Grooveshark: So gehts trotzdem

Die neuste Blamage der GEMA ist das Aufgeben des (nach Youtube) zweit­beliebtesten Radiosenders unserer Tage, Grooveshark. Anders als die Google-Tochter kann sich der rhythmische Hai nicht gegen den juristischen Druck der Composer-Mafia wehren und übergab deswegen die Flagge an simfy. Aber: Mit etwas tricksen gehts trotzdem. Und der Trick ist nicht mal illegal, sondern derselbe, den auch die von repressiven Regimes Ver­folgten aller (mehr oder weniger totalitärer) Länder anwenden:

Proxys. Der gewünschte Datenstrom wird dabei mit einer IP-Adresse aus einem anderen Land etikettiert, so dass eine freiwillige oder unfreiwillige Sperre umgangen wird. Ich habe heute Hotspot Shield ausprobiert und konnte nach der Installation problemlos Musik über Grooveshark hören. Läuft auf Windows und Mac OSX. Download hier. (ProTipp: Anschliessend wieder ausmachen, weil über Proxy alles etwas langsamer geht). Das Firefox-Plugin Anonymox konnte bei mir dagegen keine Musik wiedergeben, und ProxTube für den Firefox check ich anschliessend, um Gema-gesperrte Youtubevideos ansehen zu können.

Viel Spass! Und welche Proxy-Erfahrungen habt ihr zu berichten?

20 Kommentare

  1. Ich nutze Stealthy, eine Erweiterung für Chrome oder Firefox.

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  2. Hallo Fritz, laut GEMA und simfy liegt der Rückzug von Grooveshark wohl eher daran das sie für die Bereitstellung überhaupt kein Geld andrücken wollten, nicht mal die 0,6 Cent die ein Streamingdienst wohl pro Titelaufruf bezahlen muss.
    Dann steht bei heiße auch noch was von Ermittlungen wegen unerlaubter Verbreitung von Urheberrechtlich geschützer Titel, Ermittlungen in USA.

    Simfy distanziert sich laut heise auch von Grooveshark.

    scheint diesmal wohl kein Grund für GEMA-Bashing zu sein. :-)

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    • Es gibt eigentlich nichts, was kein Grund für GEMA-Bashing wäre. Wenn die an irgenwas nicht schuld sein sollten, dann haben sie sich nur noch nicht erwischen lassen.

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      • +1
        Das sehe ich so ziemlich genau so…

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      • und ich erst. diese GEMA-astroturfer können sich eh mal gepflegt verpissen!

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      • Schwarz / Weiß

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  3. Hat bei mir mit Anonymox funktioniert. Habe eine IP aus den USA genommen, Seite laden lassen, Anonymox ausgeschaltet, fertig.

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  4. HideMyAss kann ziemlich viel, auch youtube.
    http://hidemyass.com/youtube-proxy/

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  5. Tor. (http://www.torproject.org) Kann noch viel mehr, als „Radiohören“. Und wer etwas Bandbreite auf seinem Webserver übrig hat, kann der Welt etwas Gutes tun und ein Relay betreiben – eine Exit Node ist im unfreien Teil der Welt (Nordkorea, Iran, Deutschland, u.a.) nicht unbedingt ratsam.

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    • TOR ist ein gefährliches Sicherheitsrisiko. Weil man sich in falscher Sicherheit wiegt.
      Es wurde von Wissenschaftlern bewiesen, dass man leicht ermitteln kann wer wer ist, wenn man die „exit nodes” kontrolliert. Was in einem Zensurland als gegeben angenommen werden muss.
      Das Konzept von TOR gilt deswegen mittlerweile als überholt und unsicher.

      Ich hab das übrigens mal zu Ende gedacht. Und es kommt immer auf dasselbe raus: Vertrauensnetzwerke: Alle Daten die reinkommen dürfen nur von Quellen kommen, denen man *persönlich* vertraut. Und alle Daten die rausgehen dürfen nur an Empfänger gehen, denen man persönlich mit seiner Anonymität vertraut.

      Und bezüglich ausgehender Daten hilft da eigentlich nur ein Zombie-Computer. Also ein Rechner den man unter Kontrolle hat, ohne dass der Nutzer es weiss, und auf dem man alle Spuren löscht. Am besten eine lange Kette davon.

      Und bezüglich eingehender Daten hilft im Notfall (wenn sogar enge Freunde der Mediengehirnwäsche verfallen) nur selberprüfen, selberdenken, und gar nicht erst anfangen über Propaganda zu denken. (Denn dann ist man bereits „infiziert“. [Es bewirk bereits neurologische Änderungen {=„lernen“}])

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      • Meh. Du möchtest dir evtl. mal die zwei oder drei Videos vom letztjahrigen Chaos Communication Congress über tatsächliche und angebliche attack vectors auf Tor zu Gemüte führen:ftp://ftp.ccc.de/congress/2011/mp4-h264-HQ/
        Ohne dir -als Langzeit-Tor-User und jahrelanger Leser der tor-talk-liste- da nahetreten zu wollen, aber die wissen schon worüber sie da reden und haben das nicht nur „zu ende gedacht“, sondern auch programmiert (die einen) bzw. nicht ganz erfolgreich zu hacken versucht (die anderen):

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  6. Also ich weiss von Freunden aus Zensurländern, dass dort ’ne Menge Firmen VPNs anbieten. Mit voller Bandbreite. Für 5 Dollar.

