Britannien: Quallen schalten Atomkraftwerk ab

Ganz ohne Erdbeben und Tsunami: Das Atomkraftwerk Torness an der schottischen Nordseeküste bei Edinburgh muss abgeschaltet bleiben, weil die Wasserfilter des äusseren Kühlkreislaufs von Seequallen verstopft sind.

Ein erstes Reinigen der Filter blieb, hrm, „ergebnisoffen“, weil sofort wieder Quallen da waren. Ungeachtet möglicher technischer Lösungen ist das Seewasser in dieser Region ein Grad Celsius wärmer, als es sein sollte. 13 statt 12 Grad. Globale Erwärmung. Quallen mögen wärmeres Wasser. Quallen mögen auch die anhaltende Überfischung ihrer natürlichen Fressfeinde. Und jetzt mögen sie wohl auch Atomkraftwerke.

scientific american, pic John Darcy cc by sa

11 Kommentare

  1. Liegt’s an mir oder muß dabei noch irgendjemand an Frank Schätzing denken?

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  2. Atomkraftwerke sind ja auch eine wunderbare Quelle warmen Wassers. Ein Paradies für Quallen. Wer hätte das bloß gedacht… :P

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  3. Bin ich wirklich der erste, der an Super-Mutantenquallen dachte?

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    • ..und bin ich wirklich der erste, der an peanut butter jelly time dachte?

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  4. ..hm, also KKWs mit Tonnen an umgewälztem und stetig wechselndem, erwärmten Wasser für die Kühlung der Brennstäbe im Gegensatz zur Einwirkung der Sonnenstrahlen auf das Liebesleben der Pflastersteine.. kombiniere, kombiniere.

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  5. btw: KKWs sehen ja schon so’n bisschen klassisch-modern aus. Könnte glatt ein Ableger des Dessauer Bauhauses oder den Bauten Bohuslav Fuchs‘ in Brno (alt-toitsch: Brünn) sein. Ach egal ^^

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  6. hoffentlich fliegt demnächst noch eines in die luft. zB. in den USA wäre eine schöne sache. . .

    . . . und das wärs dann endgültig gewesen mit den AKW.

    und weils mir gerade so einfällt. die meisten AKW sind ja eigentlich gegen flugzeugabstürze nicht wirklich gewappnet, oder?

    was aber wäre wenn mal ein meteorit (braucht ja kein wirklich großer zu sein – ist aber ein gänzlich anderes geschoss als so ein schnödes flugzeug) in so ein dingens einschlagen würde? haben die eierköpfigen oberdeppen und ihre komplizen in großwirtschaft und korruptions-politik das überhaupt mal in erwägung gezogen?

    die wahrscheinlichkeit ist NATÜRLICH gering (aber in fukushima wahren die wahrscheinlichkeiten schließlich auch nur sehr niedrig, oder?), aber hey!!! schließlich schlagen diese himmelsgeschosse ja auch anderswo ungehindert ein. warum also nicht ausgerechnet in ein AKW?

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    • Naja, wenn man solche nun wirklich nicht sehr naheliegenden Vermutungen mit einkalkulieren soll, dann ist auch kein Gefängnis mehr ausbruchssicher!
      Denn sollte dort ein Meteorit in ein wichtiges Gebäude krachen, wäre eine Fluchtmöglichkeit sicher schnell gegeben!
      Überhaupt wäre vieles Gefährlich, sollte ein Meteorit darauf landen (Flughafen, Schule etc.). Solche Dinge KANN man einfach nicht berücksichtigen und sind denke ich im Falle AKW auch unsere geringsten Sorgen!

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      • genauuuuuuu! super vergleich . . .

        . . . und die entflohenen sträflinge werden dann X-millionen jahre lang jeden tag 10 tausende menschen ermorden, milliardenfach flora und fauna aller art ausrotten, ganze gebiete unbewohnbar und unfruchtbar machen, nahrungsmittelpflanzen verseuchen usw. usf.

        [ und sind denke ich im Falle AKW auch unsere geringsten Sorgen ]

        man merkt gleich: DU denkst eben überhaupt nicht! denn in so einem fall reden wir hier nicht mehr über eine einfache, schnöde kleine kernschmelze die sich in den boden frisst, sondern tatsächlich über eine spontane, nicht im mindesten – oder auch nur ausatzweise – kontrollierbare KERNEXPLOSION die in einem heute noch nicht gekannten ausmaß hochradioaktiven dreck über extrem weite strecken verteilen würde und die sämtliche alten KERNWAFFEN-tests, die atombombenabwürfe in japan und alle nuklearkatastrophen – inklusive fukushima und tschernobyl – zusammengenommen wie kleine fabrikbrände aussehen lassen würden. und wie wir inzwischen wissen kennen radioaktive wolken und niederschläge keine landesgrenzen und einreiseverbote.

        besonders „lustig“ würde es werden sollte dieses in einem AKW mit mehreren reaktoren passieren.

        hieran kann man feststellen wie unverantwortlich der umgang mit im prinzip nicht beherrschbarer technik umgegangen wird nur damit sich ein zahlenmäßiges relativ kleines dreckspack die taschen vollstopfen kann.

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        • Ich habe nie angezweifelt, dass es eine große Katastrophe werden würde, wenn ein Meteor in ein AKW einschlagen würde.
          Doch finde ich es einfach absurd, den „unverantwortlichen Umgang“ an einem Kometeneinschlag festzumachen.
          Natürlich ist unsere Politik im Bezug auf solche Dinge unverantwortlich!
          Ich habe nie etwas anderes behauptet.
          Doch bin ich sicher, dass zuerst einmal andere Probleme beseitigt werden müssen, die im Zusammenhang mit AKW’s stehen, bevor wir uns um den einfach nicht naheliegenden Fall eines Meteoriteneinschlags kümmern.
          Meine Meinung…

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