfach zu tun pflegen: nämlich einfach über alle köpfe hinweg streit- und hilfskäfte, spezialisten sowie hilfsgüter auf den weg zu bringen. egal ob es den einzelnen staaten oder der internationalen gemeinschaft in den kram passt oder nicht).

      verstehst du?!

      ERST JETZT – also viele tage dannach – wo die kacke so richtig krass am dampfen ist, wo wirklich extremste gefahr für leib und leben der helfer in äußerster gefahr ist wird gehandelt, werden im größeren maßstab hilfsmittel und gerätschaften auf den weg gebracht.

      alles das was jetzt geschieht hätte allerspästestens schon montag passieren müssen, auf alle fälle zuminest auf den weg gebracht werden müssen.

      und was das heldentum anbelangt – schon mal daran gedacht das jeden tag soldaten in den kampf geschickt werden und sterben müssen (aus weitaus unsinnigeren und banaleren gründen heraus als diese katastrophe).

      und tagtäglich sind weltweit X-tausende freiwillige hilfskräfte in krisengebieten im einsatz die ihr leben riskieren um andere zu retten.

      etc. etc. etc.

      was hätte geschehen müssen ist das die GANZE verdammte INTERNATIONALE GEMEINSCHAFT (aber vor allem und zuvorderst alle diejenigen die kernenergie befürworten und direkt davon profitieren) spätestens 2 tage nach den verherenden katastrphen ALLES IRGENDWIE AUCH NUR ANSATZWEISE ZUR VERFÜGUNG STEHENDE MATERIAL UND HILFSKRÄFTE auf den weg zu bringen. und zwar von den regierungen der einzelnen länder und nicht wie geschehen erstmals nur von den verschiedenen hilfsorganisationen.

      aber was taten unsere regierenden erst einmal? sie bekundeten ihr mitleid und anteilnaheme, drückten ihre besorgnis aus, palaverten, sültzten, plauderten dampf, stritten und machten sich sorgen (jetzt hier in DE im speziellen) um etwaige wählerstimmen die bei den anstehenden landtagswahlen verloren gehen könnten. statt einfach massiv zu handeln und sofort etwas auf den weg zu bringen und in die wege zu leiten, egal ob die japanische regierung hilfe anforderte oder nicht! zumindest wäre schon mal etwas in den startlöchern und auf dem weg gewesen.

      und die regierung in japan??? JA DIE sind ja die allerbesten, um ja nicht ihr dummes gesicht zu verlieren tun sie tagelang fast nichts anderes als zu beschwichtigen, relativieren, herumzuzögern, hinauszögern, einen blödsinn nach dem anderen herumzublubbern und sich den blödsinnigen schmarren des privaten kraftwerksbetreibers anzuhören (und den erst mal machen zu lassen) etc. – solange bis fast alles im arsch ist!!!

      wir reden hier nicht mehr von zeiten in dem keine möglichkeiten bestanden SOFORT helfen zu können. das alles teilweise viele tage und wochen dauerte. fast alles in und fast alle länder rundum japan ist und sind HOCHTECHNISIERT. ein raum in dem es vor schiffen, flugzeugen, schwerem technischen gerät etc. etc. etc. nur so wimmelt. und dieses ganze zeug könnte teilweise innerhalb von stunden und spätestens wenigen tagen vorort einsatzbereit sein.

      zB. die chinesen boten ihre hilfe an, die koreaner boten ihre hilfe an, auch andere anreinerstaaten boten ihre hilfe an – ABER NÖÖÖÖÖÖÖÖÖ – man muss zuerst einmal darauf achten sein mickriges kleines gesicht zu waren. so lange bis fast alles zu spät ist.

      ich weiß nicht das es immer noch leute gibt die das ausmaß dieser katastrophe nicht zu begreifen imstande sind. und vorallem welche ausmaßen diese katastrophe noch anzunehmen imstande ist. und zwar für die ganze welt. die radioative verseuchung eines begrenzten gebietes ist hierbei nur der kleiste teil davon!

      die zerstörungen des erdbebens und des tsunamies sind dagegen was kommen wird, sollte es zum SUPER GAU kommen, rein gar nichts.

