Die Gema hat immer noch keine Ahnung, wieviel Musik wert ist

„Musik ist uns was wert“, ruft die Gema, schickt ihre PR-Herolde und gibt ordentlich Geld für Plakate, Printanzeigen, Fernseh- und Radiowerbung aus. Also Geld, das eigentlich junge, hungernde Künstler dringend benötigen. Aber das ist eine andere Geschichte. Bettina Müller, die blonde Leiterin der Direktion Marketing & Kommunikation bei der Gema beklagt professionell:

„In der Öffentlichkeit schwindet das Bewusstsein dafür, dass Musik einen Wert hat.“ Und wenn der Musikfan an der Kampagne teilnimmt, damit die Gema später verkünden kann, so-und-so-viele Musikfans hätten teilgenommen und könnten auch nicht irren, hat er die Chance, ein Gratiskonzert zu gewinnen. Wahlweise von Schiller, H-Blockx, Moritz Eggert und Konstantin Wecker. Eine fünfte Auswahlmöglichkeit “nichts von alledem, geht weg mit dem Scheiss” fehlt leider.

Nachdem dieses bescheidene Blog mittlerweile die schwere Bürde trägt, im Wechsel mit anderen bescheidenen Blogs als Stimme des freien Internets an die Bühnenkante zu treten, um furchtlos für Wahrheit und Wahrhaftigkeit einzustehen, erkläre ich (ihr seid meine Zeugen) folgendes:

Liebe Gema. Wenn wir in einem Land leben würden, in dem ein Künstler, stolz auf sein Werk verweisend, Bezahlung für seine kulturelle Leistung erwarten dürfte, dann wäre das Kommunismus. Wollt ihr nicht? Gut. Ist ja auch nicht so. Wir leben im Wirtschaftssystem Kapitalismus, und da bekommt man nur Geld, wenn man etwas verkauft. Ja, ich weiss, das Umverteilungssystem der Gema hat etwas intrinsisch kommunistisches, aber wenn mans nicht übertreibt, wirds schon niemand merken, nicht wahr?

In einem sind wir uns alle vollkommen einig: Der ideelle Wert von Musik ist riesig. Nur leben wir eben in einem System, das eine Umrechnung von ideellem Wert auch nur in Pfifferlinge oder gar “legal currency” bei Strafe nicht zulässt. Also muss der monetäre Wert von irgendwas (zB Musik) zwischen den Marktteilnehmern ausgehandelt werden. Und hier kommt wieder eure kommunistische Denkweise ins Spiel: Ihr glaubt tatsächlich, ihr könntet den Preis festsetzen und Punktbastaaus. Ja, nee. In der wirklichen Welt hat der Kunde immer recht. Und wenn der nicht mal gefragt wird, geht er eben woanders hin. Dorthin, wo es dasselbe (oder fast dasselbe) für weniger oder umsonst gibt. Der Leidtragende ist wie immer der Künstler, der bekommt nämlich immer weniger ab. Also? Was tun? Etwa verhandeln? Hier kommt wieder euer Standardargument auf den Tisch: “Aber warum sollen Leute für etwas bezahlen, das sie woanders auch umsonst haben können?”

Die Antwort ist wirklich denkbar einfach: Anders als ihr sind die meisten Leute keine geldgierigen Peffersäcke, sondern von Anstand und Moral bestimmt und sehr wohl bereit, für eine erhaltene Leistung zu bezahlen. Wie diese Bezahlung aussieht, muss allerdings verhandelt werden. Erinnert ihr euch, liebe Gema, wie ihr damals allen Käufern von Tonbandgeräten Rechnungen fürs Kopieren schicken wolltet, und dazu Kopien ihrer Personalausweise fordertet? Und der Gesetzgeber statt dessen eine Pauschalabgabe ins Gesetz schrieb? Bitter, nicht wahr? Ich sags jetzt nochmal im Guten, liebe Gema: Seid nett und setzt euch an den Verhandlungstisch. Sonst regeln wir das, was ihr bisher so ineffizient und intransparent macht, über eine Pauschalabgabe. Auf Internet und den ganzen Rest. Wir, das Volk.

Richtig. Das Bild zeigt, themenbezogen, den langjährigen Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, Josef Stalin.

58 Kommentare

  1. Mit der GEMA zu reden ist sinnlos. Eben aus dem Grund, weil sie nur die Interessen des Vorstands verfolgt.
    Dieses parasitäre Syndikat muss einfach entfernt werden, sonst nichts.

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    • Gib doch mal ’nen Tipp: Wie?
      Also jetzt in real. Wenn das gemeine Vieh Volk passiv in den Wellen der Meinungsmacher schwappt.

      Ich hab meine Lösung der PP schon vorgeschlagen gehabt:
      1. Akzeptieren, dass die Mafia nicht mitspielt, und das niemals tun wird.
      2. Wirklich akzeptieren, dass die Mafia nicht mitspielt, und das niemals tun wird.
      3. Wieder akzeptieren, dass Informationsproduktion eine Dienstleistung ist. Kein Produkt. Und deswegen niemals verkauft, vermietet, geliehen, gestohlen oder besessen werden kann.
      4. Sich Geschäftsmodelle von allen anderen Dienstleistungsbranchen, wie z.B. den Handwerkern, abschauen.
      5. Akzeptieren, dass Information, die einmal unters Volk kommt, kein Geld mehr wert ist.
      6. Wirklich raffen, was es bedeutet, dass Information, die einmal unters Volk kommt, kein Geld mehr wert ist.
      7a. Aus noch nicht öffentlich verfügbaren Informationen Geld mit Kickstarter u.ä. machen.
      7b. Aus schon öffentlich verfügbaren Informationen Geld mit Aufführungen, Merchandising, u.s.w. machen.
      8. Das bedeutungslose Gekräze der Mafia/Gema ignorieren, bis es verstummt. :)

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      • Ich sage nicht, dass du nicht recht hättest. Wahrscheinlich wird der Weg zur einer gemeinsamen Lösung weniger linear.

