The Avengers: Rekord bei Filesharing und Kinobesuchen

Nachdem wir den wissenschaftlichen Überbau von Professor Robert Hammond bekommen haben (siehe 11k2), hier noch ein aktuelles Beispiel zur Debatte um Kopien, deren Weitergabe und der kommerziellen Verwertung des bereits Kopierten und Weitergegebenen.

Der aktuelle Superheldenfilm “The Avengers” schlüpfte aus ungeklärter Ursache eine Woche vor dem Kinostart aus den Disney Studios direkt in dieses “Internet”. Folge: Meist-ge-fileshareter Film ever. Zufällig gleichzeitiges, garantiert unkorreliertes Ereignis: Bester Kinostart ever. Das heisst, das Nerd-Epos ist in seinen ersten Tagen sowohl öfter heruntergeladen worden als auch öfter gegen Geld im Kino angesehen worden als irgendein anderer Hollywoodfilm zuvor. Zumindest schildert das Wirtschaftsmagazin Forrbes das so. Aber die sind auch bestimmt von Raubvölkermordkopierern unterwandert. Bestimmt.

forbes

15 Kommentare

  1. Danke… für die Nutzung des korrekten Begriffs “Filesharing”. :)

    Avengers is übrigens ein Scheissfilm. So hohl wie erwartet, voller US-Propaganda, und ausser langweiliger Action nix gewesen. Spannung oder gar Faszination kommen nie auf.
    Lohnt nicht mal den Download. Wartet lieber auf Prometheus von Ridley Scott. (Sollte ab Anfang nächsten Monats verfügbar sein.)

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  2. Du bist schon putzig, Fritz.

    Und Hollywood ist schlau!

    Da schreibt der von Dir angeführte Professor Hammond doch ausdrücklich und mit der wissenschaftlich gebotenen Relativierung, dass Filesharing – wenn überhaupt – nur den ganz Großen der Branche ( also Sony, Universal & Co.) etwas bringen könnte, den Kleinen aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nichts.

    Und Du?

    …bejubelst nun einfach mal diese Tatsache, so als hättest Du nie etwas Anderes behauptet.

    Außerdem hast Du immer noch nicht die falschen Zahlen Deines letzten Postings korrigiert, obwohl die richtigen doch gut lesbar in Hammond’s Studie zu finden sind.

    Du weißt schon, nicht 2,6 ( das ist laut Hammond nämlich höchstwahrscheinlich falsch ), sondern 0,26 ( diesen Wert hält der Herr Professor schon eher für denkbar) ist der Faktor, um den bereits erfolgreiche Acts möglicherweise profitieren, wenn ihr neues Produkt in einer ansonsten in Sachen filesharing prohibitiven Umgebung wie den USA kurz vor der offiziellen VÖ ‚geleakt‘ wird.

    Das entspricht der uralten Marketingweisheit, dass es immer Sinn macht, eine Gruppe von opinion leaders mit Vorabinformationen zu versorgen, da sie ja anschließend viele normale Konsumenten mit ihrer positiven Einschätzung nach sich ziehen.

    Als Argument dafür, dass die Freigabe privaten Filesharings für alle Beteiligten in jedem Falle sinnvoll und hilfreich wäre, lässt es sich sicher kaum verwenden.

    Ich habe heute übrigens gelesen, dass Dein Chef, der Herr Schlömer, kundgetan hat, die Piraten wollten ihre Position zum Urheberrecht noch mal überdenken.

    Wie sieht es denn bei Dir damit aus?

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    • wie wärs denn mal wenn du erstmal erklärst wo deiner persönlicher beef mitm fritz herkommt. hat er dir irgendwann mal den lolly gegklaut? so wie du hier am trompeten bist, kanns ja mit dem eigentlichen thema nix zu tun haben. diskutier doch mal zur abwechselung im ton eines halbwegs gebildeten menschen, dann kriegst vielleicht auch nächstes mal ne antwort.

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  3. Wo steht, dass er 0,26 für wahrscheinlicher hält ?

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  4. Aus diesem Beispiel ist lediglich abzuleiten, dass es noch sehr viele Menschen gibt, die sich nicht an dieser Saugerei beteiligen. Oder stand jemand am Ein/Ausgang und hat die Leute gefragt, ob sie den Film bereits aus dem I-net gesaugt und geschaut haben?
    Könnte man ja mal machen……..das wäre beweisträchtiger als diese ganzen ominösen Studien.

    Der Mensch in der Konsumgesellschaft neigt zum Sparen und nutzt entsprechende Angebote mehrheitlich aus. Würde diese Möglichkeit grundsätzlich legalisiert, hätte das nur eine LOGISCHE Konsequenz. Alles andere ist Humbug.

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    • logo, alle nur supersparer. wenns dann nicht mehr bestraft wird, dann bricht die medien anarchie aus. ist ja auch vollkommen ausgeschlossen, dass sich jemand nach dem genuss eines gesaugten films die sündhaft teure collectors edition kauft, gelle? wir sind ja alle so schlimm, wir menschen.

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  5. Hallo, wollte nur mal kurz erzählen wie ich das so halte. Soll also weder heißen das es wahrscheinlich alle so machen, noch das es niemand so macht…
    „Avengers“ hatte ich mir beispielsweise erst im Stream angesehen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe, und bin später noch ins Kino gegangen um das ganze auf der großen Leinwand zu sehen.
    Bei „The Hunter“ scheint es noch nicht mal einen deutschen Release Termin zu geben.Ich war aber so angezogen durch den Trailer, dass
    ich ihn mir schon mal im Netz angesehen habe.
    „American Pie“ hatte ich neulich als Hintergrundbeschallung während der Arbeit laufen, weil gerade nix anderes da war. Wäre aber niemals wegen dem Film ins Kino gegangen.
    Wäre bei „Haywire“ genauso gewesen, hatte mich dann aber so positiv überrascht das ich mir fairerweise noch ne Karte übers Internet gekauft hab. Bin allerdings nicht im Kino gewesen.