      es droht eine katastrophe biblischen ausmaßes und was tun die (im besonderen unsere westlichen) regierungen und regierenden? zB. lassen sie es einfach zu das die zocker an den börsen weiter zocken können um die gesamtlage noch wesentlich zu verschlechtern statt vorerst alle börsen einzufrieren bis diese katastrophe halbwegs gemeistert wurde (und du oder andere brauchen gar nicht erst meinen oder denken das so etwas nicht ginge! denn es geht und wurde auch schon desöftern getan).

      es ist schon richtig das – wie oftmals behauptet wird – der NATIONALSTAAT an sich TOT ist. wenn nicht diese katastrophe den beweis dafür liefert was denn dann?

      und so heißt es nun als konsequenz daraus sich endlich der tatsache gewahr zu werden das wenn die globalisierung schon soweit vorangschritten ist das endlich mal von denen (die diese globalisierung auf den weg gebracht haben) im globalen masstäben verantwortung übernommen werden muss – das dementsprechend gedacht und gehandelt wird! im vollem umfang. JETZT GLEICH und nicht erst übermorgen!

      das heißt auch und im besonderen das (solange es kernkraftwerke gibt) wenn in japan (oder sonst wo auf der welt) eine kernschmelze droht absolut ALLES unternommen werden muss (und zwar SOFORT und nicht erst kurz vor einem SUPER GAU) um solches zu verhindern. egal was dafür nötig ist, egal was es kosten mag! denn schließlich geht es um aller menschen unabdigbarer lebensgrundlagen und nicht mehr nur darum ob es gerade mal irgendeiner nation schlecht geht.

      gerade von den ATOMKRAFT-BEFÜRWORTERN muss endlich begriffen werden das es auch um ihren UREIGENEN ARSCH geht und nicht mehr nur um den der anderen!!!

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  14. Guter Spruch von irgendeinem Journalisten heute.
    Sinngemäß „die versuchen da eine Kernschmelze atomkraftmäßig mit HEIMWERKERMETHODEN…..“, stimmt so.
    Wenn man sich das so anschaut, so auf jedwedem Sender….

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  15. und hier mal etwas zur geradezu mystifizierten sicherheit japanischer AKWs und wie sie angeblich alles richtig gemacht hätten – es zu dieser katastrophe kam wegen der „widrigen“ umstände die man nicht voraussehen hätte können und solch einem ähnlichen quatsch mehr!

    [ Beim Bau wurden alte US-Pläne kopiert

    Bei der Planung des Katastrophenmeilers Fukushima Daiichi wurden fundamentale Fehler gemacht. Das räumte ein Ingenieur ein, der am Bau des AKW beteiligt war. „Beim Baubeginn des Reaktors 1 im Jahr 1967 haben wir die Konstruktion der US-Firma General Electrics kopiert“, sagte Shiro Ogura, der damals für Toshiba arbeitete, bei einer Pressekonferenz des japanischen Citizen’s Nuclear Information Center.

    Obwohl die Lage an der sandigen Küste in Japans Nordosten, in einem Erdbebengebiet direkt am Meer, eindeutig eine andere ist als die der US-Kraftwerke, seien weder Reaktoren noch Sicherheitssysteme auf einen Tsunami ausgelegt worden. Trotzdem habe man die Konstruktion fast eins zu eins übernommen. „Die Gefahr eines Tsunami haben wir überhaupt nicht berücksichtigt“, sagte Ogura, der die Kühlsysteme für alle Reaktoren außer dem vierten mit konstruiert hat, laut der japanischen Zeitung „Hokkaido“. „Wir waren nah dran, ignorant zu sein. Wir haben nicht geprüft, ob die vorgesehenen Maßnahmen ausreichten“, sagte Ogura.

    Der pensionierte Ingenieur betont die mangelnde Erfahrung, die die Japaner damals mit Atomtechnologie hatten. „Bei der Konstruktion von Reaktor 1 hatten wir keine Erfahrung. Wir wussten fast gar nichts. Wir wussten zwar, dass das Gebiet von Erdbeben und Tsunami bedroht ist – aber wir waren nicht in der Lage, diese Gefahr zu berücksichtigen“, so Ogura.