    Sollte SOPA/ACTA jemals durchkommen, wird in der Zeit bis der Bürgerkrieg vorbei ist mit Sicherheit jeder einzelne dieser Anbieter auch auf den deutschen Markt kommen.

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    • P.S.: Und jeder hat dort bis zu drei von der VPNs. Ist sicherer und manches ist ja bescheuerterweise länderbeschränkt.

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  7. alles fürn arsch – sonst nix!!!!!!!!!

    nach langer zeit habe ich mich mal wieder „anregen“ lassen einige der hier vorgeschlagenen proxy-lösungen (sowie ein paar andere) auszuprobieren (könnte ja sein das sich zwischenzeitlich mal was zum positiven geändert hat)

    und wie immer . . .

    pustekuchen

    . . . alles nur dreck! (und das ganz unabhängig davon wie ich einstelle, trickse oder herum manipuliere)

    „sorry blah blah united states blah blah nix gibts in Ur land blah blah“

    oder

    alles ist so dermaßen quälend langsam das ich zwischendurch locker ein haus bauen könnte – samt garage!

    und das bei einer 16ner leitung mit der ich idR. immer mit ca. 80% unterwegs bin.

    ich glaube echt ihr phantasiert euch die welt rosa, oder wie? oder sauft und kifft ihr alle soviel?

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  8. Megaupload file-sharing site shut down, founders chargedMegaupload file-sharing site shut down, founders charged

    http://www.bbc.co.uk/news/technology-16642369

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    • Megaupload, one of the internet’s largest file-sharing sites, has been shut down by officials in the US.

      The site’s founders have been charged with violating piracy laws.

      Federal prosecutors have accused it of costing copyright holders more than $500m (£320m) in lost revenue. The firm says it was diligent in responding to complaints about pirated material.

      Investigators denied a link to recent protests against proposed piracy laws, according to the Wall Street Journal.

      The US Justice Department said that Megaupload’s two co-founders Kim Dotcom, formerly known as Kim Schmitz, and Mathias Ortmann were arrested in Auckland, New Zealand along with two other employees of the business at the request of US officials. It added that three other defendants were still at large.

      „This action is among the largest criminal copyright cases ever brought by the United States and directly targets the misuse of a public content storage and distribution site to commit and facilitate intellectual property crime,“ said a statement posted on its website.
      Third-party sites

      The charges included copyright infringement, conspiracies to commit racketeering, copyright infringement and money laundering.

      A federal court in Virginia ordered that 18 domain names associated with the Hong Kong-based firm be seized.

      The Justice Department said that more than 20 search warrants had been executed in nine countries, and that approximately $50m in assets had been seized.

      It claimed that the accused had pursued a business model designed to promote the uploading of copyrighted works.

      „The conspirators allegedly paid users whom they specifically knew uploaded infringing content and publicised their links to users throughout the world,“ a statement said.

      „By actively supporting the use of third-party linking sites to publicise infringing content, the conspirators did not need to publicise such content on the Megaupload site.

      „Instead, the indictment alleges that the conspirators manipulated the perception of content available on their servers by not providing a public search function on the Megaupload site and by not including popular infringing content on the publicly available lists of top content downloaded by its users.“

      Before it was shut down the site posted a statement saying the allegations against it were „grotesquely overblown“.

      „The fact is that the vast majority of Mega’s internet traffic is legitimate, and we are here to stay,“ it added.

      „If the content industry would like to take advantage of our popularity, we are happy to enter into a dialogue. We have some good ideas. Please get in touch.“
      Blackouts

      The announcement came a day after thousands of websites took part in a „blackout“ to protest against the Stop Online Piracy Act (Sopa) and the Protect Intellectual Property Act (Pipa).

      The US Chamber of Commerce has defended the proposed laws saying that enforcement agencies „lack the tools“ to effectively apply existing intellectual property laws to the digital world.

      Industry watchers suggest this latest move may feed into the wider debate.

      „Neither of the bills are close to being passed – they need further revision. But it appears that officials are able to use existing tools to go after a business alleged to be inducing piracy,“ said Gartner’s media distribution expert Mike McGuire.

      „It begs the question that if you can find and arrest people who are suspected to be involved in piracy using existing laws, then why introduce further regulations which are US-only and potentially damaging.“

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    • UUUUPPS!

      wollt’s eigentlich in „SOPA: Griff nach der Weltherrschaft“ posten, sorry.

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  9. Fritz, bist du auf Firefox umgestiegen?

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    • Ich benutze Opera, Firefox, Chrome

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  10. […] 50 Jahre) geschlagen hat, empfehle ich den problemlosen Einsatz von Proxies, wie im 11k2-Artikel Grooveshark: So gehts trotzdem beschrieben; hier habe ich ProxTube für Firefox […]

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