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  2. Eeem, dein Argument könnte besser sein. Du sagst nämlich, wenn ich das richtig verstanden habe:

    „Wir wollen doch keinen Kommunismus! Also verhandelt, oder mich machen den Kommunismus (Pauschalabgabe) ohne euch!“

    Wenn Justin Bieber genau so viel Geld für „seinen“ Müll bekommt, wie $deinHöchstGeschätzterLieblingskünstler, dann läuft doch irgendwas gewaltig falsch, weil eber gerade keine Verhandlung stattfand.
    Die kann nämlich nur zwischen zwei Personen stattfinden. Weil Geschmack individuell ist, und es bei Kunst erst recht kein absolutes „gut“ gibt.

    Ich denk aber ich weiss was du damit sagen willst: Die sind es, die eine Verhandlung unmöglich machen.

    Nunja… da stimme ich nicht ganz zu. Weil nich niemand von uns an die Regeln der GEMA halten muss. Is ’n deutsches System. Das ist im Internet irrelevant. Notfalls stehen Server und Konten halt auf ’ne Insel.
    Wir (Künstler und Konsumenten) können also sehr wohl verhandeln. Nämlich direkt. :)

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    • Man kann das Kommunismus-Argument auch überbeanspruchen. Schliesslich finanzieren wir durch Mehrwertsteuer etc auch dann den Strassenbau mit, wenn wir kein Auto besitzen. Mir gehts um Lösungen, nicht in erster Linie um Revolution.

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    • versuch mal INDIGO oder KOMPAKT davon zu überzeugen, verstärtk CC material und nicht-gema labels mit rein zunehmen.

      die idee hinter CC finden die ale toll, aber sie werden es nicht machen, weil sie es nicht können. weil – leider – gema und gvl selbst aus vertriebssicht (vom einzelhandel mal ganz zu schweigen) die einzigen garanten dafür sind, dass (gewerblich motivierte) rechteverletzungen durch konkurrenten unterbunden werden.

      es gab ja bereits versuche irgendwelche russenportale zu etablieren, über die – ohne erlaubnis und ohne beteiligung der rechteinhaber – mp3s zum kauf angeboten wurden, sie AUSSCHLIESSLICH von independent katalogen stammten., weil die bereits heute in diesempunkt – nämlich der rechtsdurchsetzung – schwächer aufgestellt sind als die majors.

      eine perspektive diesen markt irgendwie subversiv umzukrempeln, ohne dass die mehrheit der urheber sich dabei selbst verarmt sehe ich also nicht.

      zugegebenermassen sehe ich derzeit zwar keine grosse chance, dass sich der gema apparat irgendwann auf „unsere“ seite schlägt, aber denoch scheint das die einzigste perspektive zu sein. eine, die alerdgins auch ein gewaltiges umdenken und ein wenige arbeit für viele rechteinhaber bedeuten würde – die mehrheit der leute schläft nämlich immer noch um macht einfach alles mit, was der markt und der staat vorgeben.

      sämtliche urheber zu politisieren und mit in die debatte reinzuziehen müsste also unser nächstes teilziel sein.

      -110

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      • @einseinsnull

        sag mal…Du scheinst ja ‚Pirat‘ und trotzdem sachkundig zu sein.

        Ich habe ja das permanente Problem, die Vorwürfe gegen die GEMA sachlich nicht nachvollziehen zu können. Ich schätze sie, denn ich lebe von der Nutzung meiner Copyrights, und sehe, dass ich meistens mein Geld auch bekomme, zwar aus vielen Mikrobeträgen zusammengesetzt, aber doch im Endeffekt nachvollziehbar korrekt.

        Ganz ehrlich und konstruktiv gefragt:

        Formuliere doch Du mir mal die Vorwürfe ganz konkret und möglichst unpolemisch, damit ich sie besser ( und vielleicht zum ersten Mal ) verstehe.

        Das wäre nett.

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  3. Was ich überall vermisse, selbst von Seiten der Musiker und Autoren ist: Es gibt keine GEMA-Pflicht! Niemand muss seine Werke bei der GEMA anmelden!

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    • ich bin ja immer offen für satire, sarkasmus und polemik, und auch für die überbeanspruchung von grenzwertigen metaphern.

      aber aus deiner aus unwissenheit basierenden kritik an der GEMA jetzt eine antikommunistische kampagne zu machen wird glaube ich scheitern. :D

      die leute (also die guten leute, die antikommunisten und die gema-hasser) besitzen deiner auffassung nach also „anstand und moral“, und werden deswegen in der post-GEMA gesellschaftsordnung (==freie marktwirtschaft?) freiwillig einen preis für die von ihnen konsumierten schöpferischen werke bezahlen – direkt, oder, weil du ja von der nichtexistenz des rechtsphilosophischen begriffes des „geistigen eigentums“ ausgehst, irgendwie indirekt (also zum beispiel indem sich die leser von fachbüchern merchandising t-shirts oder kaffeetassen von ihrem lieblingsautor kaufen)

      daran ist einiges quer zu dem, was wir eigentlich wollen, denn weder das prinzip hoffnung noch die oben im text enthaltene wertschätzung für „anstand und moral“ sind auch nur annähernd piratig.

      piratiger wäre es, sich auf wissenschaftliche erkenntnisse zu berufen, die solche thesen stützen.

      daher benatrage ich für meine mandantin „GEMA“ sie vom kommunismusvorwurf freizusprechen, und begründe dies damit, dass es wohl kaum kommunismus sein kann, wenn sich abhängig selbstständige frei organisieren dürfen dürfen um ihre wirtschaftlichen interessen gegenüber der contentmafia wahrzunehmen.

      was die vorwürfe gegen meinen mandanten „kommunismus“ angeht, weise ich darauf hin, dass das rezept was du kochen möchtest, nämlich eine durch „moral“ sichergestellte, auf freiwilligkeit basierende bezahlung von kunstschaffenden durch den konsumenten wohl sehr viel mehr mit einer gewissen orm von nicht real existieredem kommunismus zu tun hat als die GEMA, die jedenfalls von seiten des gesetzgebers auch (aber eben nur auch) ein instrument zur aufrechterhaltung der ausbeitung von schaffenden sowohl als auch konsumenten durch die content mafia ist.

      meine mandanten sind also beide freizusprechen.

      bezüglich der ehrverletzenden gleichsetzung von stalin mit „kommunismus“ wird sich herr kommunismus auch zivilrechtlich zu wehr setzen.

