Softwarepiraterielüge auf neuem Rekordniveau

Die Business Software Alliance (BSA), eine Lobbyorganisation für Firmen wie Microsoft, Adobe, SAP und Oracle (um nur einige zu nennen), hat aktuell die Global Software Piracy Study 2011 herausgegeben. Politiker sind in Aufregung: Der weltweite Schattenmarkt, so erklärt die BSA-Website, sei auf 63,4 Milliarden USD angewachsen. Jetzt mal genauer hingesehen: Wie wird diese Zahl ermittelt?

Auch in diesem Jahr durch eine ganz einfache Methode. Man nimmt eine Software-Grundausstattung an, also die Anzahl von Programmen, die ja wohl jeder braucht. Dann zählt man alle PCs (und Notebooks, Tablets), die ohne diese vollständige Ausstattung verkauft werden (so wie zB meine), zieht die verkauften Programme (zB Microsoft Office) ab und der Rest ist… Turnikuti, Turnikuta,… Softwarediebstahl. Das war doch wirklich nicht schwer, oder? Mit solchen Argumenten werden also Anti-Bürgerrechts-Torpedos wie ACTA auf den Weg gebracht. Winziges Problem: Liebe Softwarehersteller, liebe Softwareallianz, liebe gutbezahlte, auch im späteren Ruhestand gut abgesicherte Politiker: – wir sind nicht so vollständig verblödet, wie ihr das gerne hättet. Ja, gut, einige von uns Bürgern haben das mit der Schulbildung eher locker genommen, aber zumindest eine massive Gruppe unter der Wahlberechtigten hat ausreichend Grütze zwischen Löffeln, um eure Wachstumslügen zu durchschauen und euch zur Verantwortung zu ziehen. In mocerneren Worten: Wir sind viele. Wir vergessen nichts. Wir vergeben nichts. Erwartet uns.

10 Kommentare

  1. Fidnet er gut

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  2. Reblogged this on Ich sag mal.

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  3. Ach, *so* möcht ich auch meine Steuererklärung machen… *schwelg*

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  4. LOL.
    Wissen die bei Microsoft, Adobe & co. nicht, daß es schon kleine Linux-Rechner unter 100€ gibt und darauf z.B. OpenOffice oder Gimp läuft?
    In Wirklichkeit liegt der weltweite Schattenmarkt wohl noch höher – und? Bei der Preispolitik und der globalen wirtschaftlichen Lage ist es doch kein Wunder, daß manche Menschen ihr Geld erst in harte Ware (Nahrungsmittel) stecken und bei denen einfach kein Cent mehr für die Softwareindustrie übrig bleibt.
    Sagt die Studie auch aus, wie sich die Preise in den letzten Jahrzehnt selbst bei Computerspielen verdoppelt und verdreifacht haben? Dadurch müßte der angeblich entstandene Schaden bei weitem ausgeglichen sein.

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    • Welcher „entstandene Schaden”?
      Schon reingefallen? So schnell gings? :P

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      • Ich meinte den ANGEBLICH entstandenen Schaden… der Käufer wird von den großen Softwarefirmen meist mehr geschädigt (zur Kasse gebeten) als alles andere.

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  5. ich glaube das wird noch viel einfacher betrieben als es sich die meisten vorzustellen wagen, nämlich:

    nach PI mal DAUMEN geteilt durch die wurzel aus 42 (die antwort auf und für alles) . . .

    (ausgeschmückt werden muss „die studie“ nur noch durch mehr oder weniger intelligent eingefärbte füll-textbausteine. darunter dann noch ein öffentlichkeitwirksames gewichtiges „von experten erstellt“sowie ein „dipl, irgendwas“ ’nem „doktor irgendwas“ und evtl. noch ein „prof. irgendwas“ – heutzutage an jeder ecke für ein paar tausender zu mieten – )

    . . . und fertig ist die STUDIE

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  6. UND JA – fast allen heutigen studierten an irgendwelchen studien-beteiligeten unterstelle ich HURENTUM sondergleichen. – alles nur noch gleich-gebügelte NUTTEN die ihr kapitalistisches geschlechtsteil meistbietend zum reinvögeln feilbieten!

    tatsächlicher unabhängiger wert??? gleich NULLkommaNULL!!!!!!!!!!!

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    • @knallbonbon: Und warum ist das so???? ja die ach so tollen Studiengebühren. Muss man(n) oder auch frau erstmal auf die eine oder andere Weise hereinholen.

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  7. Die Masse singt!

    Es singt nicht unser Liied!

    Wir werden es in Stücke zerreissen!

    XD

    P.S.: Wer errät woher die Sprüche stammen, gewinnt 10 Internette! ^^

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