Irak: Der Krieg wird privatisiert

US-Präsident Barack Obama erklärte vor einer Woche, dass bis zum Ende dieses Jahres alle US-Soldaten aus dem Irak (wo die USA ja nie etwas zu suchen hatten) abgezogen sein würden. Kriegsende?

Nnnn… ein. Statt dessen wird das “Bureau of Diplomatic Security” des US-Aussenministeriums (State Department) 5.500 Söldner unter Vertrag nehmen, um die eigenen Interessen im Zweistromland zu schützen. Das entspricht der Mannstärke einer schweren Einsatzbrigade, nur eben nicht im Budget des Pentagon, sondern unter dem Deckmantel der Diplomatie. Hm. Diplomatie statt Militär, das wollen doch irgendwie alle?

Söldnderfirmen wie Triple Canopy, Global Strategies Group oder SOC Incorporated haben jetzt schon Verträge über jährliche 3 Milliarden US-Dollar in der Tasche, wobei derzeit noch nicht alle diplomatischen Standorte “geschützt” sind. Dann wünsch ich mal viel Spass beim unausweichlichen “diplomatischen“ Desaster, und den Schwestern und Brüdern im Irak möglichst niedrige “Kollateralschäden”. Also grundlos erschossene Zivilisten. Das nur scheinbar zusammenhanglose Pic stammt vom Cover des 1986er Adventuregames “Mercenary: Flucht vom Planeten Targ”.

wired

 

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