      -110

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  4. Fritz ;-)

    Deine ‚Dschihad‘ gegen Die GEMA ( mit ca. 66 000 freiwilligen und größtenteils recht zufriedenen Komponisten, Textdichtern und Verlegern ) nimmt langsam groteske Züge an.

    Vielleicht hat ja jemand anders Lust, Deine ultimative Kriegserklärung hier zu kommentieren.

    Ich find’s inzwischen eher amüsant.

    Am besten fand ich

    ‚Wir, das Volk‘

    Ähm…ich lege Wert darauf, dass Du künftig der Korrektheit halber explizit hinzufügst, dass ich, obgleich dem ‚Volk‘ sebstverständlich zugehörig, nicht unter diesem ‚wir‘ zu subsummieren bin.

    Soviel Fairness muss sein.

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  5. ( mit ca. 66 000 freiwilligen und größtenteils recht zufriedenen Komponisten, Textdichtern und Verlegern )

    du willst dich nicht unter einem – wir – subsummieren lassen, nimmst es dir aber ganz selbstverständlich heraus für 66 000 andere zu sprechen zu dürfen als ob sie dir das einverständnis dafür ausgesprochen hätten.

    wieviele davon wirklich zufrieden sind die sich mal dazu entschloßen haben knapp ein 13tel ihres kreativ-rechte-lebens an die gema zu überantworten (davon ausgehend das eine mitglieschaft 6 jahre dauert bei einer durchschnittlichen lebenserwrtung von ca. 80 jahren in der BRD) sei mal dahin gestellt. und wie viele davon automatisch noch eine 2te oder 3te runde drehen (sprich 12 bzw. 18 jahre) weil sie schlicht den kündigungs-stichtag im 5ten jahr vor vertragsablauf vergessen oder aus irgendeinem anderen grund versäumt haben ebenfalls.

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    • Also die, die ich kenne, und das sind schon Einige, sind ziemlich zufrieden. Ich kenne allerdings überwiegend solche, die professionell und regelmäßig komponieren und deren Werke dann auch entsprechend veröffentlicht werden.

      Dass von denen einer austreten wollte, ist mir noch nie zu Ohren gekommen.

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      • hach ja, und wie sie alle zufrieden sind:

        [ Donnerstag, 22. März 2012 19:29

        Musiker News: GEMA und GVL

        Das Drama der angeschlossenen und ausserordentlichen GEMA-Mitglieder

        Mittlerweile gehören der GEMA nicht nur ca. 3500 ordentliche Mitglieder an, die über ein aktives und passives Wahlrecht in den Mitgliederversammlungen verfügen und an den ordentlichen GEMA-Mitgliederversammlungen teilnehmen können, sondern auch ca. 61000 angeschlossene und außerordentliche GEMA-Mitglieder, denen diese Rechte verweigert werden. Von dem jährlichen GEMA-Gesamtauf­kom­men von ca. 880 Millionen Euro erwirtschaf­ten diese ca. 61000 angeschlossenen und außer­ordentlichen GEMA-”Sonder”-Mitglieder ca. 36%, d.h. ca. 316 Millionen Euro und stärken damit in einem erheblichen Ausmaß die Wirtschaftskraft dieses Inkasso-Unternehmens.

        Was allerdings nur wenige wissen ist, dass diese 61000 angeschlossenen und außerordentlichen GEMA-Mitglieder weder über ein passives noch aktives Wahlrecht in der GEMA verfügen und auch nicht an den ordentlichen GEMA-Mitgliederversammlungen teilnehmen können.

        Ohne zu übertreiben kann man feststellen, dass diese 61000 angeschlossenen und außerordentlichen GEMA-Mitglieder vereinsrechtlich weit­gehend rechtlos sind. Zudem gelten sie juristisch als GEMA-Nichtmitglieder!

        Die GEMA-Mitgliederversammlung der ordent­lichen GEMA-Mitglieder hat 2011 beschlossen, die Zahl der GEMA-Delegierten, die diese 61000 angeschlossenen und außerordentlichen GEMA-Mitglieder vertreten, von bisher 34 auf 68 De­legierte zu erhöhen. Diese Delegierten sollen in Zukunft die Interessen dieser 61000 angeschlos­­senen und außerordentlichen GEMA-Mitglieder in den ordentlichen GEMA-Mitgliederver­samm­lun­gen vertreten.

        weiterlesen:

        http://www.musiker-online.de/GEMA-und-GVL.gema.0.html

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  6. Ein Staat, wo Subventionen für die Atomindustrie (Stichwort Endlagerung) in Milliardenhöhe als „vertraglich geregelt“ definiert werden und Subventionen für Künstler/Menschen mit kreativen Eigenschaften als Kommunismus (daher unmöglich) abgeschrieben wird, ist alles – nur keine Demokratie.
    Die Gema ist nicht kommunistisch sondern ein Produkt des Kapitalismus und betreibt (auch wenn es mir und vielen nicht paßt) legal Geldeintreiberei im Namen von Musikern. Ob die Mehrheit der Musiker davon profitiert ist eine Frage. Fritz sollte mal etwas über die neuen Gema-Forderungen an Diskothekenbetreibern schreiben; Abgaben bis zu 10000 Euro pro Monat will die Gema im Auftrag ihrer Musiker kassieren.
    Wenn die Gema schließen würde, würden die dann arbeitslosen skrupellosen Geschäftemacher noch skrupelloser auf dem Rücken von relativ ahnungslosen Künstlern ihr Handwerk ausüben. Das Problem an dem heutigen Gesellschaftssystem sind die absolut verschrobenen Gesellschaftsverhältnisse, wo Kreative wie ich quasi wie am Fließband produzieren müssen um zu überleben, während Nadelstreifenanzugträger Parasiten-ähnlich Kreative wie mich ausbeuten um gut zu leben. Die Gema ist dabei nur ein Vehikel des Raubtierkapitalismus unter vielen anderen, welches niemanden hilft (außer sich selbst).

