Grundrecht auf Killerspiele

Das Höchste US-Amerikanische Gericht („Supreme Court“) hat übrigens am Montag dieser Woche entschieden, dass im Bundesstaat Kalifornien der Verkauf und Verleih von gewaltdarstellenden Computer- und Videospielen an Minderjährige nicht verboten werden darf.

Begründung: Ein solches Verbot verstösst gegen den ersten Verfassungszusatz („first amendment“), schränkt also die Meinungs- und Redefreiheit sowie die freie Wahl der Weltanschauung ein. Die der Jugendlichen. Das ist der eigentliche Punkt: In den USA haben Unter-18-Jährige ein verfassungsmässig garantiertes Recht auf eigene Meinung, bis hin zur freien Nutzung von Killerspielen. Dieser Standpunkt der Meinungsfreiheit in Bezug auf Spiele wird übrigens hierzulande nur von sehr wenigen Politikern vertreten. Renate Künast gehört nicht dazu, sie möchte Games und Paintball verbieten, weil die Menschen dadurch verroht würden. Der unten wiedergegebene Videoausschnitt war übrigens einer der Hauptgründe für mich, nicht mehr Grün zu wählen. washingtonpost

6 Kommentare

  1. Es gibt viele Gründe die Grünen nicht zu wählen. Das ist einer davon ;-)

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  2. In der Tat. Wer Grüne wählt macht sich einfach nur lächerlich.
    OK, hier wird wählen generell nicht geschätzt… aber ich meine sich überhaupt auf den Weg zu machen nur um Grüne zu wählen???

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  3. Ach Ihr schimpft doch nur auf die WEIL IHR NICHT HÄKELN KÖNNT !!!

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  4. Scheisse. Dummheit… JEDE Partei, per Definition, und ohne Ausnahme (das gilt auch für die PIRATEN), ist entweder nicht an der Macht, oder genau so drauf wie bisher all regierenden.

    Das liegt nicht an den Menschen. Nicht am Bush, nicht an der Kühnast, und nicht am Fritz.
    Die Damen und Herren nehmen nur einfach „Social Engineering“/„Realitätsdesign“/„Lobbying“ nicht ernst, und unterschätzen es deswegen komplett. Sie denken, ihnen würde das nicht passieren. Sie wüssten was ihre Ansicht sei.

    Bis dann ihre Informationsquellen nur noch aus Gehirnwäschern bestehen, ohne dass sie’s merken. Und ihr Realitätsmodell aus ihren Informationsquellen. Und ihre Meinung aus ihrem Realitätsmodell.

    Weswegen ich sicher gehen, Realitätsquelle für die „Lobbys“ selber zu sein.

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    • Nur wann!? Bisher wirken sich deine Informationen ja leider nicht aus.

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  5. Unreflektierter Blödsinn. Sorry Leute, aber in den USA fällt so ziemlich alles unter „Meinungsfreiheit“, was Unternehmen dient. Und dieses Urteil dient vor Allem der Spieleindustrie. Meinungsfreiheit beudetet hier: Recht des Kapitals auf seine Vermehrung. Dass dabei auch „Konsumenten“ ausnahmsweise mal profitieren, ist purer Zufall. Wer hier feiert, hat nichts verstanden.

    Dabei böte das Grundgesetz für die Bundesrepublik eigene Ansätze für die Diskussion über Sinn und Zweck von „Killer“spielen – beginnend bei der Frage, worum es sich dabei überhaupt handelt und wie man das feststellen kann. Sind Computerspiele wirtschaftliche Produkte (Artikel 14), dienen also in erster Linie dem Kapital? Sind sie Ausdruck politischer (oder sonstiger) Meinung – mitsamt ihrer Einschränlung (Artikel 5(1) und (2))? Sind sie gar Kunst (Artikel 5(3))? Wohl ist ihr Erwerb und ihre Nutzung gedeckt durch die allgemeine Handlungsfreiheit – ebenfalls: mitsamt ihrer Einschränkungen (Artikel 2(1)).

    Ich kann diese äußerst komplexen Fragen nicht allgemein beantworten, schon gar nicht durch einen billigen Verweis auf „Meinungsfreiheit“. Wenn der Supreme Court meint das zu können, ist mir um seine Kompetenz bange. Und um das amerikanische Justizsystem.

    Die Argumente, die noch am ehesten ziehen, sind: Diese Spiele sind nicht jugendgefährdend. Die Organisation, die Jugendgefährdung festzustellen hat, ist intransparent und wissenschaftlich nicht gerade gut aufgestellt. Aber man freut sich lieber über jeden vermeintlichen „Sieg“ der „Sache“, statt sich mit argumentativer Rigidität aufzuhalten.

    Das Künastvideo zeigt nur eins: Die Grünen sind eine konservative Partei, die, wie das mit konservativen Parteien so ist, Realität mit Wertkommunikation ersetzen. Leider sind andere Parteien vor dieser Reduktion auch nicht gefeit…

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