Der Umwelthandelskrieg von 2012

Die EU hat zwar beschlossen, dass Flugzeuge (bzw deren Betreiber) auch Emissionsabgaben bezahlen müssen, wenn auch nur ein Fünftel dessen, das andere Abgasproduzenten trifft, aber trotzdem schäumt der weltpolitische Ärger hoch. Die USA, Indien und Russland sind sauer, und China hat angekündigt, diesen Eingriff in die nationale Souveränität zu boykottieren.

Schliesslich wäre ab 2013 ein Flug von Bejing nach Brüssel dann um zwei Euro teurer, und das ist nicht anderes als ein einseitiger aggressiver Akt und der Beginn eines unprovozierten Handelskriegs durch die machtlüsternen Europäer, nicht wahr? Bevor ihr fragt: Meinetwegen sollen Flüge auch um den vollen Betrag (hier von 10 Euro) teurer werden, und meinetwegen sollen chinesischen Passagierjets notfalls keine Landeerlaubnis mehr in Europa bekommen, meinetwegen auch mit der Folge, dass europäische Flieger nicht mehr nach China dürfen, und weitere Produkte gesperrt, blockiert, verboten werden. Ich meine: was ist denn gegen einen netten kleinen Handelskrieg einzuwenden? Niemand wird verletzt, Europa konzentriert sich auf andere Handelspartner und riesige Mengen von Geld werden sinnlos verbrannt – wenn das nicht gute Argumente dafür sind? Versteht mich nicht falsch: ich mag Chinesen. Ich mag, pauschal gesprochen, deren realistische, materialistische und genusssüchtige Einstellung (jedenfalls hab ich das in Hongkong so erlebt). Aber ich mag die chinesische totalitäre Regierung nicht, und ich will nicht, dass deren totalitär-kapitalistische Einstellung Auswirkungen auf die nationale Souveränität meine Landes und meines Kontinents hat.

Das Bild zeigt einen masstabgerechten Grössenvergleich zwischen dem Flaggschiff von Admiral Zheng He und dem von Christoph Columbus, beide aus dem späten 15. Jahrhundert.

tagesschau

9 Kommentare

  1. Du weißt ja sicher auch, was man über Männer mit großen Schiffen sagt…

    *SCNR*

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    • Dass sie sich von Sexistinnen blöde Sprüche anhören müssen?

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      • Nein, eigentlich nur, dass sie große Schiffe haben. ;)

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  2. Also ich mag die Chinesen nicht, wie sie die Welt genauso ausbeuten wollen, wie der Westen, und die Umwelt verpesten.

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    • Folgerichtig magst du dann alle zu kurzfristig denkenden (mit anderen Worten, dummen) Menschen nicht, richtig?

      Kann ich verstehen. Geht mit genauso.
      Ich kann auch das so populäre extreme Gegenteil, also anti-/pseudo-soziale „Wir müssen alle unseren ‚Mitmenschen‘ dienen, und dürfen niemals unsere eigenen Interessen verfolgen“-Idioten, genau so wenig leiden.

      Warum man da jetzt 1,3 Milliarden Chinesen besonders hervorheben muss. Das ist ja quasi die Mutter aller Vorurteile…

      Sag lieber: „Ich mag die chinesische Regierung nicht…“.

      P.S.: „JesusIstLord“? Ernsthaft?? Also ich mein das jetzt im allerbesten: Bitte such dir dringend einen guten Therapeuten, bevor das zu einer vollen Schizophrenie ausartet. Glaub mir… was immer dich dazu treibt… Du kommst da durch, und brauchst dir keine Märchen von einer akzeptablen Fantasiewelt vorzuerzählen. Dadurch verlierst du nur so viel mehr von deiner Freiheit und deinem Leben. Das wäre doch schade. :/

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  3. Was man wissen muss: China war um die Zeit die größte Seemacht der Welt. Die sind bis fast zur Türkei gekommen. Und überall wo sie ankamen, brachten sie nur haufenweise Geschenke mit. Und das Angebot zum Reich zu stoßen.
    Im Angesicht der größten Flotte der Welt, zehn bis zu hundert mal größer als die eigene, sagte da niemand nein. ;)

    Doch dann entschied man sich plötzlich, sich komplett zurückzuziehen und einzukapseln. Eine typisch ostasiatische Verhaltensweise, nicht unbekannt vom Zen-Buddismus, bei der man vor der Welt flüchtet indem man sich selber abkapselt, statt wie in unseren westlichen Religionen lieber alles zu zerstören was den Wahnvorstellungen widerspricht.

    Ansonsten hätten die wahrscheinlich den Großteil Europas

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    • die hätten sich nach damaligen standards die ganze welt einverleiben können. außerdem haben sie zudem noch, ganz anders als die römer zu ihrer zeit, rein zahlenmäßig genügend „personal“ gehabt überall da wo sie eingefallen wären ihre interessen zu durchzusetzen. und das völlig ohne irgendwelche halbscharigen bündnisse (stichwort: provinzverwaltungen) mit dem vorhandenem landespöbel eingehen zu müssen.

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  4. Kolumbus und das Flaggschiff eines chinesischen Admirals miteinander zu vergleichen ist aber auch ein typischer Fall von Äpfeln und Birnen.

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  5. Hong Kong mit Mainland China zu vergleichen ist ebenfalls ein Apfel/Birnen Fall. Zum Glück gibt es noch ein paar Länder die sich gegen die globale Versklavung durch den CO2 Emmissionsablasshandel wehren. Man sollte einfach weniger Müll (auch gedanklichen) produzieren und Aufhören an ewig exponentielles Wachstum zu glauben.. jetzt warte ich auf Barefoots obligatorische CO2 Inquisition ;-)

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