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  7. die gema, suisa und co. (gibt ja wohl in jedem land) hat null komma nichts mit kommunismus am hut, im gegenteil es ist kapitalismus in reinform. diese rechteverwertergesellschaften sind alle quasi monopolisten und haben keine ahnung vom wert von musik oder gar kultur. sie haben aber viel ahnung von kohle scheffeln und noch mehr vom schützen von pfründen. sie sind ein aktuelles beispeil über die zahnlosigkeit der wettbewerbshüter, denn es sind wettbewerbsverzerrende monopole und da sie den grossen unterhaltungsunternehmen hörig sind, auch kartelle. dies alles zum schaden der künstler, der kunden, der gesellschaft und kultur. die königin ist tot, es lebe lady gaga!

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  8. @T-Zen „Die Gema ist dabei nur ein Vehikel des Raubtierkapitalismus unter vielen anderen, welches niemanden hilft (außer sich selbst).“

    Wie kommst Du drauf?

    Ich kenne ca. 50 Musiker persönlich, denen die GEMA regelmäßig und pünktlich zu ihrer Kohle verhilft.

    @DanielS „…und da sie den grossen unterhaltungsunternehmen hörig sind,“

    Ja, weil sie denen so ‚hörig‘ sind, deshalb prozessieren und verhandeln sie auch permanent gegen alle, die die Autoren übervorteilen wollen.

    Da haben wir ja mal wieder zwei echte ‚Experten‘ am Start…

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    • @rasta_man: ich kenne auch ein paar musiker aus 20 jahren veranstaltungen aber keinen der je was substanzielles von der gema/suisa erhalten hätte. ich kenne aber etliche veranstalter die dank der gebühren bachab sind. hat einer der 50 die du kennst substanzielle beiträge erhalten?

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      • Ja natürlich , viele von ihnen leben davon, so wie ich auch. Sie sind Komponisten, allerdings echte Profis, und die meisten arbeiten seit Jahren sehr konsistent mit regelmäßigem Output für eine Vielzahl von Künstlern.

        Die Gerechtigkeit der Gebühren für Veranstaltungen kann ich überhaupt nicht einschätzen, damit habe ich persönlich überhaupt keine Berührungspunkte. Ich habe jahrelang als Bandmusiker auf großen Tourneen mitgespielt, und weiß von dort, dass das zwar keine einfaches Geschäft ist, aber, dass – wenn mal einer den Bach runter ging – das eher an der Gesamtkalkulation ( meistens wegen Buchen zu großer Hallen ) gescheitert ist, denn an der GEMA. Ich habe aber ebenfalls gehört, dass die kürzlich angepassten Gebühren nunmehr für kleine Veranstaltungen viel günstiger sein sollen. aber – wie gesagt, es ist nicht meine Baustelle, ich kenne da keine konkreten Zahlen.

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        • mmhh etwas arrogant zu urteilen wer hier ein echter profi ist und wer nicht ;-) ehrlich gesagt kenne ich ein paar hundert musiker aber keinen der einkommen über die gema/suisa generiert. hab da grad noch bei ein paar „echten profis“ via facebook nachgehakt. ein guter freund ist auch komponist und generiert sein einkommen aber über das label wo er unter vertrag steht.

          ist letztendlich schwierig dir zu folgen, im gegensatz zu dir rasta_man bin ich nicht anonym!

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          • @Daniel

            Die GEMA vertritt nur Urheber ( Komponisten und Textdichter), nicht Musiker im Allgemeinen, das ist Dir doch klar, oder? Wer nicht selber schreibt, der kann auch von der GEMA nix bekommen. Wenn Dein Freund also tatsächlich in erheblichem Maße komponiert und veröffentlicht, dann MUSS er nennenswertes Aufkommen beide der GEMA haben, es sei denn, er wäre nicht Mitglied oder würde seine Songs nicht anmelden, oder die Songs würden einfach nicht oder so gut wie gar nicht irgendwo gespielt/verwertet/aufgeführt.

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          • @rasta_man, ist ja wohl logisch mit den urhebern, bin ja selber urheber als entwickler.

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          • @Daniel. Zur Information:

            Das muss ein Veranstalter an die GEMA bezahlen:

            https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Musiknutzer/Tarife/Tarife_ad/tarif_u_v.pdf

            Ich finde das ziemlich günstig,

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        • „Ja natürlich , viele von ihnen leben davon, so wie ich auch.“ ah, ja. wollen wir nicht lieber bei der wahrheit bleiben?

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    • @Rastaman: Ich komme darauf, weil ich mir mal über Fefes Blog auf einen Artikel gestossen bin, welches das System GEMA noch besser erklärt als hier. Du schreibst ja selber, daß Deine „50“ GEMA-Freunde sehr professionell für alles mögliche komponieren und texten. Die haben ihr Netzwerk mit Sicherheit über die Jahre aufgebaut… Du kennst bestimmt auch die Seite der Nachwuchsmusiker und kleinen Musikläden?! Die müssen (bzw. sollen) schon bei einem Cover-Song vor einem kleinem Publikum horende Gebühren abdrücken. Meistens schweben weder die Musiker noch deren Hörer auf der finanziellen Ebene Deiner „50“.
      Das ist einer der Gründe, weshalb Musik immer öfters von Neureichen (bzw. Kinder von Neureichen) produziert wird. Dabei sollte Musik frei sein und wirklich JEDEM eine Möglichkeit geben. Leider sehe ich meistens nur aalglatte gecastete Popstars, denen die Karriere auf den Leib geschrieben wird, der Erfolg nur auf Marketing basiert und die (meist schlechte einfallslose) Musik neben dem „Darsteller“ sowieso in den Hintergrund rückt. Die finden GEMA natürlich gut, weil sie damit gut fahren. Der Großteil (die kleineren Musiker) haben allerdings nichts davon außer Probleme. Für das Kulturgut „Musik“ (Stichwort: Weihnachtslied-Gebührenabgabe) ist die Lösung GEMA schlecht und kontraproduktiv.
      Musik sollte und kann nicht wie Bananen gehandelt werden. Jeder einzelne Musiker ist für die Gesellschaft wertvoll und sollte entspechend daran partizipieren können. Wie schon einmal hier im Blog geschrieben: Selbst im Irak unter Saddam Hussein wurden Musiker durchschnittlich besser behandelt als in unserer heutigen Bananenrepublik. Wo Menschen wie Bananen verkauft werden…

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      • hm…Dein tristes soziologisches Bild kann ich so gar nicht nachvollziehen.

