Die Piraten und die Wahlen 2011

Zwischenergebnis: Nach Hamburg und Sachsen-Anhalt wurden in BaWü und RLP neue Landtage gewählt, und in Hessen waren Kommunalwahlen. Zwischen Fukushima und Benghasi profitierten vor allem die Grünen vom aktuellen Weltgeschehen, die Partei des digitalen Wandels dagegen zeigte eher zähes Stimmen-Wachstum.

Im Stammland Helmut Kohls und Kurt Becks blieben die Piraten bei 1,6 % Anteil grösste kleine Partei, im stark umkämpften Südwestdeutschland mit dem nasalen Dialekt wuchs der Anteil trotz Stuttgart 21 auf 2,1 Prozent (siehe pic). Besonders interessant finde ich die hessischen Kommunalwahlen. Vorbehaltlich des amtlichen Endergebnisses (kommt angeblich morgen) hat die angebliche „Internetpartei“ dort 31 Sitze in Stadt-, Gemeinde- und Kreisräten errungen. Das bedeutet, dass die Lokalpolitik in Frankfurt, Kassel, Wiesbaden und anderswo jetzt von der Piratenpartei mitbestimmt wird. Wer hätte das gedacht?

piratenpartei bawü, hessen

 

 

 

3 Kommentare

  1. Hättest ja nicht gedacht, dass das ganze Impulswählvieh plötzlich Piraten wählt, ausser es gibt eine Internet-Kernschmelze durch böse Araber-Haxx0rz. Das sind NPCs die nicht gelernt haben, selber zu denken.

    Doch das kann auch wieder das Schöne sein. Denn das können wir für sie übernehmen. Leider trauen sich die Piraten das noch nicht, weil es so sehr ihrem eigenen schönen Weltbild davon widerspricht dass andere Menschen so selbstständig denken wie sie selber, dass sie sich vor Grauen noch die Augen verschliessen müssen.
    Aber das kommt schon. :)

    Denn dass Menschen sich wie eine Kuhherde passiv verhalten, heisst ja nicht, dass man ihnen nicht trotzdem gutes tun kann. Eine gute Führungspersönlichkeit weiss um den Wert seiner Gefolgschaft, und behandelt sie gut.
    Und genau das ist es doch was die etablierten Führer verlernt haben. Bei denen geht es nur noch darum, dass die Menschen glauben gut behandelt zu werden. Glauben ist umstoßbar. Reale Güte nicht so sehr.

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    • Das Ausmaß einer Profilneurose misst sich meiner Meinung nach, wie viele und wie oft jemand andere Menschen abwerten muss, um sich selbst für was besonderes zu halten.

      Zum Topic:
      Die Piraten müssen vom kleinsten gemeinsamer Nenner weg kommen. Wer die Themen Krieg und Armut nicht bundesweit einheitlich behandelt, wird in der Summe zu unwichtig bleiben, um eine Alternative zu sein. Trotzdem freu ich mich, dass auch in meinem Kreis einer rein gekommen ist.

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  2. Die Ergebnisse von Hessen, wo die Piraten ja wirklich Sitze in kommunalen Gremien entern konnten, fand ich wirklich toll. Nur schade, dass die Ergebnisse immer unter „Sonstige“ untergehen. Hatte mich gestern bei Heise gefreut, weil da was über die Wahlergebnisse der Piraten von allen drei Wahlen des WEs stand.

    @BAReFOOt
    Also deine Vieh-Rhetorik geht mir langsam so ziemlich extrem auf den Geist.

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