Die Piratenpartei und die Copyrightrevolution des frühen 21sten Jahrhunderts

Eine Milliarde Euro kostet alleine die jüngste, heimlich durchgezogene Verlängerung der Copyrightdauer für nachgespielte Musik (nicht für Kompositionen) von 50 auf jetzt 70 Jahre nach der Tonaufnahme durch die EU. Bezahlt wird diese Milliarde von der Allgemeinheit, von jedem von uns, und verteilt wird das Geld nicht etwa in erster Linie an arme Sessionmusiker und Backgroundsängerinnen (zusammen 4%), sondern komplexen Vertragswerken folgend an die immer gleichen Musikkonzerne, nämlich 72 %; weitere 24 % gehen an die immer gleichen Superstars. Martin Kretschmer, Direktor des Bournemouth University Centre für Intellectual Property Policy & Management, hat das nachgerechnet„Die Piratenpartei und die Copyrightrevolution des frühen 21sten Jahrhunderts“ weiterlesen

Kaudergate

[Update 2 Korrektur 2] Volker Siegfried Kauder ist seit November 2009 Vorsitzender des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages. Er hat für diesen Herbst einen Gesetzesentwurf angekündigt, der „Urheberrechtsverletzern“ beim zweiten Vorwurf und ohne gerichtliche Klärung für drei Wochen der Internetzugang gesperrt werden soll. Durch den Provider, und ohne rechtliches Verfahren. Er will das Gesetz am dritten Korb der Urheberrechtsreform vorbei beschliessen lassen. „Kaudergate“ weiterlesen

Bilder, direkt aus dem Gehirn

Nein, kein SciFi, sondern gruselige Realität. Wissenschaftler an der University of California, Berkeley um Shinji Nishimoto und Jack Gallant haben ein Verfahren entwickelt, wie Gehirnaktivität, die mit Hilfe von Magnetresonanztomographie aufgezeichnet wurde, in Bilder umrechnen kann. Und zwar während jemand einen Film betrachtet. Original und Gehirnaktivitätsscan könnt ihr auf dem Video oben ansehen, die Missbrauchsmöglichkeiten sind unvorstellbar, oder? uc berkeley

Meine erste Banane

Ich hab diese Topfpflanze seit über zehn Jahren, ist schon mit umgezogen in die Afrazone, und jetzt das. Ich weiss nicht, ob ihr alle schon mal Bananen im Wohnzimmer hattet, aber bei mir ist es das erste Mal und ich bin entsprechend gespannt, ob man das Ding auch irgendwann essen kann. Hmm. pic von mir cc by sa

Die Piratenpartei und das Gendermissverständnis

Nach dem Berlin-Coup der Piraten suchen die bürgerlichen Kräfte in unserem Land angesichts ihrer subjektiven Bedrohungslage natürlich nach Haaren in der Suppe. Hm. Schwierig. Das ist ja alles so positiv und werteorientiert, was diese Piraten so sagen. Aber zum Glück kann man sich auf die ansonsten gern vernachlässigte politische Korrektheit besinnen und auf das schreckliche Missverhältnis von 14 Typen und einer Frau in der aktuellen Berliner Piratenfraktion zeigen, und mit diesem Beispiel enthüllt man dann (schwupps) die latente Frauenfeindlichkeit der Piraten. Ahh, welche Wohltat für die gequälte Bürgerseele! Nun muss man erstens entgegenhalten „cum hoc ergo propter hoc“, also „ein Beispiel ist kein Beweis“, und zweitens, dass die ganze Diskussion auf falscher Grundlage geführt wird. „Die Piratenpartei und das Gendermissverständnis“ weiterlesen