        Wenn heute jemand ernsthaft seine eigene Musik machen will, dann hilft ihm die GEMA dabei in großem Maße. Alles, was er tun muss, ist, bei seinen Auftritten Musikfolgen ausfüllen und diese einreichen. Schon gibt’s Geld und nicht zu knapp. Und das Beste: das ist in der Regel bei einen Newcomer mehr, als der Veranstalter dafür bezahlt hat, hier subventionieren die etablierten Künstler die noch nicht etablierten.

        Wenn dieser hoffnungsvolle ( und finanziell nicht auf Rosen gebettete ) Nachwuchskünstler seine Konzerttätigkeit bundesweit ausübt, dann gibt es noch ein paar Punkte mehr für ihn, dann bekommt er noch mehr Geld.

        Ganz ehrlich – wusstest Du, dass es so ist? Hast Du Dich ernsthaft informiert?

        Die Meisten, die sich beklagen, sind auf der anderen Seite zu antriebslos und chaotisch, um sich korrekt zu informieren, und um das bisschen Papierkram ( neuerdings sogar online machbar ), das nötig ist, bevor diese Mechanismen fruchten, zu bewältigen.

        Denen kann dann leider niemand helfen.

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        • ich berichtige mich:

          „das ist in der Regel bei einen Newcomer mehr, als der Veranstalter dafür bezahlt hat“

          Das trifft natürlich nur bei kleinen Veranstaltungen zu. Aber die sind für einen Newcomer ja auch die Regel.

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          • Also ich bin in der Realität angekommen – und Du?
            Zeig´ mir, wo gerade die Gema den Nachwuchs (außerhalb von einigen Imagekampagnen) wirklich fördert?

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        • Was ist daran so schwer zu verstehen?

          ‚Mitglied werden‘ > ‚Auftreten‘ > ‚Musikfolge ausfüllen‘ > ‚Geld von der GEMA erhalten‘

          Probier’s aus und berichte mir…

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          • Hör auf mit dem Quatsch, so läuft das nicht.

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          • Wetten, dass !

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          • @rasta_man: Sie schreiben auch noch „Wetten dass?“… war das in der ehemaligen DDR auch schon so? …ich meine nicht in der jetzigen (BR)DDR …ich meine diese totale Überzeugungskraft.
            Und wieso sollte ich der GEMA beitreten, wenn ich keine Musik produziere? Allerdings darf ich für jeden Scheiß (TV, DVD-Brenner, Rohlinge, CD-Player usw.) Gebühren bezahlen, obwohl ich keine Raubkopien (weder Musik noch Software) habe. Das habe ich der GEMA zu verdanken. Für nichts zahle ich Geld. Das ist die Realität.
            Meine musikalischen Bekannten finden die GEMA nicht so… dufte. Partyveranstalter auch nicht. Seit einigen Tagen sind die sogar richtig wütend. Das wird Gründe haben. Und die Gründe habe ich versucht zu erklären. Nicht nur, daß Räumlichkeiten in meiner relativ musikalischen Stadt seit Jahren fehlen und nun auch das Musikzentrum sowie Übungsräume aus finanziellen Gründen seitens des Staates bzw. Stadt aufgegeben werden. Das reicht wohl noch nicht in der Kapitalgesellschaft.
            Um es kurz zu fassen: Dieses kapitalistische Pyramidensystem namens GEMA zerstört ihr eigenes Fundament (=den Nachwuchs). Kein Wunder wenn man bedenkt, daß dieses „gleichgeschaltete Monopol zur Durchsetzung finanzieller Interessen auf akustische Wellenformen“ unter dem Namen STAGMA persönlich von Joseph Goebbels initiert wurde. Lediglich der Name aber niemals die „ideele Ausrichtung“ hat sich geändert.
            Sie können ruhig weiter unter dem Pseudonym „rasta_man“ (ich glaube, daß Sie nicht einmal Locken haben!) propagieren und ihresgleichen beschönigen. Das paßt.

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  9. Danke. Genau meine Meinung. Die Gema beschimpft ja immer gerne ihre Kritiker als böse Kommunistenschmarotzer, aber dieses Gema System mit dem, alle Zahlen an eine Zentralstelle und die Zentralstelle bestimmt dann willkürlich, was die Mitglieder verdienen, dies ist doch eigentlich Kommunismus in Reinkultur. (Aber das ist typisch für das zweierleimaß nehmen der Gema. )

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    • hehe…da gibt es keine Willkür. Darüber wird diskutiert und dann von den Mitgliedern gemeinsam abgestimmt.

      Glaubst Du nicht?

      Ist aber so.

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      • Also erstens ist dieser Verteilungsschlüssel nicht öffentlich zugänglich.(Laut vielen Quellen nicht einmal den meisten Mitgliedern.) Zweitens hat ein Großteil der Mitglieder kein Stimmrecht bei der Gema.

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      • [ Die Zwei Gesichter der GEMA

        Deine Lakaien finanzieren Dieter Bohlen

        Zugegeben, eine polemisch zugespitzte These. Hier könnten auch meine Band, Das Ich, und Ralph Siegel oder unzählige weitere ungleiche Kombinationen stehen. Wenn man sich unter Musikern, Veranstaltern, Labelmachern und Magazinherausgebern zur GEMA erkundigt, sind die Reaktionen größtenteils negativ. Dabei sollte die GEMA doch im Sinne der Musikschaffenden aktiv sein …