    Beim Bau des zweiten Reaktors habe man den Entwurf von General Electrics verbessert. Allerdings offenbar auch nicht ausreichend: „Damals sagte man uns, in diesem Gebiet gebe es keine Erdbeben, die stärker sind als 8.“ Auch in den darauffolgenden Jahrzehnten wurden diese Vorgaben laut Ogura nicht revidiert: Kurz vor seiner Rente seien die Maßnahmen gegen Erdbeben überprüft – aber ein solch schweres Beben wie das jetzige sei nicht berücksichtigt worden. „Ich fühle mich verantwortlich“, sagt Ogura im Hinblick auf die Atomkatastrophe.

    Außer Stromversorgung auch andere Sicherheitssysteme ungenügend

    Der Ingenieur Masashi Goto, ebenfalls Ex-Mitarbeiter von Toshiba, sagte, bei der Katastrophe in Fukushima habe sich gezeigt, dass außer der Stromversorgung auch andere Sicherheitssysteme nur ungenügend für einen Notfall geplant worden seien. So sei das Containment, die Stahlschutzhülle, in der sich der eigentliche Reaktordruckbehälter befindet, nur für die Hälfte des Drucks ausgelegt gewesen, der nach dem Unfall tatsächlich auftrat.

    Außerdem sei der Durchmesser der Rohre, mit denen die Ingenieure in den vergangenen Tagen immer wieder Dampf aus dem Containment abgelassen hätten, möglicherweise zu klein, sagte Goto. Sicherheitssysteme, die eigentlich in mehrfacher Ausführung und unabhängig voneinander installiert müssen, seien nicht ausreichend gewesen. Als die Pumpen wegen des Ausfalls der Notstromversorgung nicht mehr funktionierten, habe man als Ersatz deswegen Systeme heranschaffen müssen, die zum Feuerlöschen, nicht aber für die Kühlung von Atomreaktoren konzipiert worden seien.

    Ob die offenbar mangelhaften Vorgaben für Reaktoren und Sicherheitssysteme von der Betreiberfirma Tepco, von staatlichen Behörden oder von Toshiba erstellt wurden, konnte der frühere Konstrukteur der Anlage, Ogura, auf Nachfrage nicht beantworten. Auch Tepco beließ eine entsprechende Anfrage der Nachrichtenagentur dapd unbeantwortet.

    cte/siu/dpa ]

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,751574,00.html

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  16. das hier ist es von dem ich die ganze zeit rede (respektive schreibe):

    [ 22.54 Uhr+++ Japan erbittet ferngesteuerte Roboter +++

    Die Lage im japanischen Kernkraftwerk Fukushima bleibt besorgniserregend, die drohende Kernschmelze ist nicht gebannt. Die innere Schutzhülle eines Reaktors ist gebrochen, in Reaktor 4 ist das Dach zerstört. Ob die Kühlversuche mit Hubschraubern und Wasserwerfern etwas bringen, ist unklar. Ebenso ungewiss ist, ob die Kühlwasserpumpen überhaupt anspringen, wenn ein neues Starkstromkabel anliegt.

    +++ 22.54 Japan erbittet ferngesteuerte Roboter +++

    Japan fragt ferngesteuerte Roboter an, um sie in die Atomanlage hineinzulenken. Das berichten die „Stuttgarter Nachrichten“. „In Deutschland stehen solche Roboter in den kerntechnischen Anlagen zur Verfügung“ zitiert die Zeitung den Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger. Sobald genaue Anforderungen aus Tokio vorlägen, werde in den Bundesländern nachgefragt, wer solche Roboter liefern könnte, sagte Unger. ]

    JETZT ERST!!!!!!!!!!!!!!!!??????????????????

    und erst dann wenn [ „Sobald genaue Anforderungen aus Tokio vorlägen, werde in den Bundesländern nachgefragt, . . .]

    so ein scheiß DING hätte ja schon am montag vorort sein müssen (und wenn es nur als reserve vorgehalten würde. selbst in der annahme das die japaner ja selber solche gerätschaften haben die aber angesichts der zerstörungen jederzeit ausfallen könnten.

    was ist wenn dann mal ganz dringend und sofort jodtabletten gebraucht werden? will man da auch erst aktiv werden wenn [ . . . genaue Anforderungen aus Tokio vorliegen . . . ] und dann erst mal überlegen und laaaaaaaangsam gucken und in 1 oder zwei tagen auf den weg bringen???

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