Frankreich: Facebook und Twitter in Radio und TV verboten

Genauer: Die französische Regulierungsbehörde für TV und Radio, Conseil supérieur de l’audiovisuel (CSA), hat unter Berufung auf ein Gesetz (gegen Schleichwerbung) aus dem Jahr 1992 untersagt, dass Zuhörer und Zuschauer in Sendungen auf die Zusatzinfos in den erwähnten Social Networks verwiesen werden.

CSA Sprecherin Christine Kelly begründet das so: „Warum sollen wir Facebook bevorzugen, das Milliarden wert ist, wenn viele andere Soziale Netzwerke um Aufmerksamkeit kämpfen?“ Ach so, anscheinend gibt es ein französisches soziales Netzwerke, das keine Beachtung findet, dafür aber über Lobbyisten verfügt? Ich mag diese Lobbykratie nicht. Sie ist der direkte Feind der Demokratie und eine Kultur der Korruption.

techcrunch, video mit losem inhaltlichem zusammenhang: toxic avenger feat. orelsan: n’importe comment

12 Kommentare

  1. So ein Unsinn. Hier geht es tatsächlich um Schleichwerbung. Mit Korruption hat das ausnahmsweise mal nix zu tun. Und Lobbyisten von anderen Netzwerken: Da hätt ich gern mal Beweise für gesehen, anstatt nur Wunschdenken.

    Ausserdem finde ich es komisch, dass Gleichberechtigung plötzlich zu Ungerechtigkeit, und Ungerechtigkeit zu Gleichberechtigung wird. Is ja wie Neusprech.

    Hier wurden nämlich alle solchen Erwähnungen verboten. Aber das dumme Vieh – und das zeigt genau wo das Problem liegt – erwähnt wieder mal nur die totalitäre privatsphärenvergewaltigungsmordseite Facebook und der Midlife-Crisis-Dienst für möchtegern-jugentliche 40-50-Jährige namens Twitter.
    Dass du diese Fokussierung des dummen Viehs dann noch als Aufhänger nutzt, um es noch schlimmer zu machen, schlägt dem Fass den Boden aus.

    Sorry, du weisst ich respektiere dich trotzdem, aber das musste mal gesagt werden. Auch ein Fritz haut mal daneben. ;)

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    • Nein, es ist keine Schleichwerbung, wenn etwa die Tagesschau drauf hinweist, dass man weitere Infos auch über Facebook und Twitter bekommen kann. Die Schattenseiten der Social Networks sind uns allen bekannt, ein Erwähnungsverbot ist trotzdem inakzeptabel.

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  2. Wenns im öffentlich Rechtlichen verboten wird ists eigentlich nachvollziehbar, aber im privaten Fernsehn wärs mir wurscht.

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  3. Da glaub ich gar nicht an Lobbyarbeit der Konkurrenz. Eher an gut gemeinten Übereifer. Von gutmeinenden Entscheidungsträgern, die schonmal in der Zeitung vom Internet gelesen haben. Wenn es denn öffentlich-rechtliche, spendenfinanzierte, quelloffene Alternativen *MIT REICHWEITE* gäbe, fände ich diese Regelung noch okay. Aber im Internet anno 2011 sind Twitter und Facebook nunmal Standard.
    Wie Fritz schon sagte… problematische Situation, aber das geht an der Realität vorbei und hilft niemandem.

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  4. Find ich gut! Weg mit Fecesbok und twitter!

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  5. Richtig so!

    Vor allem, weil das US Medien sind. Fecebook und Twitter dienen nur der US NSA und der Überwachung. Das müssen wir Europäer wirklich nicht unterstützen.

    Die Franzosen haben noch Eier, die man den Deutschen schon längst abgerissen hat!

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  6. mensch wir müssen jetzt alle offline gehen weil doch der großteil der ganzen internet technologie von den amis kommt
    ich werde nach diesem kommentar gleich meinen job kündigen – alles was mit informationstechnologie zu tun hat oin den mülleimer schmeißen – mir einen briefblock kaufen und in frankreich einwandern „weil die ja wohl noch eier in der hose haben“

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  7. Ich finde, es kommt in diesem Fall auf die Situation an.
    Man kann ja nicht allgemein die Nennung der Namen „Facebook“ und „Twitter“ in Medien verbieten.
    Gerade die machen ja auch hin und wieder mal Schlagzeilen was das Thema „Datenschutz“ anbelangt.
    Soll da dann etwa von „der Internetseite, deren Namen nicht genannt werden darf“ geredet werden?
    Bezogen auf die Aussage von Fritz „dass man weitere Infos auch über Facebook und Twitter bekommen kann“ muss ich allerdings sagen, dass ich es für Fragwürdig halte, eine Seite wie Facebook oder Twitter als Informationsquelle anzugeben. Selbst wenn der Inhalt geprüft wurde, denke ich es gibt passendere Quellenangaben.

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    • Ich glaube, es geht da eher um Newsticker und Programmhinweise und sowas, nicht um Quellen.

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  8. Hierbei handelt es sich weder Lobbyarbeit noch um „gut gemeinte Übergreifer“. Spricht man mit französischen Studenten, wird das eher als Versuch aufgefasst die öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen.

    Die Ausgangssituation stellt sich wie folgt dar: neben dem „omnipotenten“ Präsidenten, sind die Medien in Frankreich zweitstärkste politische Macht, deshalb oft als „quatrième pouvoir“ bezeichnet. Ihnen kommt daher ein enormer Einfluss auf die politische Meinungsbildung zu. Da dies für Sarkozy jedoch gefährlich werden könnte, ist seit geraumer Zeit zu beobachten, wie v.a. Radio und Fernsehen immer stärker staatlicher Kontrolle unterstellt werden.

    Sarkozy ist dabei sehr bewusst, dass unter den jungen Franzosen große Unzufriedenheit herrscht und diese Veränderung wollen, abseits von UMP und FN. Hierbei erscheint es keineswegs abwegig, – im Gegenteil! – dass gerade über die sozialen Netzwerke neue Bewegungen entstehen. In Frankreich sind soziale Netzwerke, besonders der Meinungsaustausch auf politischer und gesellschaftkritischer Ebene, sehr viel populärer als in Deutschland.

    Da er diese Gruppe ohnehin nicht für sich gewinnen könnte, schließt er sie so weit wie möglich aus – ganz einfach.

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  9. Andrea Lemanski hat bald Geburtstag Party ,
    Über unsere Kennenlern-Treffs hinaus veranstaltet unser Team-Mitglied Beat Häni
    Neuenburg am Rhein Treffs zum Geburtstag
    Du bist ganz herzlich eingeladen zum „Kennenlern-Treff“ von „Spaß am See!“.
    Bei unseren Kennenlern-Treffs haben gerade unsere ‚Neuen‘ die Möglichkeit, uns (Spaß am See) und unsere Teilnehmer unverbindlich kennenzulernen.
    Aber natürlich sind auch unsere ‚alten Hasen‘ zu diesen Treffs ganz herzlich eingeladen Unser nächster Treff findet statt am 07.07.2011 um 19:30 Uhr,
    79395 Neuenburg am Rhein Basler Köpfle 211 und Alcohol Jeweils alles Kostenlos!!
    mit freundlichen Grüßen Beat Häni & Andrea Lemanski

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