        So zumindest liest sich der hochtrabende, im Urheberwahrnehmungsgesetz seit den 50er-Jahren verbriefte Auftrag des wirtschaftlichen Vereins GEMA. Man vertritt mehr als 50.000 Künstler aus Deutschland sowie weitere angeschlossene Mitglieder aus dem Ausland. Jede öffentliche Aufführung, jeder Tonträger und jede digitale Kopie eines durch die GEMA vertretenen Musikstückes soll dem Urheber Einkünfte sichern, die durch den Hersteller, Veranstalter, Herausgeber oder Internetseitenbetreiber entrichtet werden. Eigentlich klingt das alles vielversprechend, weshalb viele Musiker – wie auch wir vor über 20 Jahren – einen Wahrnehmungsvertrag mit der GEMA abgeschlossen hatten. Solidarisch und vielversprechend glaubt man sich im Schosse einer Familie vieler gleichwertiger Urheber zwischen Klassik, Jazz, Schlager, Volksmusik, Pop, Metal, Electro und Gothic. Doch leider ist die GEMA eine Klassengesellschaft: Musik wird nach einem Wertesystem in U (“Unterhaltung”) und E (“ernste Musik”) und viele weitere Kategorien eingeteilt und die Beträge aus dem Erlös der Urheberwahrnehmung werden äußerst ungerecht verteilt. Ein Umstand, der lange kaum auffiel, denn die Abrechnungsschlüssel sind vertrackt und in kompliziertem Juristenkauderwelsch abgefasst. Im Normalfall kümmert sich auch der Verlag einer Band um die einzusammelnden Tantiemen. Der durchschnittliche Undergroundkünstler, der ja schon genug mit Songschreiben, Touren, Videofilmen und Interviewbeantworten, kurz dem Aufbau seiner Karriere, beschäftigt ist, kommt kaum dazu, genau nachzurechnen. Zum Glück sind die Erlöse aus der Tonträger-Lizenzabgabe allgemein noch halbwegs nachvollziehbar, auch wenn die Ausschüttung erheblich verzögert geschieht.

        Ganz im Gegensatz zum Livebereich. Denn gerade kleinere Veranstaltungen, wie die typische Tournee einer durchschnittlichen Gothicband mit einem Schnitt von 200 Gästen je Abend, finden in Clubs statt, die eine Veranstaltungspauschale unterhalb von 700,- € für die Aufführung von GEMA-Songs abführen. Die Band füllt die Programmfolge (eine Liste der aufgeführten Songs, im Regelfall alles selbstkomponierte Lieder) aus und sendet diese an die GEMA – ganz im treuen Glauben, nach Jahren die hierfür eingesammelte Abgabe zu erhalten. Doch mitnichten. Das aus dem Kreise der erzkonservativen bayrischen CSU stammende und in den 90er-Jahren eingeführte Pro-Verteilungsverfahren argumentiert, dass semiprofessionelle Musiker wesentlich häufiger ihr eigenes Repertoire anmelden als Standartwerke – also Schlager, volkstümliche Hits, Pophits und Gassenhauer – auf allen anderen Veranstaltungen freiwillig gemeldet werden würden. Aus dieser scheinheiligen Argumentation heraus gehen unrechtmäßigerweise weit über zwei Drittel der für öffentliche Aufführungen eingesammelten Beträge an Komponisten und Songschreiber dieser Standartwerke. Die GEMA behauptet gerne, dass dieser Schlüssel durch die Mitglieder beschlossen wurde, unterschlägt aber, dass die sog. ordentlichen Mitglieder ein übergewichtetes Stimmrecht haben. Es wundert kaum, dass ordentliche Mitglieder sich aus dem Pool der GEMA-Großverdiener rekrutieren. So bedient man sich nach Gutsherrenart an den Lizenzen anderer.

        weiterlesen: http://brunokramm.wordpress.com/2011/12/07/die-zwei-gesichter-der-gema/

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      • und noch einen:

        [ Donnerstag, 22. März 2012 19:29

        Musiker News: GEMA und GVL

        Das Drama der angeschlossenen und ausserordentlichen GEMA-Mitglieder

        Mittlerweile gehören der GEMA nicht nur ca. 3500 ordentliche Mitglieder an, die über ein aktives und passives Wahlrecht in den Mitgliederversammlungen verfügen und an den ordentlichen GEMA-Mitgliederversammlungen teilnehmen können, sondern auch ca. 61000 angeschlossene und außerordentliche GEMA-Mitglieder, denen diese Rechte verweigert werden. Von dem jährlichen GEMA-Gesamtauf­kom­men von ca. 880 Millionen Euro erwirtschaf­ten diese ca. 61000 angeschlossenen und außer­ordentlichen GEMA-„Sonder“-Mitglieder ca. 36%, d.h. ca. 316 Millionen Euro und stärken damit in einem erheblichen Ausmaß die Wirtschaftskraft dieses Inkasso-Unternehmens.

        Was allerdings nur wenige wissen ist, dass diese 61000 angeschlossenen und außerordentlichen GEMA-Mitglieder weder über ein passives noch aktives Wahlrecht in der GEMA verfügen und auch nicht an den ordentlichen GEMA-Mitgliederversammlungen teilnehmen können.

        Ohne zu übertreiben kann man feststellen, dass diese 61000 angeschlossenen und außerordentlichen GEMA-Mitglieder vereinsrechtlich weit­gehend rechtlos sind. Zudem gelten sie juristisch als GEMA-Nichtmitglieder!

        Die GEMA-Mitgliederversammlung der ordent­lichen GEMA-Mitglieder hat 2011 beschlossen, die Zahl der GEMA-Delegierten, die diese 61000 angeschlossenen und außerordentlichen GEMA-Mitglieder vertreten, von bisher 34 auf 68 De­legierte zu erhöhen. Diese Delegierten sollen in Zukunft die Interessen dieser 61000 angeschlos­­senen und außerordentlichen GEMA-Mitglieder in den ordentlichen GEMA-Mitgliederver­samm­lun­gen vertreten.

        weiterlesen:

        http://www.musiker-online.de/Newsdetails.newsdetails.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=292&tx_ttnews%5BbackPid%5D=10&cHash=9e57475abd

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      • @Knallbonbon

        „…Ohne zu übertreiben kann man feststellen, dass diese 61000 angeschlossenen und außerordentlichen GEMA-Mitglieder vereinsrechtlich weit­gehend rechtlos sind.“

        Klingt spektakulär, ist faktisch aber natürlich Quatsch.

