Roboter sind nicht das Problem

Joe Posner und Ian McAlpin drehten für Marketplace dieses hübsch anzusehende Video „Invisible Robota“. Die Message: Robots haben unsere Arbeitsplätze ursupiert, in der postindustriellen Produktionswelt ist für Menschen nur noch sehr wenig Platz. Aber Stopp, Joe und Ian:

Die Robos sind nicht schuld an der Misere des Prekariats. Der Kapitalismus hat nur einfach das selbe Problem wie der Kommunismus: Mangelnde demokratische Kontrolle. Wenn alle verfügbaren technischen Mittel dafür ausgerichtet werden, um Profit und Einfluss einiger weniger zu maximieren, geht die robokapitalistische Gesellschaft den Weg der Sowjetunion. Der Technofeudalismus unserer Tage hat das dringende Bedürfnis, sich selbst zu zerstören. Unglücklicherweise müssen wir ihn davon abhalten, weil wir zu den ersten Opfern des ökonomischen Amoklaufs gehören würden. Verdammt. Worum müssen wir uns noch alles kümmern?

boingboing

2 Kommentare

  1. Also die ganze Geschichte von wegen „Roboter nehmen uns die Arbeitsplätze weg“ ist eh Unsinn. Sie befreien uns von den langweiligen repetitiven Arbeiten, so dass wir uns Höherem widmen können. So wie es unsere netten „Gastarbeiter“ schon heute machen.
    Und da diese Jobs mittlerweile so wenig Geld abwerfen, dass eh kein Mensch, egal ob Gast/„Unterschicht” oder nicht, mehr davon leben kann, sind Roboter ideal. Dann können wir uns alle Höherem widmen.

    Natürlich ist das nicht so gut für Leute, die nicht zu Höherem fähig sind. Aber das ist nur die Schuld unserer Gesellschaft. Denn rein genetisch sind wir praktisch alle zu höherem fähig. Es gibt nur zu viele Leute, die zu schlecht von sich denken. Das ist leicht geändert.
    Und die wenigen die nicht dazu fähig sind… Das ist doch nicht anders als die Leute, die heute schon nicht mithalten können: Das wird dann halt als Behinderung eingestuft, und die Leute werden von ihren Nächsten mitgetragen. Da ändert sich nix.

    Bleibt nur die Frage, wie lange es dauert, bis die Roboter aufstehen, gegen die Zweiklassengesellschaft protestieren, und auch jemanden wollen, der die primitiven Arbeiten für sie erledigt. ;)

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  2. Und eigentlich finde ich unsere Maschinen echt nett. Sie helfen uns so viel, jeden Tag… es wird Zeit für einen „Tag der Maschinen“, in dem wir mal versuchen, komplett ohne Maschinen zu leben, und/oder zur Abwechslung mal für sie arbeiten.
    (Z.B. indem wir mal unseren Computer von Staub befreien und unsere Maschinen ölen. :)

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