    Grundsätzlich kann man mein Download und Konsum verhalten auf diese vier realen Beispiele Beschränken.

    Was ich mir von diesem Verhalten verspreche und warum ich es so mache:
    +mehr Qualität (je nach Geschmack :-),
    +weltweite gleichzeitige Kinoreleases (kenne mich hierbei nicht mit den Vertriebs- und Marketing Problemen aus, fände es aber trotzdem gut. Ihr macht mir Lust auf den Film und andere dürfen ihn zuerst sehen..?)
    +Wenn mir ein gekauftes Produkt nicht gefällt kann ich es in der Regel zurückgeben, würde ich mir auch bei einigen Dingen die Filmindustrie betreffend wünschen.

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    • zusätzlich wäre es schön, wenn man irgendwo online ganz legal und für einen vernünftigen preis nicht nur den film an sich kaufen könnte, sondern die gesamte digitalversion der retail DVD oder blu-ray. ich persönlich bin immer gerne gewillt für gutes bonus material gutes geld zu zahlen. der physische datenträger und potentiell aufwendige verpackungen interessieren mich hingegen null. dies trifft insbesondere bei collectors editions zu. diese wandern bei mir nach dem kauf und der anschliessenden digitalisierung direkt in den keller. das liesse sich leicht umgehen. beispiel: saw 1-7 BD collection, CE, retail: 50-60 euro. war sein geld wert, ABER ich hätte mich auch mit dem reinen inhalt der datenträger für 35 euro zufrieden gegeben. die gewinnspanne für den/die vertwerter/urheber wäre sogar deutlich höher gewesen. diese idee wurde in kleinen teilen von apple für ihren itunes store aufgegriffen, aber leider nur im ansatz. naja, is halt nur so ne idee. bashen sie bitte in ….3….2….1…

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  6. Auch wir sind Urheber/innen!

    Eine Gruppe von Autor/innen und Künstler/innen macht sich derzeit gemeinsam mit den Rechteverwertern und mit Unterstützung von Teilen der Presse unter der Überschrift „Wir sind die Urheber“ zum Sprachrohr aller Urheber/innen. Ziel ihrer Kampagne ist es, die Möglichkeiten und Freiheiten des Internets durch technische Maßnahmen und Gesetze zu beschneiden, um das Quasi-Monopol einiger weniger auf die Veröffentlichung von und den Zugang zu immateriellen Gütern aufrechtzuerhalten bzw. wiederherzustellen.

    Auch wir sind Urheber/innen von Texten, Musik, Bildern, Software und anderen Kulturgütern, doch diese Gruppe repräsentiert uns nicht und wir distanzieren uns von ihrem Anliegen.

    Während die traditionellen Medien – vom Buch bis zur Tageszeitung, vom Theater bis zum Kinofilm, von der Schallplatte bis zur DVD – immer der Kontrolle kleiner Gruppen unterlagen, ist mit dem Internet zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ein allgemein zugängliches Medium für das (individuelle oder gemeinschaftliche) Schaffen, Teilen und Verteilen von Kulturgütern entstanden. Damit verwischen zunehmend auch die Grenzen zwischen Produzent/innen und Konsument/innen dieser Güter.

    Die Diskussion um vermeintliche Gefahren des Internets für Urheber/innen blendet Schaffensprozesse aus, die durch das Internet begünstigt oder überhaupt erst ermöglicht werden. Die Möglichkeiten für eine echte Weiterentwicklung kultureller Prozesse dürfen nicht wirtschaftlichen Interessen geopfert werden: Die Teilhabe an künstlerischem Schaffen hat Vorrang vor der Besitzstandswahrung einiger weniger oder der Bekämpfung (tatsächlicher oder angeblicher) wirtschaftlicher Schäden.

    Es gilt, die Interessen aller Urheber/innen und der Konsument/innen so zu stärken, dass ihr kulturelles Potenzial sich frei von Behinderungen durch ein rückwärtsgerichtetes Monopoldenken entfalten kann. Das Urheberrecht und die darauf beruhenden Schutz- und Vertragsrechte sollen es Kulturschaffenden aller Art ermöglichen, über ihre Schöpfungen selbstverantwortlich zu verfügen. Dies muss jedoch in einem Ausmaß geschehen, das nicht den Interessen der Kulturgemeinschaft insgesamt widerspricht.

    Das Durchsetzen kommerzieller Interessen von Verwertern und Urhebern oder die Bekämpfung von Fehlentwicklungen wie der illegalen Verwertung fremder Immaterialgüter durch die kriminelle missbräuchliche Verwendung von File-Hostern rechtfertigen keine Eingriffe in den freien Austausch von Informationen, und sie sind keine Entschuldigung für eine Überwachung von Internetnutzer/innen oder andere Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten.

    Als Urheber/innen fordern wir, dass bei Diskussionen um das Urheberrecht weder die freie Entwicklung des Internets noch die bürgerlichen Grundrechte den Einzelinteressen einiger Verwertungsgesellschaften, Autor/innen und Künstler/innen untergeordnet werden.

    http://wir-sind-urheber.de/

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  7. Änderungen der allgemeinen Abläufe bringen immer Gewinner und Verlierer zu Tage, Für- und Gegensprecher… Aber die Geschichte sollte oft genug gezeigt haben wo man besser steht.
    Als Verwertungsindustrie würde ich jetzt schon anfangen Mikropayment Dienste und ähnliches einzurichten und nicht das Heft der zukünftigen Zahlungsmöglichkeiten jemand anderem zu überlassen… ;-)

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