        Die Anzahl der Delegierten ist nach genauem Proporz festgelegt, sie bringen die Stimmen der Nicht-Ordentlichen Mitglieder in die HV.

        Was Abrechnungen anbetrifft, bekommen die AO und angeschl. Mitglieder ihre Musik zu den exakt gleichen Tarifen abgerechnet wie jedes ordentliche Mitglied. Wenn es Unklarheiten bei Abrechnungen gibt, dann haben die AO Mitgl. das gleiche Recht, diese klären zu lassen, wie die Ordentlichen.

        Alles ziemlich gerecht und ziemlich ausgewogen, wenn man genauer hinschaut.

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  10. SSjKamui.

    Mal wieder Märchenstunde…

    Kannst Du Googlen? Dann tu’s! Da findest Du alles. Öffentlich!

    Auch die Modalitäten des Stimmrechts bekommst Du dort erklärt.

    viel Spaß

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    • Von Wegen „Mal wieder Märchenstunde“, entschuldigung aber ich habe mich hier heute das allererste mal überhaupt auf dieser Seite zu irgendwas geäußert und habe heute überhaupt das erste mal überhaupt etwas zum Thema Abstimmungsverfahren bei der Gema geäußert.

      Deshalb verbitte ich mir diese implizite Unterstellung, ich würde hier absichtlich die ganze Zeit auf dieser Seite Lügen über die Gema verbreiten.

      Ich bezog mich mit meinen Informationen auf verschiedenste Internetquellen, unter Anderem auf Informationen auf dieser Seite: http://www.musiker-online.de/Start.start.0.html

      Falls diese Informationen fehlerhaft sind dann entschuldige ich mich hiermit dafür. Es kann ja immer mal vorkommen, dass man sich versehentlich auf falsche Quellen bezieht. Ich lasse mir aber nicht unterstellen, dass ich hier bewusst, wissentlich Lügengeschichten über die Gema verbreiten würde.

      Zu der Implikation mangelnder Intelligenz meinerseits im Satz „Kannst du Googlen?“ nur soviel, Kritiker gleich als Idioten zu beschimpfen zeugt nicht von besonders gutem Diskussionsstil.

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      • Und falls sie meinen, mit meiner Meinung zum Thema „Kommunismus und Gema“ hätte ich ebenfalls mich unter der Gürtellinie bewegt, ich habe dies nicht als Beleidigung gemeint sondern wertneutral und habe mich vielmehr darüber beschwert, dass einige Gema Mitglieder den Begriff als Schimpfwort gegenüber ihren Kritikern verwenden, Ich habe meinen Vergleich in keinem Sinne wertend gemeint, sondern habe mich nur über die Validität der Nutzung des Begriffs als Schimpfwort durch diese Personen geäußert und habe da auch nicht besonders viel schlimmeres gesagt, als im Artikel genannt ist.

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  11. @knallbonbon:
    Ich danke ihnen vielmals dafür, genauere Quellen für die Infos, auf die ich mich bezug in die Diskussion einzubringen. (Obwohl einige dieser Quellen auch mit meinem Link gemeint waren.)

    Dies zeigt eindeutig, dass es eigentlich keine Veranlassung für rasta_man gab, mich als Idiot und Lügner zu beschimpfen.

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    • ach denk dir nichts dabei, woher der kommt kann man sich an einem finger abzählen.

      irgendeine PR abteilung irgendeines lobbykraten wird ihn schon dafür bezahlen.

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    • sorry, deinen gleichen link habe ich leider übersehen.

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      • Macht nichts. Trotzdem danke. Man ist über jede Hilfe dankbar, die man kriegen kann.

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        • Deine Verlinkungen waren sowieso auch genauer auf die entsprechenden Stellen als meine eigenen.

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    • Kamui, Nicht gleich beleidigt sein. Und mir nichts unterstellen, das ich gar nicht gesagt habe.

      Und vor Allem: nicht alles glauben, was sich zu dem Thema im Netz findet. Die meisten, die im Moment darüber schreiben, haben bei einem abgeschrieben, der bei einem abgeschrieben hat, der bei einem abgeschrieben hat…

      Stille Post, kennst Du doch. Das wird dann immer sehr interessant.

      Frag Leute, die konkret damit zu tun haben, oder lies die Originalunterlagen.

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      • Achso, OK. Danke für die Klärung. Ich entschuldige mich hiermit für meine Reaktion. Ich weiß, in dem Fall hätte ich die Quellen besser recherchieren sollen, um keinen Fehlinformationen zu erliegen.

        Ich bin jedenfalls froh, dass dieses Missverständnis geklärt werden konnte. Danke nochmal dafür.

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  12. „musik ist uns was wert“?

    fack!

    musik ist unbezahlbar! UN-BE-ZAHL-BAR!

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  13. ist auch schon etwas älter . . .

    . . . aber schicken wir noch einen ins rennen (der ist – frei nach rasta_man – bestimmt auch ganz doof weil keine ahnung von der materie)

    Tim Renner ist ein deutscher Musikproduzent, Journalist und Autor. Er war von 2001 bis 2004 Geschäftsführer der Universal Music GmbH in Deutschland.

    [ GEMA sprengen

    Deutschland, langsam Vaterland. Während in Schweden der Musikmarkt wächst und im ersten Halbjahr 2011 voraussichtlich die Hälfte der Umsätze mit Hilfe des Streamingservice Spotify gemacht werden, die Briten beginnen Streams in den Charts zu berücksichtigen, gibt es bei uns noch immer keine Einigung zwischen Youtube, Spotify und GEMA. Wieso macht sich Deutschland freiwillig zum Schlusslicht?

    Kaum zu glauben, MP3 wurde in Deutschland erfunden, ebenfalls hierzulande gab es ab Frühjahr 1998 das erste legale Download-Portal (noch bevor Shawn Fanning mit Napster die Tauschbörsen popularisierte) und selbst was Download/Downburn anbetraf, waren wir Herrn Jobs und iTunes mit Popfile/Phonoline um mehr als ein Jahr voraus. Die Frage „Wer hat’s erfunden?“ taugt aber nichts, wenn man die Ideen nicht zum Laufen bekommt und schließlich der Drops längst von anderen gelutscht wurde.

    Deutschland hat ein hohes Innovationspotential, aber wir scheitern immer wieder an den eigenen Strukturen. Die Forscher aus Ilmenau hatten keinen Druck, ihre Erfindung MP3 zu monetarisieren, da sie aus der soliden, staatlich finanzierten Struktur des Fraunhofer Instituts heraus arbeiteten. Die Musikmanager trafen beim Roll Out von Music On Demand auf eine Deutsche Telekom, die ein so solides Geschäftsmodell hatte, dass sie noch weit entfernt von Internet Flatrates war und der Download deshalb unerschwinglich wurde. Popfile/Phonoline scheiterten an den Juristen und New Media-Managern der Konzerne, die bei ihrem aufrechten Bestreben, unter das Angebot eine tragfähige, solide Struktur zu zimmern, schlichtweg von den bereits geschlossenen Vereinbarungen ihrer Headquarters überrollt wurden.

    Fazit: Da man in Deutschland nach soliden Strukturen selbst bei Innovationen strebt, oder sich Innovationen an existenten, unerschütterlichen Strukturen abarbeiten müssen, fängt der frühe Vogel hier nicht den Wurm. Im Gegenteil – wer zu früh kommt, den bestraft in unserem Land das Leben.

    WEITERLESEN:

    http://www.motor.de/motorblog/tim.renner/tim_renner_gema_sprengen.html

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  14. […] wissen wir heute. Zum Beispiel zu krausen Argumentationen wie dieser, aus einem Anti-GEMA-Artikel hier entnommen. In einem sind wir uns alle vollkommen einig: Der ideelle Wert von Musik ist riesig. Nur […]

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  15. Nun Ja, tim Renner. Es schadet nicht, die Vita und seine persönliche geschäftliche Entwicklung in Augenschein zu nehmen, um das besser einordnen zu können. Solange er nämlich in einem Musikkonzern erfolgreich Karriere gemacht hatte, hatte er null Probleme mit den bestehenden Strukturen, obwohl er sie sehr gut kannte, auch mit der GEMA kam er damals sehr gut aus.

    Als das alles für ihn endete, wechselte er konsequent das Lager, verabschiedete sich mit einem in Buchform gefassten Rundumschlag gegen die, die ihn bisher gefüttert hatten, und gründete dann seine wahnsinnig zeitgeistige und innovative eigene Firma.

    Diese blieb bis zum heutigen Tag weitgehend bedeutungs- und erfolglos. Warum das so ist, mag jeder für sich beurteilen, aus meiner Sicht liegt es jedoch einfach daran, dass er seine Expertise, marktgerechte Musik zu erzeugen, und Künstler zu promoten, die auch tatsächlich jemand hören will, weit überschätzt. Solche Schicksale sind leider keine Einzelfall. Von denen, die in den letzten Jahren ihren Hut bei den Majors haben nehmen müssen, sind die meisten in völliger Bedeutungslosigkeit verschwunden, obwohl so gut wie jeder hochtrabende Pläne für seine künftige geschäftliche Selbstverwirklichung hatte. Kein Ruhmesblatt für die Qualität der Majormitarbeiter, das muss man wohl feststellen, aber mehr noch ein Beweis dafür, dass man in der Musik als Einzelkämpfer kaum eine Chance hat, dass es eben doch eine komplexe Struktur ( Plattenfirma ) braucht, um einen Künstler nachhaltig erfolgreich zu machen.

    Tim Renner ist einer von denen, die im Kopf alles lösen und erklären können, in der Praxis aber dann doch eindrucksvoll scheitern. Doch das liegt ganz sicher nicht an der GEMA, auch wenn er das vielleicht gerne so sehen möchte.

    Es ist eben alles etwas komplexer, als man glaubt.

    Wie beim Fußball ( davon versteht ja auch jeder mehr, als die, die ihn spielen )

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    • um hier noch mal zu präzisieren:

      Renner behauptet:

      „Die GEMA stellt sich hier, getrieben von ihren Vorständen, auf die Position, ein vom Nutzer frei abrufbarer Stream eines Songs würde einen Kauf substituieren. Ziel der GEMA ist dabei, die zweiteilige Verwertung (Mechanische Vergütung und Aufführung) zu schützen. Deshalb will sie eine Mindestvergütung pro ausgelieferten Stream in ähnlicher Höhe wie beim Download durchsetzen. “

      Das ist ganz klar sachlich falsch, wie man unschwer selber recherchieren kann.

      Die aktuelle Forderung der GEMA für streams ist nur ein Bruchteil dessen, was ein bezahlter Download kostet.

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    • „die Vita und seine persönliche geschäftliche Entwicklung in Augenschein zu nehmen“. wann können wir denn das bei dir endlich mal tun? zeig mal her, was du so alles produziert hast.

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  16. Mit Stalin für Kommunismus „werben“ ist nur zweifelhaft gelungen. Der GEMA kommunistische Züge zu unterstellen ist spitzbübisch, aber nicht schlecht. Den Kommunismus hier als schlechtes Beispiel zu verwenden ist dagegen wiederum schändlich.

    Wieso regen sich eigentlich alle auf? Früher wars nicht kostenlos, viele haben im Internet geladen, was das Zeug hielt. Heute ist es nicht kostenlos, wo ist also der Unterschied? Es wird vielleicht Zeit für bessere Tauschbörsen oder -möglichkeiten, aber doch bitte nicht für eine Moralpredigt für die GEMA.

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  17. so, nun ist der GEMA vs. youtube prozess vorbei und ich hoffe das youtube jetzt so richtig gebrauch macht von dem urteil und jedes noch so kleine schnippelchen an GEMA beinhaltendem material konsequent löscht. und ja, ich meine damit TOTAL und RESTLOS ALLES!

    schaun wir dann mal wie es von den GEMA künstlern gedankt wird.

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  18. […] der Musikverwertungsgesellschaft GEMA in der Öffentlichkeit wird trotz der teuren Werbekampagne “Musik ist uns was Wert” immer schlechter: Kaum jemand zeigt Verständnis für die extremen Preiserhöhungen bei […]

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